16 Januar 2007

in meinen dunklen verliesen wabert's

hallo!

ja @isabel... ich bin schon immer so gewesen, dass ich alles erzählt habe. die große kunst ist für mich eher, mal was NICHT zu erzählen. gerade im beruflichen wäre es wünschenswert, wenn ich diese kunst besser beherrschte! ich habe mich aber nur beherrscht, als ich noch anwältin war. natürlich kann ich meinem mandanten gegenüber und dem richter / staatsanwalt gegenüber nicht alles sagen, was ich denke. traurig fand ich, dass es aber auch sonst nicht möglich war, dinge mal zu "adressieren", wie es so schön bei ei heißt *gacker*.

einer der gründe, weshalb ich mein juristenleben hinschmeissen möchte!

nun bin ich wieder an einem ort (beruflich), an dem ich nicht alles sagen darf. ich sag es trotzdem - versuche nur, es nicht noch zu forcieren. so haben wir bei ei im moment eine schulung über drei tage für "neue mitarbeiter". oho. ich finde schulungen / vorträge immer noch so schön wie zu den zeiten, wo ich als anwältin in teuer bezahlten fortbildungsveranstaltungen gesessen hatte und gemerkt hatte, dass die "kostenlosen" uni-vorlesungen vergangenheit geworden waren. das war und blieb ein manko in meinem leben - nun habe ich immer, wenn dieses manko geschlossen wird, eine große befriedigung in mir. blödes wort, sorry, aber es ist echt so, als hätte ich hunger und würde nun gesättigt werden.

ähä
häm
äh

was ich EIGENTLICH sagen wollte: @isabel, vielen dank für den einblick - ich frag mich nun natürlich, wie zum henker andere leute es schaffen, NICHT immerzu alles zu erzählen. ich weiß zum beispiel, dass es vielen bei ei nicht gut geht, aber sagen tun sie es nicht. jetzt auf der schulung nämlich treffen wir ja auch ei-leute aus verschiedenen ländern / städten. da tun alle erstmal so, als säßen sie alle ganz ganz fest im sattel und hören sich höflich nichtssagende dinge an.

mir ist dann passiert, dass ich von einer sympathisch aussehenden frau aus dem ungarn-team angesprochen wurde auf meine chefin (die "böse chefin"), und ich mich kurz gefragt hab, ob und wie ich dieses gespräch auf möglichst inhaltsleere art führen kann. ich musste auf mein zögern hin dann aber erfahren, dass meine kollegin aus ungarn meine chefin sehr nett findet. tja da wusste ich: wenn ich hier schweige, krieg ich nen bleibenden schaden!

also hab ich vorsichtig gesagt, dass das ja schön sei. leider träfe das auf mich nicht zu. und um das gespräch nicht anzuregen, fügte ich noch kurz hinzu, dass meine chefin und ich uns halt nicht besonders gut verstehen würden.

warum nicht???? war die antwort.

heute dasselbe, nur passiv: "mein lieblingspraktikant", wie ich zu ihm immer sage, also der neue praktikant, der mit mir jetzt gemeinsam in der abteilung arbeitet, kam freudestrahlend auf ich zu und meinte, er hätte schon panik wegen meiner chefin, da ginge es sicher tierisch rund gleich nach der schulung. ich hab ganz trocken gesagt: "für mich nicht". denn sie vergisst mich ja immer noch auf e-mails, nicht mehr so konsequent wie zuvor, aber äh ja. nix meetings mehr mit ihr und alle jubeljahre mal ne e-mail, bei der ich im "cc" stehe.

da meint mein lieblingspraktikant lauthals: "ach ja, du bist ja luft für sie!!!" und der nette herr aus einer entfernten abteilung, der neben mir steht, fragt gleich nach und die restlichen ungarn, die bisher noch nicht so recht gewusst hatten, dass ich im dunstkreis meiner chefin eine person non grata bin, haben es dann von meinem lachenden praktikanten gehört, der natürlich nicht mehr aufgehört hat. ich hab mir gedacht: 'puh, zum glück hatte ich mich gestern schon dagegen entschieden, hier ein kasperletheater aufzuführen' und ich fand es sehr entspannend, mit dem praktikanten rumzuflachsen.

will sagen: ALLE würden ein streitgespräch für sich behalten, @isabel. nur tante sine kotzt sich aus. mit solchen detailgetreuen und gern auch selbsterniedrigenden schilderungen hab ich mir bisher immer mein eigenes grab geschaufelt. ich mach es trotzdem weiter so - also ich sag, was raus muss (prüfe aber jetzt immer, ob es wirklich raus MUSS!). warum?

eine sache hast du genannt, isabel: ich selbst kann mir über meine gedanken besser klar werden. ich denke dinge auch mal zu ende! stimmt, gut formuliert.

das andere ist: ich hab in meiner therapie gelernt, dass ich gerne zu übertreibungen neige und am ende noch selbst an die schlechtigkeiten und entsetzlichkeiten glaube, die ich mir eigentlich nur so gedacht habe. dazu noch ein "herr selbstzweifel", der in mir dauernd interpretationen einschiebt, die keinen frisch und fröhlich stimmen können! da ist es einfach hilfreich, mal was rauszulassen. und tja - jetzt ist die zeit des beschützten blablas beim psychodoc vorbei. jetzt muss ich sehen, wo ich mit meinen gefühlen und auch mit dem versuch, mich selbst kennen- und akzeptierenzulernen, lande!

*g*

@matilda:

dass die gefühle so intensiv sind, dass man sich fragt, wie man es aushalten soll - nicht nur im guten, sondern auch im schlechten -, das kenne ich. es macht einem selbst angst, so empfand ich es zumindest.

ich weiß nicht, ob es schon die ganze wahrheit ist, aber was ich dazu jetzt sagen möchte, ist sicher ein aspekt: matilda, isabel, euch unterscheidet vielleicht, dass der eine mit seiner angst lebt und die dinge trotzdem "macht" (oder annimmt). und der andere lebt eben dosiert und entfernt von katastrophen - mit der folge, dass altes nicht zu ende erlebt wird und neues nicht reingelassen wird.

*autsch*

natürlich hab ich DAS auch, isabel - dass ich altes nicht "zu ende erlebt" habe! das merke ich vor allem dann, wenn ich wieder eine miese grundstimmung bekomme und vor allem, wenn ich assoziiere (und die assoziationen negativ sind). das beispiel mit den herren in grün ist doch dafür ein treffendes beispiel. da spüre ich, wie ich mich ohnmächtig und durch den verdacht, dass ich lügen könnte, auch beleidigt fühle, als wäre ich immer noch an dem tag, nachdem mich kand. 1 aus dem fenster werfen wollte, bei der polizeiwache in berlin-charlottenburg und hörte den einen polizisten zu mir sagen: "was sie brauchen, ist nicht die polizei, sondern einen seelsorger!"

ich will nicht behaupten, dass er unrecht hat. das problem ist, dass hier ursache und wirkung verwechselt werden *grrr*"! wenn die polizei so mit menschen umgeht - jaaa ich weiß, es ist ja nicht so schlimm, wenn die polizei zweifel äußert, trotzdem ist es verletztend! -, dann frag ich mich, ob man die polizei als instanz nicht ganz aus der wahrnehmung aussparen sollte / müsste.

ich hab schon mit monsieur gechattet mit dem thema, ob ich in zukunft vielleicht mal meine "pflichten" als zeugin oder auch sonst meine bereitschaft, zur aufrichtigkeit meine eigene sicherheit auf's spiel zu setzen, vernachlässigen sollte.

da hab ich noch behauptet, dass ich dummerweise eine ganz entgegengesetzte erziehung genossen habe und es mir als christin schon schwer fallen würde, einfach bei dingen wegzusehen.

also ich würde wohl schon aus dem glauben heraus, dass man solidarität zeigen muss, immer im falle eines unfalls als zeugin zur verfügung stehen - auch, wenn meine anschrift geschützt ist und ich keine lust auf die herren in grün habe.

ach mensch

erziehung glaube liebe hoffnung

was man nicht in sich selbst trägt, gibt es auch in der welt nicht.

wie sagte @zitro immer? "wie innen, so außen"!

ich könnte noch viel erzählen. habt ihr vll. schon gemerkt. *seufz*

mir fällt es soooo schwer, jetzt die letzten wochen bei ei zu sein. ich hab schon erfahrung mit angelegenheiten, die langwierig sind. ich halte durch! stress, kummer, trauer, schock - sine bleibt am ball! aber dann, kurz vorm ziel, da verlassen mich immer die geister.

ich hab das mal unter der rubrik "mangelnder ehrgeiz" einsortiert. ich würde heute mal - vielleicht halbherzig - entgegensetzen: "mangelnde hoffnung".

gerade wenn etwas zu ende geht, ziehe ich resümee. ich muss sagen, ich glaub immer noch nicht, dass ich nicht DIE angestellte für ei wäre. ich kann es mir nicht erklären, wieso ich nicht geeignet sein soll! *leise mit der faust auf den tisch hämmer*

ich bin da wirklich zum ersten mal in meinem leben ganz überzeugt von meiner eignung! ich war sonst immer das weichei, dass gedacht hat, dass es von allen überschätzt wird und in wahrheit das niveau, die kraft und den intellekt eines regenwurms hat. jetzt steh ich da und denke anders. aber die zeit geht voran, in 1 1/2 monaten bin ich wieder studentin, und nagut, das kann ja auch eine tolle chance sein (!). aber so erstmal steh ich da und fass es nicht!

ich fass es nicht, dass ich sachen lerne, die ich trotz meiner mangelnden zukunftsaussichten interessant finde. ich fass es nicht, dass ich mit absolut allen gut auskomme, mit jedem der anwesenden referenten, mit den teilnehmern, also - mir geht es gut, vieles fällt mir zu, ich kann mir vorstellen, das auch selbst zu reissen (was die vortragenden da tun). aber es gibt zwei dinge, die dagegen sprechen, dass ich je anerkennung finde bei ei: das gespräch mit meiner chefin und meinem manager am 6.12. und die tatsache, dass mein praktikum in 1 1/2 monaten zu ende sein wird.

ich glaube, diese schulung ist aus diesem grunde wahnsinnig anstrengend für mich. ich fühle jeden tag ein paradox. ich denke dann nicht drüber nach - denke nicht an "ungerecht / gerecht" oder so. aber irgendwas denke ich DOCH.

so ähnlich wie du, @isabel, nach dem streitgespräch... nicht das thema an sich kann ich lösen oder klären. daher lasse ich es, wie es ist (selbst wenn ich jetzt drüber schreibe - und ich habe es auch vorhin auf arbeit offen angesprochen). aber es ist DOCH da, es wabert und wütet in einer der vielen dunklen verliese in meinem inneren.

:-(

so

ich schlaf dann mal!

danke für euer auge *hihi*

eine gute nacht wünsche ich.

gruß

sine

von Isabel am 16.1.: Lebenstheorie

Hallo und @matilda, es ist das Mittendrinnen-Sein?
In deinen Worten steckt so viel Mut zum Leben und sie machen auch welchen, sogar dann, wenn du von den erschütternden Schicksalsschlägen erzählst.

Als ich das gestern schrieb, war mein Tag sehr seltsam. Ich hatte (nur) ein fürchterliches Streitgespräch am Telefon hinter mir und anstatt zu erzählen "Ich hatte ein fürchterliches Streitgespräch“, was mich zwar völlig verwirrt hat, weil es solche Gespräche NIE (mehr) gibt in meinem derzeitigen Leben, was aber eigentlich lächerlich und vergessenswert war -
anstatt das also zu erzählen, was war und wie es war -

wie @sine mit der zeugengeschichte -

blieb ich stattdessen allgemein und hadere mit mir und dem Schicksal, ohne auch die Chance dazu zu geben, die Gedankengänge nachvollziehen zu können.
Das heißt also, um das letzte Post zu ergänzen, der Depp bin ja eigentlich ich. ;-)
Als hätte es einen Reiz, so theoretisch zu bleiben? Es hat zumindest keinen praktischen Wert!

Dass Uniformen unangenehme Assoziationen auslösen, dachte ich mir gestern Abend. In der Regionalbahn wurde ein Schwarzfahrer aufgegriffen und die Polizei gerufen, weil er offensichtlich uneinsichtig war.
Dass die zu zweit kommen, ist ja klar, dass sie zu viert kommen, naja fällt noch unter Arbeitsplatzsicherung und Beschäftigungsoffensive. Als noch mal zwei nachkamen, bekam ich ein beklemmendes Gefühl. Und als die letzten vier folgten, wusste ich nicht, ob nicht Panik angesagt war.

Wenn Leute stehen bleiben, werden sie gern weitergeschickt. Stehen bleiben und zusehen behindert die Amtshandlung, ist das Argument. Ein Versammlungsverbot, Metternich lässt grüßen. Einer der Passanten meinte, er wüsste warum die zu zehnt sind, schließlich war der (eine) Schwarzfahrer ein Schwarzafrikaner.

*seufz*

Eine Geschichte zur Guten Nacht.
Und lieben Gruß von Isabel!

15 Januar 2007

von Matilda am 15.1.: mittendrin statt nur dabei

liebe isabel,

der schlüssel zum glück? meinst du?

ich weiss nicht... die emotionen sind so stark, dass ich kaum noch geradeaus denken kann, manchmal. wenn ich so tieftraurig bin und vollkommen hilflos angesichts der krankheit meines vaters. wenn ich so tieftraurig und wütend bin angesichts der psychischen misshandlung, die meine freundin gerade erleidet. wenn ich so unendlich verängstigt und einsam bin angesichts des sexuellen übergriffs einer vertrauensperson im vergangenen herbst, einer episode in meinem leben, an der ich immer noch schwer zu beissen habe.

vielleicht nicht der schlüssel zum glück. aber der schlüssel zum leben. denn so tief meine tiefs sind, so hoch sind meine hochs. ich werde tante im sommer und möchte jedes mal, wenn ich daran denke, laut jubeln und lachen vor glück. ich bekomme besuch von meinen sommerurlaubsfreunden und habe jedes mal herzklopfen vor freude, wenn wir telefonieren und sagen: "wir sehen uns bald!".

ich bin so froh, dass ich aus den kleinen dingen des alltags, wie dem lächeln eines unbekannten, dem licht vor sonnenuntergang, einem spannenden buch, einer tasse heissem apfelsaft, einem kuss, einem lieben sms, einem nutellabrot... kraft schöpfen, meine batterien aufladen kann. ich bin froh, dass ich lachen kann, bis ich heule, und dass ich heulen kann, bis keine tränen mehr kommen.

manchmal geht es mir genau wie dir mit den leuten um mich herum. mit einem einzigen unterschied: ich kann darüber lachend den kopf schütteln. und wenn ich das gefühl habe, ein gutes buch ist das, was ich brauche, dann passt das auch: rückzug ist vollkommen in ordnung, wenn man es dabei nicht verlernt, aus sich heraus zu gehen...

ich koche auch nur mit wasser. aber ich liebe wasser :-)

matilda

...

von Isabel am 15.1.: diese Leichtigkeit

Das ist es, nehme ich an, und ich schreibe hier von einer Theorie, weil ich es nicht fühlen kann: das ist wahrscheinlich so etwas wie der Schlüssel zum Glück, zur Gelassenheit, zum Über-den-Dingen-stehen und zum Nicht-Persönlich-Nehmen: @matilda? Nehmen was kommt und damit leben?

Es tut mir sehr Leid, von solchen Schicksalsschlägen zu lesen und versuche mir vorzustellen, wie man mit Hilflosigkeit und der Angst umzugehen versucht, wenn man sich ihr nicht entziehen kann.

Dass du dir deine Leichtigkeit bewahrt hast, finde ich bemerkenswert und freu mich sehr für dich. Und frage mich sehr oft, woran es liegt, dass sie mir hingegen oft so schwer fällt, obwohl ich von meinem Umfeld so viel Kraft bekomme - und offenbar auch selbst mehr habe, als mir bewusst ist. Vll sammle ich sie ja gerade und weiß noch nicht wofür? Wie eine Batterie?

Es ist mir zB nicht möglich - so wie du erzählst - von zufälligen Bekanntschaften zu profitieren. Das erstaunt mich selbst und es erschüttert mich und es macht mich auch traurig.
Dabei frage ich mich, ob es mir früher möglich war, so zum Vergleich? Ich weiß es nicht mehr.

Wenn ich heute ausgehe und Leute treffe, Bekannte oder auch Fremde, Zufallsbekanntschaften, Studentenkollegen oder wen auch immer, so passiert mir immer öfter, dass mich die Zusammenkünfte langweilen und ungeduldig machen und nervös und so oft ungerecht.

Es scheint so, als ob die Leutchen immer das Gleiche plappern oder wenn mal was Neues, dann so uninteressante Dinge und bei vielem sind sie so ahnungslos und so oft stehen sie so sehr daneben, dass ich mich zusammenreißen muss, damit mir nicht jeder ansieht, was ich denke …

Das klingt bestimmt sehr arrogant und abgehoben - und so ist es auch. Nur nützt mir dieses Geständnis nichts, ich brauche Menschen um mich, die mir Neues bieten können, von denen ich lernen kann und wenn es mir nicht vergönnt ist, dann ziehe ich mich zurück: schließlich kann mir ein gutes Buch mehr geben als langweiliger Smalltalk.

Der Wermutstropfen bei dem Ganzen: mit jedem Rückzug wächst die Intoleranz gegenüber anderen, schränkt sich Verständnis ein und auch Geduld und wenn ich mal wieder unter Leute gehe, um mich an sie zu gewöhnen, beginnt das alles von vorn.

@sine schreibt, sie war früher aus dem Bauch heraus verletzend - als ein Ausdruck fürs Unglücklichsein? Ich kann es an mir beobachten, wenn ich ungeduldig werde. Und das bin ich mit schwerfälligen Menschen, mit Langsamdenkern, mit den Verständnislosen und den Dummen.
Das ist doch furchtbar intolerant.

Seit es mir gelungen ist, ein Umfeld zu schaffen, in dem fast jeder wesentlich intelligenter ist als ich, hab ich keine Geduld mehr und kein Verständnis für die Narren. Und die brillianten Köpfe, die bleiben natürlich auch unter sich - oder für sich, zurückgezogen, von der Welt enttäuscht und frustriert - und ich stehe in der Mitte, was für ein Dilemma.

Ich bin wohl so was wie eine Deppen-Pufferzone *g* Wie schön, wenn man seinen Humor nicht verliert ...

@sine, dein Foto ist bezaubernd! Als Bewerbungsfoto höchst professionell, ich wünsch dir sehr, du kannst etwas finden, wo du dich wohl fühlen wirst.

Bewerbungsgespräche SIND etwas höchst Unangenehmes, ich versteh dich gut! Was ich alles erlebt habe, als ich das letzte Mal auf Jobsuche war, ist vor allem unter "skurill“ zu verbuchen - vor allem diese perversen Fragebögen, entworfen von irgendwelchen hippigen Neo-Managern.

Das schönste Vorstellungsgespräch war natürlich hier, weil mein Chef keine Ahnung hatte, was er mich fragen sollte. Was Privates WOLLTE er nicht fragen und ich konnte ja schwer, ihn was Privates fragen *g*
Schließlich meinte er, naja, kommens halt dann nächste Woche. Und das wars. Also geht’s auch ohne großartige Antrittsrede und psychologischen Fangfragen? Na so was ;-)

Wünsch euch einen schönen Abend und alles Beste,
lieben Gruß von Isabel!

von Matilda am 15.1.

buongiorno belle donne,

das hast du süss formuliert, @isabel:

@matilda, du erscheinst mir manchmal wie eine Märchengestalt. Eine Fee mit kleinen, braunen Locken, so sehe ich dich vor mir.

eine märchenfee bin ich wohl nicht, leider... obwohl ich als kleines mädel natürlich davon geträumt habe, einen zauberstab mit sternspitze zu schwingen und schwupps! alles wird gut. tja. schön wär's ja. ich könnte meinem papi seine gesundheit wieder her zaubern und dann mit einem zweiten schwung dafür sorgen, dass meine lieben alle, und immer, gesund sind. weil jedes andere problem kann man lösen, wohingegen man bei krankheit (vor allem bei schwerer) schlichtweg hilflos ist.

aber das mit den locken hast du gut getroffen. ich hab nämlich wirklich ganz viele braune locken :-)...

meine unbefangenheit kommt und geht, meine leichtigkeit auch, und meine grosse herausforderung ist es, sie weniger oft gehen und öfter kommen zu lassen. ich bin single und irgendwie wohl immer in irgendwen ein bisschen verliebt, kann mich auch ziemlich gut einfühlen in deine geschichte, @isabel, weil ich auch ein weltmeister im warten war, lange zeit. nur habe ich jetzt keine lust mehr darauf. vielleicht fehlt mir auch einfach nur die kraft, keine ahnung. alles was ich weiss ist: leben will ich, und basta.

am samstag habe ich eine freundin getroffen, seit drei jahren verheiratet und laut eigener aussage total verliebt in ihren mann. der ein psychosadist ist. und sie zu zerstören versucht. wie weh mir das tut, kann ich nicht sagen. leider ist das thema nicht neu für mich, meine schwester war vor jahren in einer ähnlichen situation (gott sei dank ohne trauschein)... was kann ich tun, ausser da sein, zuhören, umarmen?

seht ihr. nicht immer so leicht und unbefangen, wie es den anschein hat.
aber mitten im leben. und das ist das schönste, was einem passieren kann. trotz aller probleme.

findet matilda



13 Januar 2007

knallzeugin

hallo nochmal...

:-)

nun war gerade auch die polizei da. ich bin gestern noch abends schnell zum supermarkt gegangen hier in möhringen und da hat es hinter mir gerummst. ein autounfall. ich musste kurz realisieren, dass es ernst war und bin dann wieder zurückgelaufen zu der kreuzung. dort waren gerade zwei pkw's kollidiert, sie waren nebeneinander zum stehen gekommen. da kam ein silberner kombi, ein rieeesen-auto, aus dem weg, der seitlich in die hauptstraße einmündet. fuhr einfach weg. ich hab mich aufgeregt, dass mal wieder einer zu fein ist, hilfe zu leisten und hab mir das kennzeichen eingeprägt. dann bin ich weiter zum unfall.

dort hab ich dann echt vergessen, dass ich mich über den silbernen kombi aufgeregt hatte. ich hatte echt schiss, dass ich was schlimmes zu sehen bekomme - der knall war sehr laut gewesen und in dem einen auto rührte sich nichts. der andere typ aus dem (vermutlich) unfallverursachenden pkw hingegen spazierte schon herum - vermutlich beide unter schock.

die frau, in die der typ reingefahren war, stieg schließlich aus. sie zitterte, als ich sie von der straße zu führen versuchte. sie meinte, es sei der schock und ihr täte der kopf so weh. gesehen hab ich nichts und da ich nur helfen wollte, war ich froh, dass ich allenfalls aufzupassen hatte, dass sie nicht orientierungslos wurde oder zusammenklappte.

als ich dann verschwinden wollte, rannte der typ hinter mir her: "sie müssen mir helfen!" ich hatte zuvor gesagt, dass ich nur den knall gehört hatte und keine zeugin sei. er meinte es jetzt also auf meine zeugeneigenschaft bezogen, denn er führte mich weg von den anderen und wollte mich besülzen. er hatte am unfallort behauptet, die frau hätte nicht geblinkt beim links-abbiegen. das klang gleich wie eine lüge, da ich aber tatsächlich nichts gesehen hatte, konnte ich dazu nichts sagen. nun wollte er wohl, dass ich "doch was gesehen" habe! ich war hell entrüstet und habe laut gesagt, dass ich nichts gesehen habe und ihm nicht helfen könnte.

da war er dann enttäuscht und verschwand wie ein wiesel in der nacht. nach ein paar schritten fiel mir ein, dass ich aber den silbernen kombi gesehen hatte und ging zurück. anwohner hatten dann was zu schreiben und ich hinterlies das kennzeichen, soweit ich es mir gemerkt hatte. leider war ich tatsächlich mit gedanken dann woanders gewesen und ich merkte, dass ich die mittleren ziffern nicht mehr so genau wusste.

die polizei war dann eben am samstag abend hier in meiner wg und wollte nachfragen, denn tatsächlich stimmten die mittleren ziffern gar nicht. es ginge ums blinken... die polizei hat gemeint, der eine typ würde entweder behaupten, die frau hätte nicht links geblinkt oder, die frau hätte rechts geblinkt, um rechts (!) anzuhalten. ich hab gesagt, dass ich das nicht glauben könnte, weil dort so eine verkehrsberuhigung in die straße reingebaut sei und man da eh nicht anhalten könnte. "doch doch, das geht schon, dass man da anhalten kann!" meinten die polizisten.

oh wie ich es hasse, dass die polizei immer alles in zweifel zieht. das scheint ja große ermittlungspraxis zu sein! so war es ja auch immer bei meinen eigenen sorgen und problemen mit kand. nr. 1, bei dem ich leider auch zur polizei gemusst hatte.

"außerdem sagte die dame, dass sie dort wohnte - das ist doch unsinn, dass sie da anhalten wollte! mir hat sie gesagt, dass sie sich an den silbernen kombi erinnern könnte und dass der genau im kreuzungsbereich gewendet hätte und sie wegen dieses kombis nicht gleich hätte abbiegen können!" nein, meinten die männer in grün, dieser kombi hätte doch ruhig wegfahren können, wieso ich denken würde, dass der kombi hätte anhalten müssen? "zum helfen? oder hilft man da nicht, wenn man sieht, wie ein unfall geschieht?" hab ich gefragt.

ja nein und wenn ich schon 50 meter weit weg gewesen sei, dann sei ich halt leider keine zeugin. das stimmt natürlich.

also war ich betrübt, dass ich das kennzeichen nicht korrekt im kopf behalten hatte von dem bösen kombi... und als ich die tür hinter den beiden herren schloss, war ich traurig, dass man sich bei kontakt mit der polizei immer so fühlt, als würde man der große lügenbaron sein. ich hab mich sogar entschuldigt, dass ich es nicht besser im kopf behalten habe, und gesagt, dass ich angst hatte, dass etwas schlimmes passiert sei und dann das silberne auto auch fast vergessen hätte.

*seufz*

plöth gell.

*schiefguck*

gruß

sine

grenzen sind gefängnismauern


hoi

hier das bild.









es ist ein bewerbungsfoto. tja naja... jetzt sind es noch schlappe 1 1/2 monate bei ei! danach muss es ja weitergehen finanziell gesehen, wie... muss ich langsam mal rausfinden!

ich frage mich, ob ich mich intern bewerben soll bei ei. trotz allem?!

bewerben ist eh immer fett krass das riesenproblem für mich. ich bin nämlich echt schüchtern in dieser hinsicht!

@isabel: ja natürlich besteht wertschätzung. was denkst du denn...!! wie lange ich mich in dinge hineindenke und wie viel zeit das überdenken meiner postings in diesem blog teilweise erforderlich war, möchte ich aber mal so beschreiben: ich schreibe, was mir einfällt. wenn ich zu lange drüber nachdenken würde, würde ich manche dinge vll. nicht geschrieben haben.

früher waren solche aussagen "aus dem bauch raus" oft sehr verletztend. mittlerweile hat sich das anscheinend total geändert. die frage, die ich dazu habe ist: wieso war ich früher verletztend und bin es jetzt nicht mehr?

denn in meinen worten lag schon immer das, was ich auch meinte. meine worte sind nur unterschiedlich verstanden worden - tja und ich hatte auch unterschiedliche themen vermutlich.

in mir drin ist also etwas anders geworden. intuitiv würde ich sagen, dass meine psychotherapie mir den mut gemacht hat, meinen eigenen worten zu vertrauen. äh, das ist jetzt komisch formuliert, gell. aber irgendwie so war es halt...

isabel wrote:
Entweder liegt es an den ausgetretenen Pfaden, wie @sine sagt, oder daran, dass man auf der Suche nach seinen Grenzen frustriert ist, wenn man welche findet [...]

hmm...

das stimmt schon: man ist extrem frustriert, wenn man an seine eigenen grenzen stößt.

hm... vielleicht hatte ich schon immer die neigung, meine eigenen grenzen in frage stellen zu wollen. wenn andere etwas schaffen, was mich interessiert hat, dann wollte ich das auch gern versuchen.

und natürlich bin ich seit mittlerweile 4 jahren (oder so... also seit beginn meiner pt damals) ganz offen dafür, meine eigenen grenzen zu überwinden. wie entsetzlich war mein seelenleben, bevor ich meine therapie begonnen hatte! meine eigenen grenzen waren ein kerker, dem zu entfliehen mir früher nur mit so dummen helferlein wie gevatter alkohol und die illusion von was-auch-immer ,möglich gewesen war.

meine illusionen waren echt beknackt! sie projizierten immerzu die hoffnungen und die guten gedanken, die ich mal auf mich selbst hätte anwenden sollen, auf andere. ich hätte den teufel persönlich für einen attraktiven lebenspartner gehalten damals, weil ich mich mit meinen eigenen grenzen und meinem eigenen inneren ums verrecken nicht auseinandersetzen wollte und lieber ein stellvertreter-leben führte - meine wünsche und meine hoffnungen (und mein herz) habe ich anderen aufgedrückt.

viele fanden das eine weile gut. aber für ewig hält so eine illusion nicht, zumindest nicht, wenn man selbst ein wrack ist wie ich es war. da fehlt wohl ganz klar die authentizität.

vielleicht kamen wegen der fehlenden authentizität früher meine worte auch anders an als heute... *grübel*

so! ich wünsche einen wunderschönen samstag-abend. macht euch einen schönen tag noch und morgen einen ebenso schönen sonntag!

gruß

sine

von Isabel am 13.1.: von Geschichten und Befehlen

Hallo! Und viel Spaß beim Friseur :-)

Ich danke dir fürs Lesen und auch fürs Kommentieren, deine Antworten geben das Gefühl, dass du dich mit einer Sache sehr beschäftigt und gut überlegt hast, ehe du antwortest - das vermittelt große Wertschätzung. Wie schwierig das ist, sehe ich selbst im lk, dort bin ich nur allzu oft sprachlos.

So, so, ich vermittle also den Eindruck des Befehlsempfängers, so so *schmunzel*
hmm … Befehle sind doch diese Dinger, die entweder absoluten Gehorsam oder absoluten Widerstand auslösen, nicht? Zumindest stehen sie im Gegensatz zum Hinterfragen, Überlegen und kreativen Abänderungen.

Und jetzt überlege ich, ob ich so was kenne - aus Elternhaus oder Schule oder Arbeitsstellen? Ist es sehr schockierend, wenn ich verneine - ? Oder dass ich Befehle gar nicht er-kenne? Hat wohl mit der allgemeinen Ignoranz zu tun, die sich durch mein Leben zieht wie ein roter Faden.

Tatsächlich kenne ich die Geschichte vom rosa Tütchen, sogar ich hab schon so einen Rat gegeben, doch die schönen Erinnerungen in den Notfall-Koffer zu packen.
Diese Geschichten lese ich gern und reagiere in ganz ähnlicher Weise: finde sie schön und berührend und so wahr, gebe sie weiter und lese sie immer wieder - so wie die Geschichte von der traurigen Traurigkeit, kennt sie wer? - aber selbst danach leben fällt ungleich schwerer.

Entweder liegt es an den ausgetretenen Pfaden, wie @sine sagt, oder daran, dass man auf der Suche nach seinen Grenzen frustriert ist, wenn man welche findet, oder eben daran, dass so viel Arroganz und Ehrgeiz einen (in dem Fall mich) hemmen, ein gesundes Maß zu finden, mit Niederlagen umzugehen.

Stell doch mal ein Bildchen rein: das Da-nach dem Frisör ;-)

Wünsch euch allen einen sonnigen Frühlingstag,
lieben Gruß von Isabel!

der weg durch den kummer

hallo und guten morgen!

ich gehe heute... zummmm... *tusch*

friseur!!!

*froi*

das besondere daran ist, dass ich meine haare ja gerade wachsen lasse und daher seit dem oktober 2005 (!) nimmer bei einem friseur gewesen bin. wie toll! juhu ich gehe zum friseur

@isabel:

so ist es gut! jetzt weiß ich wenigstenst, dass ich im fettnapf stand, als ich vermutet habe, besagter wissenschaftler sei wohl dein geschiedener mann.

*schluck*

die geschichte ist so, wie sie eben ist. vermutlich ist es für einen außenstehenden zu erkennen, und vielleicht erreicht dich meine anmerkung gar nicht, weil für dich diese sache eben sehr persönlich IST, aber ich sag es mal trotzdem:

nimm das nicht persönlich!

echt isabel. bewahre das in deinem herzen, was dir gut getan hat und den rest schmeißt du in der manier, in der du dich bisher von der GANZEN story distanziert hast, raus.

es tut mir leid, ich klinge bestimmt grob und kann nur hoffen, du kannst hoffentlich trotzdem einen gedankengang beginnen, der dir einen besseren zugang zu dem problem mit dem tollen wissenschaftler gibt. und für mich ist es eben so, dass ich den eindruck habe, du machst dich selbst schlecht und dass du dich richtig fertig machst.

da ich selbst eine gute übung (bisher) im selber-runtermachen hatte, vermute ich, dass es lohnt, an DEM PUNKT einmal anzusetzen.

:-)

vielleicht ist es eine ganz gute erklärung, wenn ich hinzufüge, dass in deinen gefühlen unglaublich viel kraft steckt. du hast ja geschrieben, wie sehr du den kontakt zu ihm aufrecht zu erhalten versucht hast. ich finde, bei gefühlsdingen wundert man sich häufig, was man alles ausgehalten hat und versucht hat. tu das nicht als "dummheit" ab, isabel.

sondern ich würde darin erkennen wollen, dass du auch gute gefühle und kraft gehabt hast. im moment erscheinst du mir wie eine schwalbe, die diesen winter versäumt hat, mit den anderen schwalben in den süden zu ziehen. du bist sozusagen im falschen film.

du glaubst, du müsstest (innerlich) sterben, aber du wirst leben, isabel - also damit meine ich, deine gefühle sind sehr wach. du machst aber die power, die in deinen gefühlen lebt, durch deine selbstverachtung schlecht und ich vermute sogar, du verkehrst die kraft deiner gefühle ... und dann wirken sie unter umständen gegen dich!

da du auf befehle anscheinend gut reagierst, isabel, versuche ich es nochmal mit einem OHRENLANGZIEH-befehl:

junge frau, lesen sie auf der stelle die geschichte von den rosa tütchen!!!

ich muss zugeben, gerade zu der geschichte mit den rosa tütchen hatte ich nur einen sehr schweren zugang damals. und das liegt daran, dass unsere negativen gefühle schon in ganz ausgetretenen "pfaden" ihre wege gehen, wohingegen unser herz und unsere selbstachtung manchmal wie in einem dichten dschungel keinen schritt voranzukommen scheint und auch gern die orientierung verliert.

übung ist hier das stichwort.

*drückt isabel*


12 Januar 2007

von Isabel am 12.1.: Ein Wunder oder war es ein Traum?

Siehste, das ist nun wirklich pathetisch ;-) J als ein Wunder zu bezeichnen.
Aber vor allem - und hier trifft es sicher zu - war es ein Wunder, ihm zu begegnen und dafür bin ich einfach dankbar und auch manchmal zufrieden, wenn ich es kann. An Tagen wie heute gelingt das und solche (vermeintlich "richtigen“) Zeitpunkte sollte man immer nutzen.

In der Wissenschaft zu arbeiten, bleibt den besonders Talentierten vorbehalten, schrieb ich. Bis vor einigen Jahren hatte ich noch nicht viel Ahnung davon. Da begann ich erst im wissenschaftlichen Bereich zu arbeiten - als einer der wenigen Nichtwissis, ich wurde für die Verrechnung angestellt - und ein Jahr später lernte ich ihn kennen. Er stand eines Tages einfach hier und stellte sich vor, er sollte das neue Projekt betreuen, das in der Abteilung anlief.

Er fragte, ob er hier richtig wäre. Natürlich war ich die falsche Ansprechperson, "Natürlich sind Sie hier richtig“, sagte ich. Es ist erstaunlich, wie gut man sich an den ersten Moment erinnern kann, oder ist es das nicht?
Von Liebe auf den ersten Blick will ich nicht sprechen (Pathetik mit Grenzen), aber es war doch eine Verbundenheit, eine Vertrautheit spürbar, die man zu anderen auch oft nach vielen Jahren nicht findet.

Etwas Besonderes eben, J …

Ich war noch neu dort, er war neu, wir freundeten uns an. Es ist nicht üblich, dass sich Wissenschaftler mit Non-Wiss wie mich abgeben, aber er hatte keine Vorbehalte, keine Berührungsängste und keine Scheu. Er sah mir an, wie schlecht es mir damals ging. Die Scheidung war erst vor kurzem durch und ich steckte noch ordentlich drinnen in dem ganzen Mist, wie es @Zitro nennen würde.

Er fragte nach meinem Studium, kannte viele Details, interessierte sich trotz seines enormen Zeitmangels und Arbeitsstress, schenkte mir Aufmerksamkeit, Zuwendung und Interesse. In so einen Mann verliebt man sich eben beinahe automatisch.
Es war eine sehr langsame Annäherung, eine behutsame. Keiner wollte dem anderen etwas vorschreiben, keiner wollte den anderen maßregeln, keiner hatte Forderungen und keiner verlangte etwas. Wir waren füreinander da auch oft nur in Gedanken und dem Wissen, der andere sitzt ein paar Zimmer weiter vertieft in die Arbeit.

Wir sahen uns auch an den Wochenenden an der Arbeitsstelle und immer öfter privat, zuerst mal abends, dann am Wochenende, zwar selten, doch immer öfter. Nie geplant und immer spontan, nur keine Verbindlichkeiten.
Langsam fasste er Vertrauen und erzählte mir von seiner gescheiterten Ehe, weil Beziehungen eben darunter leiden, wenn man nur für die Arbeit lebt. Jeder wie er kann und was er kann. Es waren besondere Gespräche und einzigartige Momente, wenn wir nur für uns waren. Nie zuvor kannte ich jemanden, der immer alles so sehr in einem behutsamen Licht sehen konnte, nie ein unangenehmes Wort verlor und anscheinend auch niemals einen bösen Gedanken.

Forschungsförderung zu generieren ist schwierig, selbst bei Themen, die brisant und hochaktuell sind. Das Genehmigungsverfahren ist noch schwieriger, umso größer war die Freude, als sein Nachfolgeprojekt auch genehmigt wurde.
Geplant waren ein Projekt zu dritt und ein mehrmonatiger Aufenthalt in Uganda für jeden der Projektteilnehmer. Es lag wohl an den Kosten, dass die anderen Mitarbeiter eingespart wurden.

Jetzt sitzt er da unten - mittlerweile fast anderthalb Jahren - und forscht und rettet damit wahrscheinlich die Menschheit. Oder zumindest ein paar Kindern das Leben, was ja auch nicht weniger heldenhaft klingt. Kann man dagegen argumentieren? Wohl nicht.
Am Anfang kamen viele E-Mails und Anrufe trotz der hohen Kosten. Doch mit der Zeit wurde die Qualität anders, die E-Mails wurden nüchterner, kürzer, die Anrufe blieben aus.
Dann noch einmal pro Woche ein Mail, dann nach drei Wochen, nach zwei Monaten. Dann eines im Juni, eines im September, eines vor Weihnachten.

Mittlerweile kann ich nicht mehr - nicht mehr warten, nicht mehr hoffen, und nicht mehr diejenige sein, die mit aller Kraft den Kontakt aufrecht erhält, damit er nur ja einen Grund hat, zu schreiben. Ich habe aufgegeben.
Er hat sich für die Arbeit entschieden und beides ist nicht möglich, man macht sich nur etwas vor. Diese Entscheidung war wie selbstverständlich und ich verstehe es auch. Natürlich hat es mich - wieder - in tiefsten Liebeskummerschmerz gestürzt. Ich war wieder die, die leidete.

Nachdem ich halbwegs verstanden hatte, warum meine Ehe gescheitert war, und halbwegs begriffen hatte, was für ein Glück es war, jemanden wie J zu begegnen - gerade als ich soweit war und dachte, endlich läuft das Leben gut - da passiert so was, mit dem ich nicht umgehen kann.

Mit gescheiterten Beziehungen umgehen zu lernen, ist mir noch nicht gelungen. Das Wissen des Versagens reicht schon um mich minderwertig zu fühlen. Den Sinn, diese Erfahrung machen zu müssen, hab ich noch nicht begriffen.
Daher auch das Lesen im Forum. Es enthält keine Antworten, das weiß ich. Es dient auch mehr der Entspannung als der Erkenntnis, ja. Aber es ist eine gute Möglichkeit, meine eigenen Erlebnisse mal ein bisschen vergessen zu dürfen.

Geteiltes Leid ist nicht halbes Leid, sagte @Zitro? Es ist aber auch nicht doppeltes. Es ändert den Fokus und stellt den eigenen Wahnsinn für Momente in den Hintergrund.
Und das tut ganz gut. Besonders weit in der Aufarbeitung bin ich wohl nicht.

Das Ganze klingt traurig, wenn man es jetzt nicht banal nennen will, wie es für Außenstehende wohl immer sein wird. Es klingt für mich selbst deprimierend und dennoch weiß ich, dass mir gar nichts anderes bleibt, als damit zu leben. Irgendwie. Und einmal kommt der Tag, an dem nur noch die schönen Erinnerungen zählen. Der kommt bestimmt.
Irgendwann.

von Isabel am 12.1.: Glückshormone

Heute hatte ich meine erste Prüfung in diesem Semester und das Schönste an diesen Tests ist es, wenn sie vorbei sind. Was nicht am Gegenstand liegt oder an der Literatur oder gar an Personen, es liegt an dem Endorphin-Schwarm, der sich nach getaner Arbeit einstellt, und dieses Gefühl vermittelt, mit dem @matilda beschäftigt ist *g. Ich muss mir das erst mühsam erarbeiten.

@matilda, du erscheinst mir manchmal wie eine Märchengestalt. Eine Fee mit kleinen, braunen Locken, so sehe ich dich vor mir. Es ist schön, diese Leichtigkeit zu lesen und diese Unbefangenheit. Manchmal frage ich mich, ob ich das auch jemals hatte? Hab ich wohl vergessen.

Aber ich kenne dieses Gefühl der sanften, wohligen Wärme. Bei mir stellt es sich zwar nur ein, wenn ich ein Vollbad nehme oder hundemüde in die Kissen sinke - oder eben von einem weiteren abhakelungswürdigen, Einen-Schritt -weiterbringenden-Meilenstein, sprich Prüfung, zurückkomme.

Jetzt werde ich mich mal entspannen, literweise Kaffee in mich schütten und genüsslich Pinguine schauen. Danke für so viel Entspannung, was tät ich ohne euch.

Auch für @sine hat sich das Blatt ei-mäßig gewendet? Es freut mich sehr, auch von dir so viel Fröhlichkeit zu lesen, vor allem aber das hat mich sehr amüsiert:

kommen sie mal bitte näher, junge frau, zum OHRENLANGZIEHEN...!!! *knurrt*

*gggg*

so, und da steh ich nun mit meinen langen Schlapperöhrchen ….

Und habe schon so viele kreuzweise ansatzweise Andeutungen gemacht über Isabels Gefühlsleben *uiuiui* dass sich keiner mehr auskennt, falls und wer auch immer jemals den Wunsch danach hatte. Wie auch immer, es folgen mehr Details im nächsten Post, ihr habt es nicht anders gewollt ;-)

Aber zu Forenkultur und spontanem Kennen lernen muss ich noch was Geistreiches anbringen: es zu vergleichen find ich fast ein bissl spannend.

Nämlich diese fehlenden Hemmschwellen, die man im Netz auslebt und in der realen Welt immer noch hat. ZB: wie viele Admins würden denn gern die Nachbarn, die Arbeitskollegen, die Verwandten so richtig und real "sperren“ wenn sie könnten?
Drängt sich mir die Frage auf, ob virtuell überwundene Hemmschwellen die realen auch dauerhaft senken könnten?

Ob es sich lohnt, darüber nachzudenken? *grusel*

Erstmal liebe Grüße
von Isabel!

11 Januar 2007

matilda weiß, wie es gehört

huh matilda!

hab ich dich schon virtuell gedrückt? nein!!!? aber jetzt: *DRÜCK!!!*

stimmt haste recht. so isses! nur das mitnehmen, was passt und was man braucht.

*g*

gruß

sine

pinguine (madagascar)

hallo

sorry for delay... wie man sich bei ei auszudrücken pflegt!!!

hier ein nettes kleine video:



weil ich soooo gelacht habe muss es hier rein.

ich glaub, ich mag pinguine!

*grins*

gruß

sine

von Matilda am 10.1.: come in and find out

liebe sine,

manchmal kriege ich von anderen inputs, mit denen ich rein gar nichts anfangen kann. dann schüttle ich die locken, wundere mich, wie extrem verschieden lebensanschauungen sein können, und aus. manchmal kriege ich inputs, die gold wert sind. dann schüttle ich die locken, frage mich, warum um alles in der welt ich nicht selbst drauf gekommen bin, und aus. manchmal aber, und das sind die seltenen fälle, an denen ich dann lange freude habe, kriege ich von jemandem vüllig unerwartet genau den richtigen input. passiert nicht oft. aber doch dann und wann und deswegen bin ich ein inputsammler, so wie pippi langstrumof ein sachensucher.

du fragst: was war zuerst da - das benötigen eines solchen "aufhellers" oder der "aufheller" (huhn-und-ei-problem... *gg*).

kann ich nicht genau sagen, irgendwie ist es einfach immer schon so gewesen, dass menschen sich dazu aufgefordert fühlen, mit mir zu kommunizieren, wird wohl an meiner aura liegen ;-) ... nur in der zeit, in der mich extrem selbstzweifel plagten und ich mich einfach nicht wohl fühlte in meiner haut, hat das aufgehört. sobald alles im lot war, hat es einfach wieder angefangen.

*hm. so wie das jetzt da steht klingt es komisch. na ja. ich bin halt komisch. so what?

gratulation zu deiner trendwende im job!

und lieben gruss

matilda



10 Januar 2007

psycho, liebeskummer, forenkultur, praktikum

hallo

tjach!

@matilda: das stimmt beides, was du geschrieben hast. nur mit dem blocksberg hab ich probleme! *gg* ich komme doch ursprünglich aus der nähe vom harz (aus niedersachsen nämlich, ehemaliges zonenrandgebiet, ja). und schon der bekannte hexenkenner johann wolfgang von goethe hat den BROCKEN als hexentreffpunkt ausgemacht - weitere treffpunkte / berge von hexen sind mir nicht bekannt!



ob früher 90% meiner wochenenden und sonstigen freien tage verregnet waren, weiß ich nicht mehr. ich kann nur sagen: ja, es ist besser geworden mit dem wetter, seitdem ich - so wie du - einfach ganz fest darauf vertraue, dass das wetter GENAU RICHTIG ist.

regen? entweder "regen" will mir sagen, dass ich heut doch nicht rausgehen soll. oder regen ist an DEM TAG ok und ich geh raus und bin richtig erwartungsvoll, dass mir der regen oder mein spaziergang (trotz regens) was bringt.

wenn man so über wetter denkt, dann ist es eben einfach ok.

ich habe eine gewisse kreativität entwickelt in bezug auf das wetter (seitdem ich es positiv wahrnehme). ich habe hier in stuggitown das drachensteigen für mich entdeckt. dafür braucht man WIND - wind herrscht meist bei wolkigem wetter.

ich habe zudem das fotografieren für mich entdeckt - fotografieren braucht grundsätzlich sonne und verträgt keinen regen (drachensteigen hingegen hat schon oft auch ein bißchen was mit regen zu tun).

hitze ist für mich bisher identisch mit "faulsein" gewesen. wobei ich ehrlich sagen muss: die hitze kann mir erstmal gestohlen bleiben. sorry, ich war einst in meiner egozentrik der ansicht, die klimakatastrophe wäre doch ganz lustig für uns norddeutsche. aber ich halte unseren lebensrythmus nicht aus bei 35 grad celsius, nope nada überhaupt GAR NICHT.

sooo

ich hab noch mehr zu verposten. ich schreib einfach mal noch weiter... *g*

früher, als ich twen war, waren die situationen, in denen ich unheimlich von zufälligen bekanntschaften profitiert habe, häufig. vielleicht wären solche "sesam-öffne-dich-situationen" in meinem leben jetzt noch häufig, wenn ich nicht verdammt nochmal rechtsanwältin gewesen wäre und spätestens aus diesem grunde begonnen hätte, mich gegen menschen grundsätzlich abzuschotten. als anwältin bekommst du dauernd dinge gesagt, die kaum auszuhalten sind - entweder unangenehme und haarsträubende vorurteile, die ohne jeden humor und jede gnade geäußert werden. oder dramatische lebensumstände, die man mal kurz und mit vorliebe nach 22 uhr (aber halt auch zu sonst jeder tages- und nachtzeit) juristisch beleuchten soll.

das ist MEIN problem, @matilda: ich habe oft das gefühl, der input, den ich von anderen bekomme, ist vom niveau her einfach nicht soooooo der kick für mich.

gründe gibt es noch mehr außer dem eben genannten (ehemaligen) beruflichen grund. bist du links und hast dreadlocks, wohnst in einer alternativen welt und beginnst du, auf alternativen ideen zu balancieren, dann verlieren die "normalos" an punkten wie im harry potter die muggles.

usw.

naja dennoch ist es bei mir schon so wie bei der parkplatzsuche, die du beschrieben hast und wie beim wetter...: ich sag mir, dass es schon passen wird. und dass ich nicht nonstop in tolle gespräche verwickelt werde (es sei denn, ich hab die leutz selbst aus der reserve gelockt), erkläre ich mir damit, dass alles zu seiner zeit geschieht.

letzteres als frage an dich, @matilda: glaubst du, du kannst diese sesam-öffne-dich-gespräche gut gebrauchen? ist es nicht fantastisch, dass du davon so profitierst... was war zuerst da - das benötigen eines solchen "aufhellers" oder der "aufheller" (huhn-und-ei-problem... *gg*).

@Isabel:

kommen sie mal bitte näher, junge frau, zum OHRENLANGZIEHEN...!!! *knurrt* liebe isabel. das hier lässt TIEF blicken:

isabel wrote:

Aber meine Geschichte erschien mir oft zu banal, um sie zu erwähnen.
wie bitte??!?!???

dann erwähn sie doch ruhig TROTZDEM *fies grins*. wenn du so viel mitleid mit anderen hast, die ihre anscheinend non-interesting-stories verposten, dann hoppi! hab auch so viel herz und verständnis für DICH SELBST. aber zackizacki (istdasklarjetzt)?! *grins*

wenn ich deine andeutungen richtig interpretiere, ist dein mann wissenschaftler? das ist interessant, dass du sein problem mit dem problem eines spitzensportlers verglichen hast - das problem, den richtigen zeitpunkt zu erwischen. klingt einleuchtend, ist es ja auch! zumindest auf seine art!

was ich erwidere, ist, dass es haufenweise "richtige" zeitpunkte gibt! oder eben keine! ist wie bei matilda's parkplatzsuche...

will sagen: wenn ein mensch seinem beruflichen interesse vorrang einräumt, dann ist das richtig, dass man das mal macht. ich schätze es sehr, wenn man das auch tun kann, ohne das die beziehung gleich futsch ist *dankend an Deep_Thought denk*. aber wenn die beziehung scheitert, DANN ist da doch ein sandkorn im beziehungsgetriebe gewesen und das, was man vernachlässigt, bleibt dann eben doch stehen und funktioniert nicht mehr!

ähm

also damit meine ich: es kann normal sein, sich einer beruflichen chance unter vernachlässigung eines anderen lebensbereiches zu widmen. es kann aber auch die flucht vor diesem anderen lebensbereich sein, die einen die entscheidung FÜR eine berufliche tätigkeit so erleichtert.

nehmen wir mein lieblingsbeispiel @djinny. ich hatte immer das gefühl, sie flüchtet in ihre arbeit.

*schiefguck*

isabel wrote:

wenn ein Thema oder eine Aufgabe so sehr fesselt, dass man sich selbst dabei vergessen kann. Ich bin wohl neidisch, weil mir das in diesem Ausmaß dauerhaft nie vergönnt war
meinst du?

ich hab heute meinen ketzerischen tag, glaub ich. daher eine frage als erwiderung...: bist du sicher, dass du nicht der typ dafür bist, sich fesseln zu lassen oder glaubst du nicht vielleicht eher, du bist nicht bereit, dich einer sache so zu öffnen...?

will sagen: im gegensatz zu @matilda glaub ich nicht so ganz 100%ig daran, dass mir alles von außen zufällt. ich sehe die möglichkeiten, die man im leben so hat, eher als register an, die man entweder ziehen oder drücken muss. oder ich nenne mal einen anderen vergleich, der eher das spielerische zeigt (vielleicht), was in diesen möglichkeiten des lebens steckt:

ich hatte als kleines kind einen kaufmannsladen in meinem zimmer stehen. ihr kennt vielleicht diese kleinen regale aus holz. ich hatte einen echt tollen und in den schubfächern war auch reis drin und schokolade, bohnen und ich hatte spielgeld. ich hab früher immer nicht so recht gewusst, was tun (ei ei ei - ich war einzelkind... *gg* aber es spielte für mich auch nicht sooo die rolle, wirklich einen verkaufsvorgang nachzuahmen) und am meisten hat mich das aufziehen der fächer in meinem regal interessiert und die vorstellung, den inhalt zu mischen oder sich vorzustellen, damit etwas zu bauen oder zu "kochen".

so ähnlich wie mein kaufmannsladen ist das leben auch, finde ich. nur dass ich jetzt wirklich mit dem inhalt meiner "schubfächer" etwas baue oder koche oder den inhalt einfach bloß genieße.

so

nächstes thema:

ei!

bei ei ist mein stern wieder gestiegen. ich bin versucht, hier ein "*staun*" hinzuschreiben, aber: ich staune ja nicht. mit logik ist bei ei nichts zu wollen, das habe ich verstanden! und so gibt es nichts als das unwägbare. und so unvorstellbar wie mein beinaher rausschmiss ist es eben auch, dass ich punktgenau 1 monat nach meinem sogenannten "praktikanten-feedback" genau die sache übertragen bekomme, für die ich vorher noch in zwei gesprächen mit dem manager abgewatscht worden bin. tenor war doch eben noch gewesen, dass ich doch total verrückt gewesen sei, mir "so eine schwierige aufgabe" zuzutrauen und dass es sich nicht um praktikantenarbeit gehandelt hätte - jetzt sagt keiner ein wort (ich hab aber schon nachgefragt hehe) und meine chefin hat es mir einfach gegeben.

aha

soso

naja!

und noch ein thema... *schnorch*:

monsieur und ich spielen ein browsergame zusammen, dessen inhalt das leben auf einer imaginären insel ist (mindkeepers-island.de). dieses browsergame (bg) wird geproggt von einem vollidioten und seiner freundin - letztere herrscht mit harter hand im forum und im spiel und beschäftigt sich mit dem sperren von usern.

@Deep_Thought ist gesperrt worden, weil er im forum geschrieben hatte, dass das spiel einen "arschlahmen server" hätte und die ladezeiten enorm lang seien. natürlich kann man dazu hinzufügen, dass dieses thema nichts neues ist im forum und dass man eventuell die macher des spiels eher nervt als beflügelt, selbst wenn man es gut meint und verbesserungsvorschläge macht.

aber! mein freund, mit dem ich seit april 2006 dieses spiel spiele, ist gesperrt worden! hallo?!?

unglaublich

ich wollte fast schon aus solidarität ebenfalls aufhören mit dem spiel. die macher des spiels haben mir schon die gesamte weihnachtszeit versaut damit, dass auf der startseite immer die aktuellen "news" stehen - dort stand dann (und steht immer noch) ganz oben: "gesperrte user und deren verzweifelte anrufe". wie pervers! geht es nicht mit etwas mehr menschlichkeit zu wenigstens zur weihnachtszeit? nein? na wenn schon nicht auf arbeit, muss ich mir das dann auch noch in meiner freizeit geben, dass sich leute einen drauf abgeilen, menschen auszuschließen von whatsoever?

aber ich bin nicht gegangen. ich bin SCHON EINMAL gegangen - nämlich als Deep_Thought gesperrt wurde im lk-forum. da habe ich gesagt: "wenn Deep_Thought gesperrt bleibt, dann gehe ich als posterstärkstes forumsmitglied auch und will, dass alle meine 6.000 postings gelöscht werden!"

tja

pustekuchen - der admin hat mich gesperrt und die postings sind dageblieben (geht wohl auch technisch nicht so ganz, alle postings wieder rauszunehmen).

wenn ich jetzt gehe, ist das schon ein richtiger schritt - aber ist es auch der beste weg?

ich hatte das browsergame begonnen, weil ich mich nach dem verlassen des lk-forums "einsam" gefühlt hatte (ein bißchen halt). bei mki (mindkeepers-island) fand ich leider nicht DIE community (und sonst auch nirgends), die so funktionierte wie das lk-forum. aber ich wollte es noch damit versuchen, dass ich einem großen stamm beitrete. monsieur begann dann auch das spiel zu spielen und sein wunsch war es, dass wir zwei einen 2-personen-stamm bilden. das haben wir auch getan und ich habe mich in bezug auf meine allüren, neue leute kennenzulernen, auf die möglichkeiten beschränkt, die man eben so hat außerhalb einer stammesbeitritts.

jetzt bin ich schwuppdiwupp gleich dem stamm beigetreten, dem ich schon damals beitreten wollte und aus irgendeinem grunde macht mich das glücklich. ich kann natürlich nicht sagen: ha, wie im lk-forum! *g* aber dort sind 3 sehr aktive user und es ist einfach sehr nett, wenn man mal liest, dass es auch normale menschen gibt - was ich halt so als "normal" empfinde.

damit will ich sagen: da schreiben leute nette sachen, auch lustige sachen, es ist nicht künstlich und auch nicht zu gestelzt. da wird danke gesagt, und wenn nicht, dann weiß man irgendwie anders, dass der andere sich freut, wenn man was macht. und und und!

nee nicht "und und und", aber immerhin - DAS gibt es jetzt. für mich. und mein armer süßer Deep_Thought, dessen wunsch es ist und immer war, nach neuseeland auszureisen und der insellandschaften LIEBT, sitzt zu hause und darf nimmer mitspielen.

ach nein

:-(

hoffentlich finden wir etwas, dass ich sicher bin, dass du zufrieden bist, @Deep_Thought. oh man, das klingt pathetisch - aber so ungefähr eben!

so

nun muss ich längst zur arbeit.

*räkel*

cu!

gruß

sine

09 Januar 2007

von Matilda am 9.1.: sesam öffne dich

manchmal kommt man mit jemandem ins gespräch, den man gar nicht kennt, aus gründen, die man gar nicht kennt, an orten, an denen man möglicherweise niemanden kennt - mit jemandem, der einen sozusagen "nichts angeht". vielleicht ist man so gar nicht der typ, der mit unbekannten redet, fühlt sich gegebenenfalls sogar belästigt. vielleicht ist man vertieft in einen gedanken, in eine befürchtung, in eine erinnerung, in ein problem. vielleicht fröstelt man, wegen des wetters, oder weil man allein ist, oder in schlechter gesellschaft.

ohne jede vorwarnung, scheinbar ohne ersichtlichen grund spricht man plötzlich mit jemandem, dem man nie zuvor begegnet ist, dem man nie wieder begegnen wird, tauscht ein paar freundliche nichtigkeiten aus und ein lächeln -

und plötzlich hat der tag ein freundlicheres gesicht.

ist das leben nicht erstaunlich?

fragt sich matilda
...

05 Januar 2007

von Matilda am 5.1.: Hexenfest!

liebe hexenschwestern,

ich erstelle keine horoskope, ich lese sie nur liebend gerne, vor allem, wenn mal wieder was positives drinsteht. nicht, dass ich unbedingt daran glaube. aber ohne mag ich auch nicht ;-)

irgendwo habe ich mal gelesen, dass wir vieles im leben "projezieren". noch ist es mir nicht gelungen, fest zu stellen, ob dem wirklich so ist. sicher, ich habe gemerkt, dass ich immer einen parkplatz finde, wenn ich davon ausgehe, einen zu finden, während ich früher immer verzweifelt im kreis gefahren bin und mir dachte "typisch, ich finde ja nie welchen". ich habe auch gemerkt, dass das wetter an den freien tagen viel öfter schön ist, seit ich einfach davon ausgehe, dass schon die sonne scheinen wird, während es früher 90% meiner wochenenden verregnete. ob das in wirklich wichtigen, grossen dingen auch funktioniert, weiss ich nicht. ich meine, wer weiss schon, ob man endlich den richtigen trifft, wenn man felsenfest davon überzeugt ist, dass es so ist? wer kann das schon beurteilen, wer ist denn schon felsenfest davon überzeugt? und die wenigen, die es von sich behaupten: wer kann schon sagen, ob sie nicht doch vielleicht einfach nur glück gehabt haben?

eines weiss ich aber mit sicherheit: für den, der positiv denkt, ist ein anfang einfach nur ein erster schritt in eine neue richtung, nix falsches, nix weltbewegendes, einfach nur ein schritt. und deshalb bin ich dafür, dass wir alle nur noch die guten horoskope glauben, dass wir uns vor anfängen und vor enden gleichermassen nicht fürchten, und dass wir jetzt unsere besen rausholen und uns auf dem blocksberg zum tanzen treffen...

matilda

p.s. heuer im sommer (passend zur wm) lief in den italienischen sendern eine schnulze, deren refrain übersetzt ungefähr folgendermassen lautete: "ernähr dich von regen und sonne, denk einfach nur daran, zu leben... glaub an das, was dein herz dir rät, und hol das beste aus dir 'raus... "



...

04 Januar 2007

von Isabel am 4.1.: und zwischendurch: was von Kummer, der eigentlich keiner ist

Hallo! Mal kurz was anderes, weil angesprochen: Isabels Kummerding.
Eigentlich wollte ich schon oft was dazu schreiben und nie erschien es mir passend. Hmm ….

Ja, es gab schon viel Kummer in meinem Leben und nein: es gibt zurzeit keinen, er hat sich ziemlich aufgelöst, ist zwar manchmal aber nur latent vorhanden, so wie Nebel, der sich langsam senkt und auch wenn er schon die Sicht freigibt, sich dennoch noch erahnen lässt …. *pseudophilosophisch bin* ;-)

Meine Geschichte war eine ganz klassische Liebeskummergeschichte, @sine - alltäglich und für geübte Kummerkastenleser langweilig. Für den Betroffenen selbst haben ja die langweiligsten Geschichten etwas von Weltuntergangsstimmung an sich und weil ich das weiß, tun mir die zahllosen pupsimausis auch so Leid.

Aber meine Geschichte erschien mir oft zu banal, um sie zu erwähnen. Im Forum zur Diskussion zu stellen, war aus mehreren Gründen unpassend. Wahrscheinlich vor allem, weil ich mich nicht hätte rechtfertigen wollen. Und hier mag ich die ganze Misere nicht im Detail aufschreiben, weil ich das Gefühl hab, das passt so gar nicht hierher. Und: sie ist ja vorbei, es geht mir doch gut.

Tatsache ist: inzwischen finde ich meine Geschichte selber langweilig … und dennoch kann ich sie nicht abschließen. Ob ich sie nie richtig begonnen habe? Vermutlich vermutest du richtig. Ich hab mich auf etwas eingelassen, dass ich weder abschätzen noch realistisch einschätzen konnte und war dann doppelt geschockt, als ich das erkennen musste.

@sine schrieb:

Natürlich bekommt man im Leben nichts zu Ende.

;-)

ok, das ist beruhigend.

Wisst ihr, seit meinem Fehleinschätzungsdilemma bin ich laufend dabei, mich selbst zu verunsichern. Das ist seltsam und es wird nicht besser. Soll heißen: niemand kann mich so sehr verunsichern wie ich mich selber *g*

Das J-Drama ist in einem Satz geklärt: jedem Wissenschafter ist die Arbeit wichtiger als alles andere, auch wenn sie Jahre dauert und tausende von Kilometer weit weg ist.

Und, ich kann es verstehen: wenn ein Thema oder eine Aufgabe so sehr fesselt, dass man sich selbst dabei vergessen kann. Ich bin wohl neidisch, weil mir das in diesem Ausmaß dauerhaft nie vergönnt war und wohl auch nie sein wird. Es gibt einzelne Momente, in denen ich es nachvollziehen kann.

Aber sein Leben der Forschung zu widmen, ist eine Leistung, die denen vorbehalten bleibt, die das Talent, die Gabe, die Möglichkeiten dazu haben - ähnlich wie im Spitzensport: hier kann man den richtigen Zeitpunkt auch sehr schnell verpassen.

Das sind die Dinge, an denen ich so knabbere, sie sind banal, ich weiß und das beruhigt mich auch und zeigt mir, dass ich keine ernsthaften Probleme habe, wenn das alles ist, was mich quält.

Also, wir sind uns einig: Liebeskummergeschichten sind öde und damit hat es sich.

@matilda erstellt Jahreshoroskope? aha ….lass mal lesen - bei der Zwillingsdichte hier vll doch nicht ganz uninteressant ;-)

Isabel's Kummer: Fehlt das Ende? Oder der Start?

hallo

danke liebe @matilda für deine kleinen grüße! du bist wirklich ein kleiner wirbelwind.

*haare zurechtrück wieder*

@isabel:

du hast aus @zitro's worten für dich einen schluss gezogen.

@Isabe wrote:
Ich lebe mit einem Hintertürchen und kriege nichts zu Ende?

Don't panic, Isabel. Natürlich bekommt man im Leben nichts zu Ende.

*g*

Es ist übrigens mein Eindruck, dass Du vielleicht nicht begonnen hast mit etwas. Ich kann nur raten! Aber ich würde raten, dass Du bisher nicht begonnen hast, Dich auf Deine Gedanken bezüglich Deines Herzbubens einzulassen. Es kann auch sein, dass Du es schon begonnen hattest, aber unterbrochen hast - aus meiner Sicht wäre ein BEGINN jedenfalls das Mittel für Dich, nicht das Beenden.

Ich hoffe, ich trete Dir damit nicht zu nahe.

Gruß

Sine (die jetzt wieder mit Groß-Schreibung beginnt, weil sie jetzt zu viel an ihrem Buch herumgeschrieben hat, um weiter die Großschreibung ignorieren zu können - im Buch kann ich ja auch nicht alles klein schreiben)

von Deep_Thought am 4.1.: Forum blah

Also woltlab sitzt in Berlin und hat mit dem bekloppten Admin wohl nix zu tun. Aber der Provider, bei dem die lk-Seite gehostet ist, sehr wohl. Er hatte ja erst eine andere Firma, die pleitegegangen ist, und der Hoster ist jetzt eine eigene Firma. Steht zum Beispiel hier. Laut ripe.net hängt der Admin auch in der neuen Firma drin.
Naja, und mein Rausschmiß beim LK-Forum war jetzt nicht so mysteriös. Es fing damit an, daß ich seinerzeit einen Thread über die unglaublich augenkrebsverursachende neue Farbgebung des Forums erstellte. Der Admin antwortete später sinngemäß, daß das sein Forum ist, wir nix zu melden hätten und er macht, was er für richtig hält, basta! Ich hatte dann ein Posting verfaßt, in dem ich dem Admin ziemlich ans Bein gepißt habe (Stichwort öffentlich ausgelebte Profilneurose ) und meinen Abschied erklärte. Der Thread mit dem Posting war ziemlich schnell gelöscht und mein Account genauso schnell tot. Das übliche Vorgehen des Admins halt. Ich denke, der Typ hat wirklich die totale Vollklatsche. Da er aber der alleinige Monarch dort ist, bleibt nur der Abschied.

Von Zeit zu Zeit treibe ich trotzdem als farbiges Unterkleid dort noch mein Unwesen, aber so richtig der Kracher ist das LK-Forum für mich halt net mehr. Die Leute sind mir zum Großteil einfach zu blöd. Sowohl die komische pupsimausi-Fraktion und Konsorten, als auch der Zickenclan um Djinny.

Insofern ist es mir schon fast ein innerer Vorbeimarsch, daß das unsägliche Vorgehen des Admins mal an die große Glocke gehängt wird und nicht so still und leise wie mein Thread verschwindet. Aber den Thread jetzt hat er auch schon wieder zugemacht und bald wird wieder Phase2 beginnen, nämlich Friede, Freude, Eierkuchen. So endete doch auch die letzte Episode: Der Admin löschte meinen Thread, hatte danach alle lieb, und es gab auf einmal ein paar neue Mods. Auch diesmal stehen mit Dave33 und Samuz ja wieder vielversprechende Aspiranten vor der Tür für dieses Spielchen. Na obwohl... Monsti ist mit diesen Knalltüten nicht zu vergleichen. Modelino aka dummgelaufen schon. Aber das ist nur meine Meinung.

So, nochwas zum Abkotzen? Nein, ich glaube, das wars. :-)

Falls Ihr wirklich selbst ein Forum machen wollt, müßt Ihr Euch dessen bewußt sein, daß die technische Seite schon Aufwand erfordert. Aber anders gehts halt net, wenn man nicht von einem Admin abhängig sein will. Es war halt nur so eine Idee von mir für den Fall, daß die Mods noch den glühenden Wunsch haben, so ein Forum zu betreiben.

von Matilda am 4.1.: ui, ganz neu - glänzt noch!

ihr süssen,

ehe von diesem brandneuen jahr auch wieder der lack ab ist (geht ja meistens rasch) möchte ich doch kurz hallo sagen. ich hatte weihnachtsferien bei meinen eltern, der pc vom daddy war in reparatur und so kam es zu einem unfreiwilligen internet-entzug. noch hatte ich keine zeit um zu lesen, worüber ihr euch in der zwischenzeit unterhalten habt... sorry.

ich hoffe, es geht euch gut und ihr seid mit neuem elan in dieses vielversprechende 2007 gestartet: meine horoskope jedenfalls versprechen endlich besserung, die liebe soll plötzlich auch wieder eine rolle spielen in meinem leben und sowieso wird alles einfacher... na dann, prost!

schön, dass ihr da seid. @sine: dein blogsofa ist super. wozu braucht frau da noch ein forum?

bussi

matilda (die immer noch voll auf iunaited parsel sörwis steht)
...

von Isabel am 4.1.: von den unerledigten Dingen

Huhu, noch einmal was zu den Forengedanken: also Isabel & Co gibt’s gar nicht *g*

Ich gebe zu, dass Foren eine gewisse Faszination haben - für mich, die sich nicht wirklich beteiligt, sondern eher den Beobachtungsstatus hat
(schließlich ist das mein Job: Menschen und ihre Beziehungsgefüge zu studieren und vll dabei herauszufinden, was machbar ist und was nicht?)

@Zitro schrieb

Seit die Situation mit J sich geklärt bzw. aufgelöst hat, habe ich einfach überhaupt nichts mehr am Hut damit und möchte nicht die Geschichten von Leuten lesen, die noch mittendrin stecken in dem Mist.

Das ist ein Satz, der mir vor Augen hält, was ich mir eigentlich wünsche: mit einem Thema fertig sein. Sich selbst sagen zu können: das ist jetzt erledigt, es wird Zeit aufzubrechen, Neues zu beginnen und das Alte endgültig abzuschließen. Es ist ausgereizt, zerredet, restlos analysiert und vorbei.

Ja, das fehlt mir. Ich leide unter den unerledigten Dingen. Was so einfach klingt und logisch ist doch eine Erkenntnis: es fühlt sich so an, als ob ich nichts zu Ende bringen kann. Als ob ich nichts zu Ende bringen will: denn wenn es noch nicht abgeschlossen ist, dann ist es noch offen, noch gestaltbar, noch machbar, noch reparierbar …

Es hat was von einem Hintertürchen. Ich lebe mit einem Hintertürchen und kriege nichts zu Ende? - was für eine Erkenntnis am frühen Morgen :(

Angesichts dieser Tatsachen sollte ich jetzt wohl lieber alle Energie in die Prüfungsvorbereitungen werfen, die Prüfungswochen starten Montag und durch die Grippe ist so viel liegen geblieben.

@sine gefällt der Forengedanke? Viel Zeit, viel Mühe und man kann sich die User nicht wirklich aussuchen … hmm ….
dass @dt aus dem lk geworfen wurde, hab ich ja gar nicht mitbekommen. Hat wohl was mit dem D-Clan zu tun? Rauswürfe, Clanbildungen, virtuelle Machtspiele, ein Sammelsurium an Studienmaterial, das auch niemals ein Ende findet.

Werde nun in mich gehen und erstmal lesen ;-)

Lieben Gruß von Isabel!

forum forum du musst wandern...

hallöchen zu später stunde...

... *gg* @Zitro:

@Zitro schrieb:
ein Angebot von @SAMUZ

*lach*

ach du arme! @samuz ist bestimmt nicht der typ, bei dem du gerne mitmischen magst, denke ich... ich jedenfalls fand ihn arg nervig. seine story kenn ich gar nicht, aber die art, wie er sich angepriesen hat, war sehr schleimig!

hm

ja dein posting war sehr hilfreich, zitro!

ich hatte allerdings zuvor schon im lk-forum gelesen, dass du deine bindung an das lk-forum als "eheähnlich" eingestuft hattest. also irgendwo zwischen "eheähnlich" und "altem pulli, den man nicht wegwerfen mag" steht also das gefühl, dass einen loyalität zeigen lässt.

@Zitro schrieb:
Dass man manche Klamotten nicht wegwerfen kann, die man an einem bestimmten wichtigen Tag anhatte, obwohl sie seit Jahren aus der Mode sind oder nicht mehr passen?

Tja und @Isabel: nein ich glaube eigentlich nicht, dass es viel geld kosten würde, ein forum aufzuziehen. ich würde haargenau dieselbe foren-software kaufen, die das lk-forum verwendet und eine domain reservieren und ... ups: ja hm du bräuchtest ziemlich VIEL webspace, zumindest irgendwann.

naja

der webspace ist wohl teuer, aber bis zu dem tag, wo du mehr als die menge webspace brauchst, die du für sagen wir 100 € bekommst, vergeht bestimmt zeit. vielleicht wird das forum ja nie groß und du möchtest dann am ende nicht weiter investieren - wenn doch, solltest du bis dahin halt über bannerwerbung geld aus der sache rausholen.

es bleibt aber bestimmt ein nullsummenspiel, denke ich zumindest.

ach so, die forensoftware ist von WoltLab und die würde ich deshalb nehmen, weil ich die bedienung als user in-und-auswendig kenne - wie vier alle, gell. :-) aber monsieur meint, der admin des lk-forums sei an WoltLab beteiligt und damit würde man vielleicht die probleme durch die hintertür nur erneut wieder ins haus holen... puh. hier ist eine übersicht über forensoftware und deren lizenzgebühren! also frisch fromm fröhlich frei, meine damen... *g*

ich wünsche eine gute nacht!

gruß

sine

03 Januar 2007

von Zitro am 3.1.: Neues Forum?! Ach nö

Hallo sine,


wie du weißt, habe ich mich schon seit @DT’s Rauswurf mehr oder weniger oft mit dem Gedanken getragen, das Forum aufzugeben. Ich hatte meine LK-Müdigkeit hier auch irgendwann mal verpostet. Und wenn ich nicht zu faul wäre zum Suchen, würde ich einen Link posten J

Die Gründe, warum ich letztendlich gegangen bin?

Liebe und Kummer sind Geschichte. Seit die Situation mit J sich geklärt bzw. aufgelöst hat, habe ich einfach überhaupt nichts mehr am Hut damit und möchte nicht die Geschichten von Leuten lesen, die noch mittendrin stecken in dem Mist.

Ich könnte den Betroffenen momentan auch nichts Gescheites schreiben, weil alles, was ich zum Thema Liebesbeziehung denke, sich in einem entmutigenden Satz zusammenfassen lässt: Entweder es klappt von selbst, oder es klappt nicht, egal was für Kopfstände man macht. Das will keiner lesen. Also behielt ich es für mich und beschränkte mich auf das Moderieren.

von schnullepulli und pupsimausi und kuschelbärchen


war ich allerdings auch nicht begeistert und machte meinen Job daher immer öfter Augen rollend.

Aber da war auch immer noch so etwas wie Gewohnheit oder eben Loyalität und Sich-nicht-trennen-können. Kennst du das? Dass man manche Klamotten nicht wegwerfen kann, die man an einem bestimmten wichtigen Tag anhatte, obwohl sie seit Jahren aus der Mode sind oder nicht mehr passen? Oder der Teddy aus der Kinderzeit, mit dem man nicht mehr spielt, der aber noch auf dem Regal sitzt. Ich glaube, so etwas war das Forum für mich.
Ich fühle mich auch gerade so, als hätte ich einen alten Kleiderschrank ausgemistet.
Ich hatte mir eine Deadline gesetzt. Bis Jahresende wollte ich herausgefunden haben, ob ich noch bleiben will. Dass ausgerechnet zu Silvester (also superpünktlich zum Ausklang des Jahres) der Admin den Megarappel bekommt, empfand ich als Zeichen des Schicksals oder vielmehr des Universums. Und tschüss!

Ein neues Forum? Oh Gott – NEIN!!!! Ich hatte schon ein Angebot von @SAMUZ, in seinem Forum zu moderieren, mit Schrecken abgelehnt. Nee, also, es war schon erträglich….aber so schön, dass ich es noch mal haben müsste, war es nun auch nicht. Okay, wenn @Isabel & Co. Etwas eigenes auf die Beine stellen, würde ich mir das mit dem Mod-Job unter Umständen noch mal überlegen, aber nicht als Admina. Ich habe keine Ahnung von der technischen Seite, wittere aber enormen zeitlichen und finanziellen Aufwand. Dafür reicht mein bisschen verbliebener Forumsenthusiasmus nicht.

Und nun, @sine? Fanden Sie diesen Beitrag hilfreich?

;-)

Beste Grüße von einer inzwischen schon wieder gänzlich un-ärgerlichen
Zitro

von Isabel am 3.1.: Selbständigkeit?

Oh... ein eigenes Forum? Habt ihr das schon mal ernsthaft überlegt @Zitro? @sine? @matilda? @dt? @para?

Es ist natürlich überlegenswert, wenn ein Forum funktioniert und nur der, der es eigentlich erhalten soll, als einziger quer schießt, sich (quasi) selbständig zu machen.
Aber ist es vom technischen Aufwand her vertretbar, an solche Gründungsgedanken zu denken und wie ist es vom finanziellen Aufwand her gesehen?

???

Technisch bin ich ja ne Null und habe keine Ahnung, was dahinter steckt. Ich beobachte nur in anderen Foren, dass speziell bei den Admins immer schnell die Nerven blank liegen. Woran liegt das?
Und ist es wünschenswert, wenn sich ein Admin nicht am Forengeschehen beteiligt - sich also nur um die Technik kümmert? So viele Fragen.

Aber reizvoll ist der Gedanke allemal.
Mit finanzieller Unterstützung meinerseits siehts zurzeit eher traurig aus, sollte aber kein Dauerzustand sein, hoffe ich.
Mit meiner moralischen Unterstützung ist aber jederzeit zu rechnen!

;-)

Lieben Gruß von Isabel (die sich gerade alle möglichen nicknames ausdenkt … )

02 Januar 2007

lk

hallo @zitro,
hallo @Isabel,

ja mensch da geht es ja leider nicht so erfreulich zu bei dir in sachen lk-forum, @zitro. ich lese davon, dass dir auch der kragen geplatzt ist mit dem admin, mit großem interesse.

jetzt, wo es dir passiert, dass du mit dem forum brichst, zitro, da denke ich aber irgendwie doch scheinbar distanziert über deine aktuellen erlebnisse mit dem admin. irgendwie war es klar und die frage ist, was hast du dir versprochen vom forum.

wenn es so ist, wie @blaue unterhose geschrieben hat, könntet ihr ein neues forum aufmachen. ob es gelingt, weiß ich nicht. aber einen versuch wäre es doch wert, wenn... ja wenn!

warum?

hm

ich habe auch gern im forum gelesen, selbst als mir die themen schon über waren. liebeskummer ist ein thema, das nicht mehr meins ist - auch wenn ich vielleicht aus den augenwinkeln durchaus bei menschen sehe, übrigens in stark abgeschwächter version auch manchmal bei mir. was ich damit meine, geht über "was-wäre-wenn-gedanken" zum glück nicht hinaus und wird hier so lange nicht von mir thematisiert werden, wie ich mit monsieur eine ernsthafte beziehung führe - es sei denn, etwas würde GANZ groß platz greifen.

will sagen:

das forum ist eine sache, die mir fern liegt, obwohl ich nie vergessen werde, wie nah es mir einmal war. es liegt mir so fern wie wenn man sich als gesunder nicht mehr daran erinnern kann, wie es ist, wenn man grippe hat.

was JETZT noch spannend ist am forum, ist tatsächlich die ausdrucksstärke einiger postings, der umgang miteinander. diese art zu kommunizieren findet man in keinem buch wieder und auch nicht im fernsehen oder im gespräch. es funktioniert meines wissens nach auch nirgends so gut wie im lk-forum (worüber ich schon oft sehr traurig war, weil ich gerne über sinn-themen weiterdiskutiert hätte, nur halt nicht begrenzt auf liebeskummer).

dies ist es also, was sich zu pflegen gelohnt hat und was das lesen im forum angenehm erscheinen lassen hat - das miteinander. ich glaube, das thema "liebeskummer" war ein mittel, das dieser form, miteinander zu "reden", die bahn gebrochen hat: die menschen brauchen einen anlass, um miteinander zu kommunizieren.

auch dein anlass, @isabel, ist ein anlass.

ich finde es immer komisch, aber für mich persönlich dennoch sehr einleuchtend, dass menschen nie soooo fürchterlich in ihrem seelenleben wühlen können, wenn man sie direkt danach fragt. gibt es hingegen einen töpferkurs, ein glas rotwein oder eben ein liebeskummerforum, dann geht es.

für mich stand im leben schon immer das nachdenken über sinnfragen sehr im vordergrund. ich glaube also, dass das forum gerade deshalb funktioniert, weil es unter dem stern "liebeskummer" steht und weil menschen wirklich auf ihre grundfesten zurückgreifen müssen, um aus dem kummer heraus zu kommen. und DORT lese ich gern mit.

aber... ich würde keine hilfe leisten können (konnte ich noch nie).

ich würde NICHT täglich von schnullepulli und pupsimausi und kuschelbärchen und kleine_ume irgendwas lesen wollen (ehrlich gesagt nicht).

sag du es mir, @zitro: ist der mod-job überhaupt erträglich gewesen?

falls du dich verpflichtet gefühlt hast, dort zu helfen, dann ist es doch ganz gut, es bleiben zu lassen - nach einiger zeit.

irgendwie werde ich nicht schlau aus dem ganzen - wenn es die freundschaft (virtuelle freundschaft) mit den mods ist und vielleicht auch der glaube daran, dass forenkultur eine neue und durchaus ernstzunehmende art der kommunikation ist, dann mach mit den anderen ein neues forum auf.

gruß

sine

p.s.: glaub bitte nicht, zitro, dass ich mich jetzt über dich und deinen ärger erhebe. ich frage nur mal nach - ich selbst kann bestimmt dann auch besser verstehen, weshalb ich auch so mit leib und seele am forum gehangen hatte. :-)

von Isabel am 2.1.: Forumsphilosophie

Das tut mir Leid, dass du dich hast so ärgern müssen, liebe @Zitro. Klar ist das ärgerlich, was vorgefallen ist und am meisten ärgert man sich wohl, wenn man weiß, dass es anders, besser gehen würde - das trifft wahrscheinlich auf alle Lebenssituationen zu.

Aber wenn man sich ärgert, dann ist das doch vor allem ein Hinweis, dass man viel zu viel Emotionen investiert hat. Zumindest geht es mir immer so. Dann ärgere ich mich über mich selbst und dann ist der Ärger doppelt *g*

Aber diese Vorkommnisse und der Offline-Status des LK haben dazu beigetragen, dass ich mir so meine Gedanken darüber mache, warum ich dort überhaupt einlogge.
Weder habe ich meine eigene Geschichte je gepostet, noch habe ich akuten Liebeskummer. Vll ist diese Neutralität ja ein Argument für meine vermeintliche Nominierung.

Es ist eine Traurigkeit, die mich umgibt, und die ich nicht loswerden kann. Ich weiß nicht genau, wo sie herkommt - es kann sein, dass ich Vergangenes nicht richtig verarbeiten konnte oder kann, es kann sein, dass ich die vielen schönen Momente in meinem Leben nicht richtig zu schätzen weiß, vll bin ich auch nur zu dumm um zu begreifen, wie gut es mir geht.

Denn es geht mir gut und nichts steht mir im Weg, nichts hält mich auf, nichts dass mich schmerzen würde.

Dass die Liebe in meinem Leben eben nicht so rosarot läuft wie in den Sitkoms, daran bin ich schon gewöhnt. Sicher ist es meine eigene Schuld: ich verliebe mich gern in unerreichbare Männer. Sie sind wundervoll, hinreißend und perfekt, sie haben nur einen Fehler: sie sehen für mich keinen Platz in ihrem Leben.

Tja, das ist so und was soll’s.

Also eigentlich bin ich kein Kandidat für ein LK, weder als User noch als Mod.
Woran der Reiz an dem Forum für mich liegt? Es lag an der Wortwahl, glaube ich. Es gab mal eine Zeit, in der User regelmäßig wortreich und sinnreich schrieben, ansprechend und erheiternd formulierten.

Aber jetzt? Die "alten Hasen“ schreiben kaum noch und die neuen schreiben nichts Neues. Und so sehr die Geschichten zu Herzen gehen (könnten), so wenig wird auf stilistische Besonderheiten geachtet, auf die blumige Vielfalt einer Sprache, die ich so gern lese.

So etwas im Internet zu suchen, ist mehr als gewagt, ich weiß ;-)
Sicher kann man auch nach einem guten Buch greifen. Hm … vll sind es doch die authentischen Schicksale, die dahinter stehen, die mich immer wieder in Foren suchen ließen.

Daher: das Forum hab ich schon länger vermisst, auch als es noch online war. Falls ihr ein gutes kennt, sagt mir doch bitte Bescheid.

Liebe Grüße von Isabel!

01 Januar 2007

von Zitro am 1.1.: LK = LMAA (und jetzt wirklich)

Hallo und ein frohes neues Jahr auch von mir. Die frühlingshaften Temperaturen finde ich wunderbar, nur im LK-Forum herrscht Eiszeit. Und das gründlich. Im Moment hat der Herr Admin es geschlossen.

Alles begann gestern mit der erneuten Diskussion darüber, ob neue Mods benötigt würden. Wir waren wie immer der Meinung, dass erst noch grundsätzliche Dinge betr. Forumstruktur mit dem Admin zu klären seien, ehe man Newbies aufnimmt. Dem platzte daraufhin der Kragen und er drohte an, sich zu überlegen, ob man nicht alle Mods austauschen solle. Er hat den Beitrag zwar wieder gelöscht, aber wir hatten ihn gelesen. Die Anregung, dass man sich doch bitte gemeinsam im Chat treffen solle, wurde mit einer Rauswurf-Drohung gegen Initiatorin @Sternenzauber beantwortet.

Das war dann der Tropfen, der das Fass bei mir zum Überlaufen brachte. Ich setzte folgendes Posting in den Mod-Bereich und das darunter war für den öffentlichen Bereich bestimmt:

Um dem angedrohten Rauswurf zuvorzukommen, lege ich hiermit mein Moderatorenamt
nieder und verabschiede mich von diesem Forum, mit dem mich schon seit einiger
Zeit lediglich die Loyalität gegenüber den „alten Hasen“ hier verbindet.


Admin, ich weiß, wir sind dir ach so sehr zu Dank verpflichtet, weil du das Forum bei TOMs Weggang übernommen hast. Aber wie du immer wieder bemerkst, gibt es Probleme mit deiner Art von Führungsstil bzw. mit deiner Einstellung zu uns. Du siehst in uns kreisende Geier? Wir haben nur darauf gewartet, dass du mit uns redest. Das war nicht möglich. Es sei denn, wir haben so lange gepiesakt, bis du dich wieder einmal zu Besserungsschwüren oder einer Drohgebärde veranlasst sahst.

Es ist richtig: Dies ist dein Forum und du kannst damit machen, was du willst. Von jetzt an ohne mich.

Ich hatte eine schöne Zeit hier und das Schreiben hat mir sehr geholfen, als ich Hilfe brauchte. Aber alle Dinge haben einmal ein Ende.

Macht’s gut .

Isabel alias Zitro

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Hallo Forumsgemeinde,

auch ich sehe mich nicht länger in der Lage, im Forum meinen Dienst als Mod zu tun und melde mich ab.

Ich hatte eine schöne und aufregende Zeit hier. Das Schreiben hat mir sehr geholfen, als ich Hilfe brauchte, und die Ausübung des Mod-Amtes war eine schöne Herausforderung.

Aber alles hat seine Zeit.

Ich wünsche euch viel Glück auf eurem Weg.
Dass ihr den Partner findet, den ihr ersehnt. Und dass ihr euren Lebensmut nicht verliert, auch wenn es nicht klappen sollte.

So, genug salbungsvolles Gesabbel. Ich bin weg.

Ciao
Zitro

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Sofort nachdem die Postings gesetzt waren, war ich gesperrt. Genau wie
@verlassen? und @Sternenzauber. Unsere Abschiedspostings wurden vom Admin
gelöscht. Jetzt ist das Forum im Wartungsmodus. Er hatte im Modbereich aber
angekündigt, dass er es evt. ganz schließt. Es könnte also sein, dass es sich
erledigt hat.

Falls nicht, werden neue Mods gesucht. @Isabel, du warst im Gespräch. Sollte
sich der Admin bei dir melden, ein guter Rat: Lass die Finger davon. Man handelt
sich nur Stress ein und mit diesem Menschen ist keinerlei fruchtbare
Zusammenarbeit möglich.

Ich sehe gerade, ich habe die Formatierung vermurkst. Aber ihr könnt hoffentlich trotzdem alles lesen.

Viele Grüße von Zitro, die ab morgen wieder arbeiten muss.

von Isabel am 1.1.: Zuversicht und Freude für das neue Jahr

Allen ein fröhliches neues Jahr!
Freude und Zuversicht sind gute Wünsche und sie sollen immer bei euch bleiben.

Heute Morgen bin ich voller Zuversicht und Freude, es ist ein guter Tag, ein sanfter, ein freundlicher. Das kann am Frühlingswetter liegen oder daran, dass die Stadt nie so herrlich still ist, als wenn alle mit einem Kater liegen bleiben *gg*

Jedenfalls ist es mir gelungen, das Jahr mit gutem Willen und guter Stimmung zu beginnen, das wollte ich euch gern mitteilen und euch motivieren (und nein: ich bin nüchtern).
Es gibt Momente - so wie jetzt - die soviel Vertrauen und so viel Stärke bringen, dass ich mir sicher bin, alles zu können und alles zu schaffen, was ich mir wünsche.

Zwar soll gelebte Zuversicht nicht in unrealistischen Planungsoptimismus überschwappen,

;-)

aber bestimmt wisst ihr, wovon ich spreche: es gibt sie, die Tage, an denen man sich alles zutraut, an denen man sich selber lieben kann, an denen man weiß: Zukunft ist gestaltbar und sie beginnt jetzt!

Natürlich gibt es auch Tage, an denen man denkt, nie im Leben irgendwas auf die Reihe zu bekommen, aber die verdränge ich jetzt mal.

Es geht mir gut! Und das wünsch ich euch auch so sehr: diese Zuversicht und Freude.

Alles Beste und alles Liebe von Isabel!