Posts mit dem Label zukunft-wünsche werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label zukunft-wünsche werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

22 September 2008

lesson

...

was mir auch auffällt, ist, dass es mich doch ziemlich viel anstrengung - oder sagen wir: geduld - gekostet hat, meine hochzeit mit monsieur anzunehmen. im vorfeld hab ich sehr deutlich gespürt, wie ich mich an mein altes leben als single irgendwie geklammert habe. wie seltsam, dass man lieber behalten möchte, was man kennt, auch wenn man darunter gelitten hat!

was ich nicht kannte, ist, dass ich mich auf jemanden verlassen kann. dass ich mich bei jemandem länger als nur 3 monate wohl fühle. dass ich jemanden IMMER gut riechen kann. und dass ich einfach jemanden als beziehungspartner akzeptiere, der mir gut tut.

natürlich war ich dann, als die hochzeit tatsächlich über die bühne gegangen war, irgendwie in einem neuland: huch! nun war das alles eingetreten... wirklich?

als leichtestes lässt sich das thema "sich auf jemanden verlassen können" hinterfragen und in zweifel ziehen. da ich mich ja eigentlich nicht auf zweifel einlassen wollte, blieben die anderen themen ordnungsgemäß verschont und nur thema "sich verlassen können" blieb mir in der kehle stecken.

ich konnte meine zweifel und ängste nur ignorieren, denn ich setzte auf die zeit. die zeit hat aber nicht geholfen - oder vielleicht hat sie schon geholfen, aber das problem konnte die zeit allein nicht lösen.

monsieur hat mich mit etwas konfrontiert, das wahrzuhaben mir eigentlich - wenn ich noch "die alte" gewesen wäre (also die sine, die ich vor meiner hochzeit war) - nicht so schwer gefallen wäre. aber wie gesagt: da sitzt man auf einer scholle neuland und weiß nicht, was da passiert, wenn diese scholle nicht trägt...

monsieur hat mich damit konfrontiert, dass er nicht ehrlich zu sich selbst ist und dann eben als folge dessen auch nicht ganz ehrlich mir gegenüber. es geht eigentlich um ein thema, das in meinem leben (gottseidank) nicht soooo die massive priorität hat: es geht ums geld. und darum, dass monsieur und ich ja arbeiten gehen (sollten, wollten, müssten...). ich bin arbeiten, so ist es, aber monsieur eben nicht. und das war in meinen augen nicht richtig.

es KONNTE nicht richtig sein, denn monsieur hatte mich in das jahr 2008 mit den worten geschickt: "mach dir um geld keine sorgen, solche probleme haben wir im nächsten jahr nicht mehr". an meinem geburtstag bin ich dann schier verrückt geworden, denn nach wie vor waren 30 € für uns eine große summe und die haben wir uns - nach wie vor - mal wieder lieber gespart und ich habe eben doch keine kutschfahrt geschenkt bekommen, wie eigentlich mal von mir gewünscht.

ich habe auch viele macken, oder ein paar jedenfalls (und von einigen merke ich sogar auch etwas... ^^ ), aber wenn mir jemand etwas verspricht und es nicht hält, dann ist er für mich unten durch.

ich habe bis heute nicht herausgefunden, was da los ist bei monsieur. in meinem pathetischen verletztsein habe ich dann auch den ganz großen plan, den wir haben - nach neuseeland auszuwandern - wie eine luftblase platzen sehen. und direkt danach schien mir unser eigenes selbstverständnis zu platzen... dieses "sich auf einander verlassen können" war jedenfalls kaputt.

was tun?

ich dachte,ich wüsste, welche folgen sich ergeben würden. aber es kam anders.

ich hatte anfangs mich gegen diese schwäche von monsieur gewehrt. mal hab ich es auch ignoriert, aber meistens habe ich mich gewehrt. ich habe unter anderem auch mal wieder den frust dort abgelassen, wo er herkommt: bei monsieur. aber meine große überraschung, dass ich mit jemandem gesprochen hatte, wir über dieselbe sache gesprochen hatten, und dann aber die realität nicht der gemeinsam gesprochenen sache anzupassen ging, das konnte ich nicht glauben. mein eigenes leben schmiede ich ständig wie einen tiegel, monsieur hingegen tut dies (zumindest in dieser hinsicht) nicht.

will sagen: monsieur studiert noch immer, wenn auch erfolgreich. aber eben: langsam. und ich habe einen job, der nicht genug kohle abwirft, um zwei menschen zu ernähren. ich hätte diesen job vielleicht nie angenommen, wenn ich von anfang an gewusst hätte, dass monsieur als geldverdiener ausfällt. und ich hätte, ich könnte, ich wollte... hätte könnte würde, ja klar!

aber ich habe nicht. und nun stehen wir da. jeden monat zahlt meine mom uns geld und wir haben es eigentlich nicht so schlecht. nur: ich will kein geld von meiner mutter! und: ICH VERDIENE GELD, wieso herrgottsakra reicht das denn nicht?

lange habe ich daran gekaut, dass monsieur mir geldmäßig alles als "geklärt" dargestellt hatte und mir versprochen hatte, er würde seinen abschluss machen.

alternativen zum diplom oder so kommen alle nicht in betracht, und so plätschert ein monat nach dem anderen hin.

der märz 2008 war für mich dann der monat, wo ich endlich kapiert habe, dass die absichtserklärungen mit der realität nicht ganz kongruent sind. ich bin fast verrückt geworden. das war noch meine anfangszeit bei meinem zeitarbeitsjob, die zeit, wo ich meine taktik, mich ständig nur lächelnd und diplomatisch zu verhalten im job, gerade begonnen hatte aufzugeben, um tatsächlich mit den kollegen (die außerordentlich nett sind) gespräche zu haben. es ist für mich ein problem gewesen. man fragt auf arbeit offensichtlich auch nach dem lebenspartner - gerade, wenn man frisch verheiratet ist.

es war irgendwie äußerst erniedrigend, vor anderen selbst nicht verstehen zu können, wieso wir in einer finanziellen notsituation waren, wieso man ausgerechnet dann heiratet, wieso man dann nur einen pippifax-job ausübt und ob es einem denn dann WIRKLICH so toll bei der firma mit dem stern gefällt. mittlerweile glauben mir alle, dass es mir hier gefällt. und alle haben geschluckt, was ich geschluckt habe: dass mein mann nicht arbeitet.

und da, an dieser stelle, ist die zeit eben doch hilfreich: irgendwann glättet die zeit die harten kanten. auch das absurde wird durch das reale existieren normal.

dann hat meine familie aber ab juni die frage nochmal aufgeworfen, wieso monsieur nicht arbeitet und behauptet, ich müsse mehr druck ausüben auf ihn.

ich habe dann druck ausgeübt. im august, in unserem gemeinsamen urlaub, hab ich deshalb eine art heulkrampf bekommen. monsieur hat mir tod und teufel versprochen.

tja

jetzt im september habe ich festgestellt, dass ich mich meiner eigenen beziehung beraube, wenn ich diesen druck auf monsieur aufrecht erhalte. aus diesem grund habe ich zu monsieur gesagt, dass ich das jetzt kapiert hätte, dass ICH diejenige bin, die uns ernähren muss. und dass ich jetzt handeln würde.

ich musste mich dann noch einige wochen zwingen, und dieses wochenende habe ich endlich meine ersten (deutschlandweiten) bewerbungen versandt. nicht, dass ich mich vorher nicht auch schon beworben hätte. aber die bewerbungen zuvor waren eben ausschließlich in berlin gewesen. monsieur hatte sich geweigert, die stadt zu verlassen. begründung: er würde ja bald genug verdienen, bla.

mir ist jetzt stück für stück klar geworden: es gibt einen anderen weg als konfrontation, frust und verlust der gegenseitigen achtung.

aber ich habe einfach besonders lange dafür gebraucht, meinen "tiegel" wieder neu zu schmieden, da ich mit den versprechungen, die bisher nicht gehalten wurden, wie mit einem dämon zu ringen hatte.

ich habe immer versucht, nicht auf dieselben gleise zu geraten, auf der die ehe meiner eigenen eltern gelaufen ist. aber erst jetzt, wo ich sage: nein, ich kann monsieur nicht meine erwartungen als "gesetz" vorschreiben, erst jetzt kann ich monsieur überhaupt wieder erkennen. vorher WAR ich bereits genau in dem dilemma, in dem sich auch meine mutter (vermutlich) befunden hatte, wenn sie meinen vater kritisierte, ohne seine guten seiten anzuerkennen.

die guten seiten sind SEHR GUT bei monsieur. wer weiß, wohin uns der strom des lebens spült... aber dieser dämon namens "enttäuschte erwartungen" ist nicht mehr der mächtigste einfluss auf unsere beziehung. lesson learned (i hope so).

gruß

sine

19 Januar 2008

lächeln

es gibt neuigkeiten: ich habe einen job!

ich habe am vorletzten mittwoch einen vertrag mit einer zeitarbeitsfirma unterschrieben. ich bekomme kaum mehr als den aktuell diskutierten mindestlohn, aber der auftraggeber ist die firma aus stuttgart mit dem stern, und wie erhofft ist der arbeitsplatz und das aufgabengebiet superinteressant.

nicht, dass ich jetzt plötzlich nen mercedes haben möchte ;-)... aber es handelt sich halt um ein internationales unternehmen mit den entsprechenden tools, dem entsprechenden flair und der entsprechenden kantine.

:-D

ich sitze in einem büro, das nur für 2 leute ist. es gibt also keine großraumbüros wie bei ei. ich muss zugeben, es ist angenehmer in einem solchen zweimann-büro zu sitzen! hinzu kommt, dass ich nach ein paar tagen meinen büro-genossen doch zu mögen begonnen habe.

mein vorgesetzter ist ein riesen-dicker, sehr bodenständiger und blitzgescheiter schwabe. ich fand ihn von anfang an sympathisch, und erfreulicherweise scheint er mir ebenfalls äußerst zügig zu vertrauen. ich habe gestern, als die wöchentliche team-besprechung beim chef stattfand, tatsächlich auch ein wirklich fettes (!) lob erhalten von meinem vorgesetzten.

"ich muss hinzufügen, und das sage ich mit vollem ernst, ohne frau sine wären wir mit dem vertrag noch lange nicht so weit, wie wir jetzt sind. wir kommen gut voran und frau sine hat daran einen ganz wesentlichen anteil."

das hat er gesagt.

ich dachte, ich fall vom stuhl... *g*

monsieur hat mal gesagt: "es muss jemanden geben, der jemanden mit genau deinen fähigkeiten braucht und sucht, und der dich dann auch zu schätzen weiß". ich gehe jetzt einfach mal davon aus, dass mein chef und mein vorgesetzter diese welchen sind, die mich brauchen und schätzen.

mein blick reicht dennoch nicht in die höchsten sphären, also ich meine: ich mache mir jetzt keine hoffnungen, die so groß sind wie meine hoffnungen damals bei ei.

unvergessen natürlich, wie ich auch bei ei am anfang alles ganz super fand und dann auf dem arsch gelandet bin...

doch beides zusammen - die vergangenen erfahrungen bei ei und die eine woche bei der firma mit dem stern - ergibt für mich ein sehr angenehmes fazit: die 2 1/2 monate, die mein zeitarbeitsvertrag läuft, sind gebongt.

und weiter denke ich einfach nicht.

:-)

so beginnt das neue jahr unverhofft für mich mit einem völlig neuen lebensabschnitt: ich bin zum ersten mal richtig angestellt. natürlich - das steht ja schon weiter oben - bin ich nur auf zeit angestellt blablabla und so weiter und so fort. dennoch ist JETZT (!) das eingetreten, auf das ich schon so lange hingearbeitet hatte: ich studiere und ich habe einen festen angestellten-job.

fest nur für 2 1/2 monate, ja. so what - als anwältin wäre ich über ein mandat, das mir ein sicheres einkommen für 2 1/2 monate beschert, schon sehr erfreut gewesen!

noch immer sitzt unsichtbar für alle andere auf meiner nase die brille, durch die ich als (ehemals) selbständige die arbeitswelt betrachtet hatte. und vermutlich ist es dieser brille geschuldet, dass ich meinen arbeitsplatz mit einem riiiiiiesigen schreibtisch und einem funktionablen compüterchen und einem schicken intranet und einem phänomenalen besprechungszimmer und einer nicht zu winzigen teeküche und edlen sanitären anlagen als eine bereicherung empfinde. für alle diese dinge habe ich früher bares geld bezahlen müssen, hier aber wird es gestellt. das ist mir wichtig, und wenn ich sehe, wie meine kollegen damit umgehen, dann stellt sich bei mir die vermutung ein, dass sie nicht so sehr diesen blick haben, der mich derzeit so glücklich macht.

meine kollegen scheinen gut zu verdienen - ich habe dennoch den eindruck, dass ich keine solchen idioten vor der nase habe wie damals bei ei (teilweise), die beleidigt sind, wenn man ihren materiellen werten keinen respekt und erst recht keine bewunderung bemisst.

die fehlende bewunderung meinerseits für die achsowahnsinnigunglaublichen werte *hüstel*, die andere in wirklich sicherlich äußerst schweißtreibender arbeit mühsam erschaffen haben, mache ich als ein kernproblem aus, das mich damals bei ei fast in die knie gezwungen hat.

in diesem sinne habe ich jetzt auch einige vorsätze gefasst, um mich möglichst unauffällig einfügen zu können oder zumindest, um weniger angriffsfläche zu bieten:

ich habe mir geschworen, möglichst die zeit für mich arbeiten zu lassen. damit meine ich, dass ich nicht dauernd eine antwort gebe, sonderen lächele.

dazu gibt es bereits eine anekdote: beim bewerbungsgespräch hatte ich den vorgenannten vorsatz bereits gefasst gehabt und saß da im gespräch, ohne massig viel worte zu machen. ich lächelte und vertraute einfach mal darauf, dass das ok war. am ende des gesprächs kam dann die frage, ob ich mir den skizzierten job zutrauen würde, und ich sagte kurz und knackig "ja"... ok, und dann hab ich noch zwei argumente geliefert. aber jetzt kommt's: mein chef meinte anschließend, ich solle aber nicht traurig sein, wenn ich nicht ausschließlich den zuvor skizzierten job machen würde. es sei durchaus mal so, dass man mir auch einfachere tätigkeiten auftragen würde.

ich: LÄCHEL LÄCHEL

mein chef und mein vorgesetzter: unruhig werd....

da sprang mein vorgesetzter ein und meinte, dass kaffeekochen oder saubermachen mit "einfacheren tätigkeiten" selbstverständlich nicht gemeint sei!

also:

ich würde sagen, die lächel-taktik hat sich schon ein klein wenig bewährt!

offen gestanden: ich hab nicht mal ansatzweise nachgedacht und mich ausschließlich auf meine lächel-taktik konzentriert. anscheinend wirke ich aber tatsächlich schon ausreichend souverän. mein monsieur meint ja sogar, die hätten bestimmt angst vor mir gehabt.

;-)

sooo

in der letzten woche gab es dann am donnerstag eine mittagspause, in der mein vorgesetzter und ich alleine in die kantine gegangen sind. er bot mir auch gleich das "du" an - ich war trotzdem auf der hut. das gespräch zeigte sich dann als ziemlich ernstgemeintes und ehrliches gespräch mit dem thema "wie stehst du zu job und arbeit". mein vorgesetzter ging in vorlage, nachdem ich mich mit allgemeinen phrasen, dass es mir in der ersten woche natürlich gut gefallen würde, erstmal aus der pflicht gezogen hatte.

mein vorgesetzter meinte, er hätte zuvor einen job gemacht, bei dem es die pure langeweile gegeben hätte. er erwähnte dann, dann er schließlich das gefühl bekommen hätte, dass ihm manche blöde gekommen seien, und dann schilderte er, wie er nach vorne den strebsamen gemimt hatte und nach hinten privat-zeug erledigt hätte auf arbeit.

ich war natürlich wachsam.

ich war nicht geneigt, jetzt aus dem nähkästchen zu plaudern, noch nicht einmal, wenn man mal überlegt, dass ich schon ein ziemlich arbeitswütiger mensch bin und eben meist mehr auf arbeit tue und keinen kopf für andere dinge habe - denn mit meiner strebsamen fleißigen art bin ich ja auch schon angeeckt. man weiß ja nie, welchen film die anderen zu laufen haben! also hab ich nett gegrinst, taktik, taktik.

aber ich kann auch wirklich nicht lügen. ich habe dann erzählt, dass MICH ein ruhiger job glücklich machen würde! dass ich als anwältin dauernd und immer wieder neue sachverhalte auf dem tisch hatte, dass mein leben zwar aufregend, aber einfach zu anstrengend war, und dass ich mir nichts sehnlicher wünschte, als dass verantwortung, die ich zu tragen hatte, nicht nur allein auf meinen schultern lastet!

er fragte dann, wie es war und was ich als anwältin genau gemacht hatte.

zu dieser frage hatte ich mir eigentlich vorgenommen, viele allgemeine phrasen abzusondern und niemanden mit meinem faible für strafrecht zu erschrecken. aber weil ich nicht lügen kann, und weil ich mich nach kurzem überlegen dafür entschieden hatte, dass mein vorgesetzter ein loyaler und hoffentlich nicht so durchgeknallter typ ist, hab ich dann schon erzählt, was ich so gemacht habe. es hat ihn nicht geschockt, sondern es hat ihn interessiert.

und da es einen tag später beim chef das fette lob gab, denke ich, es hat gepasst.

also damit will ich folgendes sagen:

"es hat gepasst" ist in meinem leben selten genug eingetreten. wen gibt es auf meinem lebensweg, der mit meiner lebensweise, mit meinen sichtweisen und mit meinen prinzipien wirklich etwas anfangen konnte?

mit einer der wenigen personen, die nicht ausflippen vor begeisterung, aber dennoch interessiert sind (äh, sogar sehr interessiert *g), bin ich zusammen. und dann gibt es noch (sehr wenige) freunde - genau 2 freunde, um genau zu sein. meine beste (und einzige) freundin in berlin und meine freundin aus augsburg, mit der ich ja zusammen studiert hatte.

punkt!

viele menschen haben sich jedoch verwirrt gefühlt von mir. und bei ei haben sich sogar einige vor den kopf gestoßen gefühlt - von meinem leben vielleicht nur teilweise, aber dann letztlich auf jeden fall von meinen einstellungen und meiner art.

es war insofern ganz schön heikel, von meinem anwaltsjob zu berichten.

nun, ich werde das auch nicht gerne wiederholen!

:-)

ich bleibe bei meiner lächel-taktik, aber manchmal quillt halt soch ein wort oder gar eine ganze antwort aus mir heraus, und dann möchte ich den weg zurück zu meinem lächelnden etwas wiederfinden... zeit für sich arbeiten zu lassen, das möchte ich lernen. learning by doing... das ist ganz schon aufregend, finde ich.

gruß

sine

19 Oktober 2007

von Isabel am 19.10.: von der Leber weg ...

… da kann ich nur beipflichten, denn zu lesen was Wochen her ist, kann oft mehr deprimieren als nutzen, nicht?

Zu oft denke ich mir, nein, das war ich ja gar nicht, das kann nicht sein *g*
Aber vll sollte ich solche Symptome nicht zu sehr im Detail erzählen *gg*

Ein Hallo an das Blümchen.

Ich bin Isabel, und ich bin die, die eigentlich keine Probleme hat. Wenn nur dieses EIGENTLICH nicht wäre. Mein Job ist es, die Menschen zu beobachten. Wenn ich aus ihren Fehlern auch lernen könnte, wäre mein Leben noch viel feiner.
Aber das ist es eigentlich auch so. Eigentlich …

Wenn ich Menschen beobachte, dann merke ich oft, dass diejenigen, die den geringsten Grund zur Klage hätten, oft die größten Probleme haben - mit sich selbst.
Oder Probleme verursachen, wenn sie keine finden.

Ein spannendes Phänomen. Finde ich.

Je mehr man mit sich herumschleppt, desto mehr scheint sich die Fähigkeit zu entwickeln, bescheiden und dankbar die alltäglichen kleinen Dinge anzusehen. Das weiß ich durchaus - auch mir ging es schon sehr schlecht.
Und dennoch scheine ich nicht viel daraus gelernt zu haben.
Weil ich nicht fähig bin, es ausgiebig zu genießen, dass es mir jetzt gut geht. Und es geht mir gut. Nur gut. So gut, dass es eigentlich schon wieder unnatürlich ist.

Das bin ich auch: ich versuche aus allem zu lernen und alles zu hinterfragen. Das ist anstrengend. Für mich weniger als für die Menschen um mich.
Privat gibt es zwar nicht mehr viele, die um mich sind, aber in Wahrheit bin ich sowieso mit dem Job verheiratet. Das ist verlässlicher und planbarer als jede Beziehung.

Was ich hier im Blog mache? Ich lerne.

Jeden Tag und jedes Mal lerne ich von euch, wie man tapfer sein kann und wie bescheiden. Wie man liebenswert bleiben kann in problematischen Situationen.
Ein bisschen kenne ich das Leben von @sine und @matilda und sie haben meine Bewunderung, wie sie es schaffen und mit allem fertig werden.
Und auch du @blümchen hast Dinge erlebt, die sich meiner Vorstellung entziehen und mich nur staunen lassen.

Was ich mir erhoffe? So was wie ein besserer Mensch werden? *gg*
Nö, das hab ich aufgegeben. Zurzeit befinde ich mich gerade in einer Phase, in der ich mich unter keinen Umständen für andere verbiegen möchte. Was ich tu, mach ich entweder sehr gern und vom Herzen und unaufgefordert oder ich lass es.
Es gibt niemanden, der auf mich angewiesen wäre und es gibt niemanden, dem ich verpflichtet bin - außer vll meinem Chef.
Da dass aber der liebste Mensch ist, den ich (real) kenne, stellt auch das kein Problem dar.

Wenn ich das jetzt so lese, dann lebe ich wohl im Paradies und hab es bisher nicht gemerkt.
Wie ignorant von mir. Ja, ja, so bin ich auch …
und grüß euch alle lieb.

*umärmel*

Isabel!

28 September 2007

von Matilda am 28.9.: loslassen = aufgeben?

guten tag am freitag (halleluja!!!),

es fällt mir aus unerfindlichen gründen schwer, auf deine letzte post zu antworten, liebe sine, und ich hab das unbestimmte gefühl, dass ich, wenn überhaupt, dann bestimmt das falsche sage.

vielleicht liegt das daran, dass ich mich immer durchgekämpft habe und seit eh und je ein problem mit dem loslassen habe. weil für mich dieses loslassen so einen bitteren niederlagen-beigeschmack hat. ich weiss schon, dass das nicht so ist. keine ahnung, warum ich es trotzdem so empfinde: ehrgeiz? sturheit? naivität?

keine ahnung.

ich habe vor langer zeit damit aufgehört, die richtungsänderungen in meinem lebensweg zu rechtfertigen. es ist mein credo, dass man manchen dingen ihren lauf lassen muss. mein bester freund sagte erst kürzlich zu mir: "deine losen enden finden doch immer irgendwie zusammen, ich habe nie verstanden, wie du das machst, aber dass es so ist, ist mir oft aufgefallen".

wenn damals, als du so viel im lk-forum geschrieben udn dann monsieur getroffen hast, dieses loslassen im endeffekt genau das richtige gewesen ist -

warum sollte es dann diesmal anders sein?

vielleicht empfinde ich es auch einfach nur nicht als "loslassen". sondern als bereitschaft, sich manchen gegebenheiten des lebens eben anzupassen, anstatt sich dagegen zu sträuben.

als ich mal in versuchung kam, einen knielangen rock anzuprobieren, sah ich mich im spiegel und wusste sofort: das ding ist nicht für mich gemacht.

nicht: ich hab die falschen beine.

verstehst du, was ich meine? dieses bwl, das ist halt nix für dich. ich hab's nie ganz begriffen, wie weit weg ist schliesslich ein zu schreibendes buch, ein zu programmierendes spiel, ein leben ohne neumodernen stress und hektik von bwl?

eben. verdammt weit.

mach', was dich glücklich macht.

ich wünsch dir viel glück dabei.

alles liebe.

matilda


14 September 2007

gefühle

hallo!

Matilda: oh das klingt ja auch mal recht nett, wenn du schreibst, dass deine mutter dich kulinarisch verwöhnt hat.

Matilda wrote:

nachdem ich bei meinen eltern ein paar tage flach gelegen und mich von meiner mutter kulinarisch verwöhnen hab lassen


das klingt übrigens schon (!) interessant für mich, dass es so spannend ist, mutter zu werden. von den hormonschüben habe ich gehört, aber weißt du, meine freundin in augsburg hat ihr muttersein immer etwas runtergespielt. ich hab dann nur die spitzen ihres (teilweise auch leidens-)weges mitbekommen. aber selbst sie hat erwähnt, dass man psychisch teilweise sehr gut drauf kommt.

dem steht ja nach der geburt dann auch der kalte entzug gegenüber... *g*

aber nunja, 9 monate hormone sind schon fein.

Matilda hat noch mehr geschrieben, z.b.:
@sine: nicht unterkriegen lassen, auf den bauch hören beim bewerben und selbstbewusst bleiben


ja danke für deine worte. ich werde es versuchen. ich muss aber einräumen, es gibt tage, da zieht es mich in enorme tiefen, diese bewerbungsphase. allerdings an anderen tagen ist es auch primabestens. anscheinend ruckelt bei mir das bewerben halt am selbstbild. mal sieht es besonders gut aus, mal besonders schlecht. ich wünschte, dieses geruckel würde mal aufhören...!

aber ich hab doch letztens im kino einen interessanten gedankenansatz bekommen. wir hatten evan allmighty geguckt. dort sagt "gott" zu einem der protagonisten, dass man sich eigentlich nicht zu wundern braucht, wenn man herausforderungen erlebt im leben. er begründet das so:

wenn man betet und sich beispielsweise wünscht, dass die familie näher zusammenrückt, dann brauche man nicht zu denken, dass gott friede, freude, eierkuchen schickt. sondern - so gott in dem film ^^ - es könnte auch situationen "geschickt" werden, die einen eben mehr oder minder zwingen, die gewünschte eigenschaft zu erwerben.

ähm

also ob es eine eigenschaft ist, die man erwerben kann, oder was genau eine herausforderung bringen soll / kann, wurde aber nicht so genau erläutert. da kann sich jeder seinen eigenen reim drauf machen. ich mache mir halt den reim so, dass es einem etwas zeigt.

ja ich weiß, es ist nur ein film. und nein, nein, nein, ich mache hier keine werbung für gott. *kicher* als pfarrerstochter finde ich das zeigen von gott auch relativ heikel und habe vermutlich doch recht große innere distanz zu der story des films. aber... den gedanken finde ich nicht übel!

meine rede...!

also ist das warten auf die antwort auch eine herausforderung. und wenn ich schreibe, wie sehr mich das warten packt und mal in die richtung drängt, mal in die andere, dann IST es für mich auch eine herausforderung, und dann betrifft diese situation auch ein thema, das ich in meinem inneren noch nicht bewältigt habe.



es ist immer toll und mitreissend, wenn jemand anders seine eigenen herausforderungen annimmt und bewältigt. Matilda: ich denke, das tust du gerade. du bist 100% in deiner problematik mit der krankheit deines vaters drin und du hast jetzt auch die situation, dass mit deiner beziehung alles 100%ig auf dich einwirkt.

nunja, das mutterthema scheint mir noch nicht 100%ig bei dir angekommen zu sein, aber vielleicht kann ich es ja ein wenig weiter betreiben. *g*

immerhin hab ich ja schon etwas den verdacht, dass meine unsicherheit in dieser bewerbungsphase mit meiner mutter zu tun hat.

wenn es mir schlecht geht, dann habe ich einen ganz seltsamen gedanken: ich frage mich dann, ob es sein kann, dass meine mutter mir wirklich so das selbstvertrauen geraubt (alias zugekleistert) hat, dass ich es nicht aushalten kann, dass ich nicht weiß, ob ich nun einen job bekomme oder nicht.

das ist nicht vorwurfsvoll gemeint, sondern nur ein versuch, die vielen teilgedanken und ansätze irgendwie zu formulieren - ich möchte nicht die frage nach der schuld ein meiner aktuellen situation (gefühlsmäßig meine ich) verteilen.

ich suche nur nach dem zipfel von dem roten faden, der mich aus dem wirrwar der zweifel herausführt.

übrigens bin ich durch die kostenrechnungsklausur durchgefallen - mathe muss ich noch gucken (also da waren die ergebnisse noch nicht da). es ist sicher kein schönes gefühl, aber irgendwie nur ein kurzer schmerz. ich habe einfach vorgesorgt! mit meinem fernstudium kann ich mir verhauene klausuren derzeit ja leisten - sie werden nicht angerechnet. ich bekomme also keine maluspunkte!

Isabel, wie ist es denn mit den vergangenen prüfungen bei dir gelaufen? da ich nichts weiter gehört hatte, hoffe ich, dass es ok war für dich! erzähl ruhig mal, du wackere kämpferin an der front der "gegen-den-lebenslauf-strom-schwimmenden"...!



also denn... salü!

gruß

sine

23 Juli 2007

planzen mit blättern

hallo fee,

das verstehe ich gut. ich denke, in diesem jahr ist bereits unglaublich viel in diesem blog geschrieben worden. wenn wir nach der anzahl der postings pro jahr gehen, die in diesem blog bisher produziert worden sind, würd ich denken, jeder von uns braucht nur noch wenige postings zu verfassen, dann haben wir denselben schnitt von letztem jahr.

und letztes jahr waren wir noch mehr bloggerinnen und blogger.

und letztes jahr war dieserblog noch nicht so alt...

irgendwann verlässt uns dieser blog vielleicht, liebe leute. ich denke über diesen umstand so, dass ich es nicht traurig finden würde, obwohl ich es liebe, meine gedanken zu teilen.

der nachteil (für mich) wäre jedoch, dass ich mich vielleicht auch verschließen würde. dass ich mir den gedanken "ja DAMALS war ich noch voller ideen und hatte drang zu schreiben..." leisten würde und vielleicht einige jahre pause einlegen würde in meinem streben nach problemlösungen. motto: ich hab keine probleme, denn ich denke nicht mehr drüber nach.

hallo auch an dich, isabel.

isabel! du sprichst mir pfeilscharf auf den punkt mein thema an:

Wie immer deine Klausuren ausgehen, sie bringen dich ein Stück weiter. Selbst wenn die Note nicht positiv sein sollte, so weißt du dennoch mehr [...]


ich kam heute von der klausur (nur einstündig! lachhaft kurze prüfung also) heim und die frage, warum ich das eigentlich mache - ich meine: warum ich dieses studium mache -, war plötzlich da wie ein großes tuch, was genau vor meinen augen aufgespannt worden ist (in roter warnfarbe mit weißer schrift, wenn ihr genauer wissen wollt, wie diese frage sich mir gestellt hat *hihi*).

ernsthaft!

ich hätte diese fragestellung wegwischen können und mir sagen können, das zweifel am studium ja normal sind, wenn die klausur schlecht gelaufen ist.

aber durchhalteparolen waren gestern. heute versuche ich, immer herauszufinden, ob sich mir ein echtes anliegen präsentiert oder ob ich vielleicht wieder auf irgendeinem meiner kleinen trips bin...

diesmal tendierte ich geraume zeit zu der ansicht, dass es meine mutter war, die in meinem kopf wie mit einer spielzeugpistole diese nachricht in großen lettern aufpoppen lassen hat. motto: 'du schaffst es sowieso nicht'.

der gedanke, dass es meine mutter ist, die gar nicht in der realität so etwas zu mir sagen muss, sondern die in meiner vorstellung bereits verächtliche und verletzende "wahrheiten" von sich gibt, war so unangenehm, dass ich ihn dann eigentlich nicht weiter zulassen wollte.

aber dann hab ich eine weile rotiert - monsieur ist dann immer ganz groggy, wenn ich meine gedanken verbal äußere und ihm alle gedanklichen ansätze präsentiere, die natürlich spontan sind und auch gern wieder verworfen werden.

am ende hatte ich tatsächlich etwas gelernt, was mich (wie immer) deshalb erstaunt hat, weil es so einfach war. und dennoch war ich an diese sichtweise nicht herangekommen (mit dem herzen). aber jetzt!

der gedanke war (und ist) folgender:

warum studiere ich eigentlich? und: warum studiere ich eigentlich ein fach, was mich nicht wirklich interessiert??? grund nr. 1: flucht vor meiner identität als anwältin. (zwischenfazit: das hätte ich auch anders hinbekommen können, meine kanzlei dicht zu machen, und hätte dazu nicht bwl studieren müssen - aber anders hatte ich es mir vor meiner lieben mutter halt nicht getraut damals). grund nr. 2: ich finde es schön. so schmerzhaft die herausforderung dieses (und wohl jedes) studiums auch ist (gerade, wenn man scheisse klausuren schreibt *seufz*) - es ist auch aufregend. ja! im unterschied zum beruf kann ich mich nicht herausreden. ich kann mich nicht auf meine nischen verlassen. nein, ich werde gefragt, was ich kann, und manchmal muss ich dann glasklar erkennen, dass ich gar nicht alles kann.

ich muss zugeben, als anwältin hab ich gerade dadurch, dass ich mich so schnell in verschiedene themen einzuarbeiten hatte (insbesondere für strafprozesse, in denen sachverständige zu befragen und kritisch zu durchleuchten waren), irgendwie anscheinend den latenten eindruck bekommen, ich könnte theoretisch alles leisten.

vielleicht war es auch nur dieses "erwachsensein", also dieses ewige für-sich-selbst-einstehen, was einen einfach hart werden lässt gegen zweifel und einen veranlasst, sich auch mal für dinge zu loben. das zeitfenster ist einfach zu klein, um sich dauergrübelnd in die ecke zu verziehen... und es wird ja auch nicht erwartet und es scheint auch nichts zu bringen.

jetzt hingegen bin ich offen wie eine wunde.

das studium ist grausam anstrengend. isabel: auch mir glauben leute dinge nicht. die frage, ob mich mein studium interessiert oder ob es sich lohnt, kommt (zum glück oder zum unglück) nicht oft auf - vermutlich ist mein studium zu rational. oder ich höre einfach bei solchen fragen nicht richtig hin.

aber was mir leute nicht glauben, ist, dass es sau-anstrengend ist. dass ich wirklich zur uni rase wie ein geölter blitz, dort ebenfalls wie ein geölter blitz von vorlesung zu vorlesung kurbele (die ja nicht etwa alle innerhalb ein und desselben gebäudes in berlin stattfinden) und dass ich zwischendurch mit humor oder auch mit selbst ausgedachten hintergrundfragen in den vorlesungen zuhöre wie eine verrückte.

das studium erscheint mir richtig futuristisch in dieser (einen) hinsicht, dass so wahnsinnig viele informationen in so kurzer zeit eingeholfen werden (sollen).

also nochmal:

warum das alles???

und auch deine frage, isabel (die du mal vor vielen postings gestellt hattest): warum DIESES studium?

nun, es gilt, mir diese frage möglichst ohne dieses blöde riesen-transparent, das die imaginäre mutter in meinem kopf schon gleichmal für mich aufgespannt hat, zu stellen.

warum willst du, sine, dieses studium?

nun, von der flucht vor meinem dasein als anwältin als grund (= grund nr. 1) ist ja nicht mehr viel übrig geblieben. ich werde dahin nicht zurückkehren, solange ich dazu keine lust habe, und das ist so und dazu brauch ich nicht kostenrechnungsklausuren in einem anstrengenden bwl-studium zu schreiben.

aber grund 2...? ja, ich finde es schön. ja ich mag diese herausforderung. und ja, ich sehe meine langsam keimenden lernzuwächse wie eine planze an. hier hat sie ein blatt getrieben, dort hat sie (meine mathe-pflanze meine ich) noch ein kleines blatt getrieben... wird das neue blatt denn wohl auch so schön wie das alte? oder wird es noch schöner vielleicht?? wie groß wächst meine mathe-pflanze denn wohl? was braucht sie - pflege ich sie richtig? wo stelle ich sie hin, wenn mein studium (so oder anders) eines tages zu ende ist?

es ist so, dass ich in diesem semester fortschritte gemacht habe - ja fortschritte. in mathe!

ich habe mir doch letztens unterlagen von meinen ersten beiden semestern angeschaut. mein gott, ich habe vom ersten tag meines studiums gleichungen aufgeschrieben, in denen ich ableitungen geschrieben habe! und ich hab sie nicht verstanden. ich konnte mir nichts darunter vorstellen, ich konnte die notationen nicht verstehen, ich konnte diese "sprache" nicht verstehen, die mathe nunmal ist.

mir fiel heute ein, dass mathe für mich so panik-besetzt war in meinem bisherigen leben, dass ich noch nicht einmal fähig war, einen prozentsatz rückwärts auszurechnen (also: ich wusste nicht, wie man aus einer brutto-summe die mehrwertsteuer herausrechnen kann).

vieles in meinem leben war so, also ob ein weißes tuch darüber gelegen hätte: man kann erkennen, dass da etwas hinter dem tuch ist. manchmal sieht man umrisse, oder man lässt auch nur seine fantasie spielen.

aber ich habe es nicht nur nie gekonnt, nein, ich habe es auch nie GEWAGT, dieses weise tuch über allen mathematischen themen für mich (!) zu lüften.

dieses weiße tuch war doch nur eine der vielen grenzen, die mir mein inneres aufgezeigt haben mit meinen ewigen inneren litaneien "das-kannst-du-doch-nicht", "das-bist-du-eben-nicht", etc.

dieses weiße tuch ist jetzt gelüftet.

blöderweise sehe ich dann nicht automatisch scharf, was mathe denn nun ist und wofür ich (!) es genau brauche in meinem künftigen leben.

aber ich sehe, wie die indizes und griechischen buchstaben zu sprechen beginnen. sie erscheinen mir jetzt freundlicher, und auch, wenn die angst noch da ist, dass ich in dieser neuen mathe-welt versagen und untergehen kann, so komme ich mir ein bissi wie im wunderland vor.

da eine blüte. hier ein lichtschimmer.

und ich kann ja jederzeit zurück in mein altes anti-mathe-leben!

ich will hier kein plädoyer halten für lernen. aber ich selbst erlebe einfach etwas, was ich mir auch nicht so ganz logisch klar gemacht hatte, als ich mein studium begonnen hatte: ich erlebe, dass die welt größer ist, als ich bisher erkannt hatte.

und ich erkenne, dass die alten geister, die mich am boden gehalten haben, plötzlich recht niedlich aussehen - und bald werden sie verschwunden sein, so wie mein unfreundlicher herr selbstzweifel schon lange im exil verschwunden ist.

so

und das transparent, dass die imaginäre mutterperson in meinem gehirn schon entrollt hat, hängt plötzlich vor dem falschen fenster!

ich interessiere mich nicht mehr primär für die frage, wo "das alles" hinführen "soll". ich interessiere mich endlich wieder nur für die frage, ob es mir gutgeht mit meinem lebensweg.

ich will dabei aber nicht behaupten, dass ich heute nachmittag dann gleich den stein der weisen gefunden habe und nun ganz genau weiß, wo sich in meinem leben der spreu vom weizen trennt.

aber: ich sehe, dass ich durchaus zufrieden bin.

und: ich sehe, dass ich mir fast alles hätte kaputtmachen lassen von meinen eigenen ängsten. von meinem missverständnis, dass prüfungen mich an einer nicht sichtbaren und grausamen messlatte messen.

es ist so, wie du geschrieben hast, isabel: diese prüfungen sind situationen, in denen ich auf jeden fall einen nutzen erhalte.

vielleicht meintest du diesen nutzen mehr auf das fach bezogen - nun, diesen nutzen sehe ich natürlich auch. gerade heute hat meine mathe-pflanze wieder neue triebe bekommen, so schmerzhaft sie auch für mich in die wirklichkeit gekommen sind (denn ich musste nach verkackter klausur monsieur fragen, wie es denn nun richtig gewesen wäre... aua).

aber ich sehe auch, dass diese innere not, die man nunmal in prüfungssituationen empfindet, mir keine dunklen abgründe präsentieren. sondern dass das, was da offengelegt wird, vieeeel gesünder ist als das, was mir in anderen notsituationen des lebens von meiner psyche gezeigt worden ist.

hm

außerdem... hab ich mir vorgenommen, schriftstellerin zu werden, wenn ich durchfalle durch meine klausuren.

*hihi*

so... sehe ich also diese klausuren. danke, isabel, dass du mir sozusagen das stichwort gegeben hattest.

gruß

sine

von Isabel am 23.7.: Sofaphilosophie

Ein spätes *daumendrück* für deine Klausuren, liebe @sine!

Zu dieser Jahreszeit noch Prüfungen zu schreiben, ist schon brutal und ich nehme es zum Anlass wieder einmal darüber zu philosophieren, warum man es macht und welche Lehren sich daraus ziehen lassen.

Dazu darf ich auf diesem gemütlichen Sofa Platz nehmen und mich ausrasten und nachdenken ...

bestimmt ist es auch für den, der nicht nach einem vorgegebenen Regelstudienplan studiert, vorstellbar: wenn man etwas Neues beginnt, sich beweisen muss und etwas leisten soll oder will oder muss.
Es ist so, wie wenn man einen neuen Job beginnt, neue Freunde findet, in eine neue Nachbarschaft zieht oder ein unbekanntes Land durchwandert:

man weiß nicht, was einem erwartet, man erlebt es und lebt inmitten einem Abenteuer, das immer nur den Zweck hat, sich selbst besser kennen zu lernen und zu verstehen.
Wie das Leben eben, solange man sich ihm nicht verschließt.

Wie immer deine Klausuren ausgehen, sie bringen dich ein Stück weiter. Selbst wenn die Note nicht positiv sein sollte, so weißt du dennoch mehr: schließlich hat der Test keine Null Punkte gebracht.

Wie immer es auch ausgehen mag: du kannst etwas und du hast etwas, das vorher noch nicht da war. Es ist wie ein Schatz ....

Ich hoffe ja noch immer, dass sich bei mir durch die Ansammlung dieser Schätze der ultimative Überblick einstellt und das AHA-Erlebnis ein permanentes wird *gg*

Natürlich hat es nie aufgehört, dass ich dafür belächelt werde und mir mit Unverständnis begegnet wird – unaufgeforderterweise.

Der Hinweis, ich mache das alles nur zum Zeitvertreib, weil ich es beruflich nicht verwerten könne, stört mich sehr. Ich sehe heute schon in manchen Gegenständen des Studiums meine eigentliche Berufung.

Da ich mit Ignoranz nicht weiterkomme, zimmere ich mir gerade eine passende Antwort zurecht. Für die Neugierigen und die Unangenehmen, für die, die meinen, provokante Fragen stellen und sich dann über die Antwort beschweren zu dürfen.

Ich werde mit dem Studienabschluss alles ändern: meinen Job, meinen Wohnort, mein Leben, vll sogar die Sprache und das Land.

Das schockiert und irritiert sie dann noch mehr und zugegeben: ich genieß das schon ein bisschen …

;-)

wünsch euch was Liebes,
Gruß von Isabel!

04 Juli 2007

von Matilda am 4.7.: frauenpower!

stimmt, @fee,

in meiner begeisterung habe ich glatt vergessen zu erwähnen, ob junge oder mädchen *ups*

es ist ein mädchen, das lilli marie heisst und das ich von vorne bis hinten und von oben bis unten und überhaupt nach strich und faden verwöhnen werde!

zwar hat die mama mir strikt verboten, jedes mal mit einer wagenladung geschenke aufzutauchen, dafür hat sie mir aber die erlaubnis gegeben, der kleinen so viel zeit zu widmen, wie ich will. also werde ich lilli zu ausflügen abholen und der truck mit den geschenken ist halt dann um's eck geparkt ;-)

ich freu mich so!

ausserdem.

bei uns hier in der stadt ist heute eine menge los, der neue FIAT500 wird heute offiziell vorgestellt (genau 50 jahre nach der erstausgabe) und die ganze stadt darf mitfeiern: das zentrum ist seit heute mittag für den verkehr gesperrt, überall gibt es stände mit leckerbissen und bühnen für bands, tanzensembles usw, und am abend gibt es ein riesenfeuerwerk und unterhaltung (einschliesslich offener geschäfte, museen und bars) bis 2. Wollt ihr reingucken? auf der offiziellen homepage gibt es ein livestreaming: www.fiat500.com

mein boss nervt schon wieder, ich muss los -

drück euch doll

matilda

07 Juni 2007

von Isabel am 7.6.: schuldig?

Ein Huhu am Feiertag!
ich sitz schon den ganzen Tag vorm PC und habe bis jetzt EINE Arbeit fertig gestellt!
noch langsamer geht’s ja wirklich nicht mehr.

klar kenn ich den Wimpern-Wegpust-Wunschgedanken, ich habe schon allerhand weggepustet, bin hin zu kleinen Marienkäfern *g*

Naja, aber deiner Frage

was ist also SO falsch an einen unüberlegten wimpern-wunsch?

würde ich heute so begegnen: in meiner Vorsicht, keine unbedingten, zwingend sich verwirklichen müssenden Wunschvorstellungen wahrzumachen, nenne ich es heute anders, wenn sich eine Wunschvorstellung regt, die mir nicht mehr aus dem Kopf geht:

Ich frage mich, gibt es dieses Bild vor meinem geistigen Auge, sieht es realistisch aus und wie geht es mir dabei?
Soll heißen: ich versuche mir nichts mehr mit Zwang vorzustellen, sondern ich warte ab: stellt sich recht schnell und ohne Mühe ein glaubhaft realistisches Bild ein, das mir gut tut und mir gefällt - dann soll es auch so passieren, dann ist es gut (oder es passiert eben nicht).

Kann sich hingegen das Bild nicht formieren, dann stimmt etwas daran nicht, dann ist es nicht realistisch, nicht schlüssig, nicht passend und ich verwerfe den Gedanken sofort wieder.

Keine Ahnung, ob das besser ist, als alle Wünsche dringend zu erhoffen, aber jedenfalls fühle ich mich damit nicht verantwortlich, wenn es passiert.

@sine sagt ja wieder einmal allerhand interessante Dinge

warum, isabel, fühlt man sich als versager, wenn DIE ANDEREN versagen?

ja, das ist eine gute Frage. Weil man, wenn man nur unter Versagern lebt, die Schuld bei sich sucht aus Mehrheitsgründen? Weil dann, wenn alle anderen so ganz anders sind, etwas mit einem selbst nicht stimmen kann? denkt man zumindest solange, bis man sich selbst vom Gegenteil überzeugt hat.

Aber wie kann man das unter Versagern? Die Schuldgefühle waren zuerst da und dann das Versagen? - heißt das, die Schuldgefühle sind latent vorhanden und bei diesem Versagenserlebnis kommen sie wieder hoch?

Hm, das leuchtet ein, obwohl ich mich gern wehren würde: sollten sich Schuldgefühle nicht auflösen, sobald man sie erkannt hat? Wie wird man sie los, so gänzlich, auch die latent vorhandenen?

Die Geschichte mit meiner Familie ist lange Jahre her und ich habe mich lange Jahre schlecht gefühlt. Irgendwann hörte es dann auf, dass ich mich schuldig fühlte, oder vll schlief es nur ein. Zumindest der akute Zustand war beendet, der latente ist wohl noch da.

Aber das hatte Auswirkungen auf meine Ehe, glaube ich. Mr. Ex sah mich plötzlich mit anderen Augen. Er sah, dass ich mich nicht grenzenlos ausnutzen ließ, dass ich - wenn es um mich ging, um meine Gesundheit - ich mich abgrenzen und distanzieren kann, wenn es sein muss, auch wenn ich sehr darunter litt.

Ich glaube schon, dass ihn das überrascht hat, diese Seite kannte er noch nicht: die harte Isabel, die NEIN sagt und dabei bleibt.

Ich glaube auch, dass das etwas bei ihm verändert hat. So im Nachhinein scheint mir, als ob er damals erstmals sehr auf Distanz ging. Verstanden hatte er meine Reaktion nie, schließlich war er nie in dieser Situation. Ich wurde ihm zunehmend suspekt - aus heutiger Sicht verständlich - und das war auch schon der Anfang vom Ende.

Ein Ende, das gut für mich war, das befreiend war, das weiß ich, auch wenn ich mich nie so richtig an diese Freiheit gewöhnen konnte, genieße ich sie heute doch sehr.

Oft bei ganz kleinen Dingen:
wenn ich beobachte, wie sich Frauen in der Öffentlichkeit maßregeln lassen und rechtfertigen müssen gegenüber ihren Ehemännern; wenn ich beobachte, dass sie sich unterdrückt fühlen und leiden, dann bin ich ganz froh, dass mir das erspart bleibt.

Meine Ehe war ja ganz genau so, ohne dass ich es merkte oder merken wollte: ein Machtspiel, ein sinnloses, ein Kraft raubendes, ein anstrengendes, es war keine gleichwertige Partnerschaft, zu keiner Zeit.

du nagst an dem thema "verpflichtet-fühlen", oder, isabel?

jetzt wo du es sagst: ja, das kann sein, sonst wären diese verborgenen, latenten Schuldgefühle nicht da. Und ich kann auch heute nicht einordnen und nicht verstehen, warum sie da sind und wie ich sie loswerden könnte.

Ich sollte schlafen gehen.

Lieben Gruß von Isabel!

21 Mai 2007

gruppendynamik die zweite und heiraten

hallo!

isabel:

Ist so etwas zu glauben?

Jemand, der erfolgreich ist, hat die Pflicht, den anderen Anleitungen zu geben? Jemand, der zurückhaltend ist, gilt als egoistisch, jemand der nicht mehrmals auf andere zugeht, als arrogant?



also ich finde, dass deine geschichte mich darin bestätigt, dass es nicht immer logisch zugeht im job. und wenn ich dennoch ein klein wenig logik in diese winselei bei den komischen neidern hineininterpretiere, dann nur diejenige logik, dass eben immer dann, wenn man sich nicht auslebt, die dinge verkehrt werden. ich meine damit, dass ich denke, die leute, die so beleidigt und verletzt reagieren, obwohl ihnen gar nichts geschehen ist, haben einfach einen film zu laufen, und ob dein chef da wirklich die hauptrolle spielt oder ob der "film" nur mal "mit ton" läuft bei den beiden neidern, das weiß ich nicht. aber ich denke, es läuft ein kampf, und da er nicht rational zu verstehen ist, muss es eine geschichte geben, die wir außenstehende nicht sehen können.

so ging es mir wohl auch vor ein paar monaten bei ei - und es ist dann nur schade, dass man nur die spitze vom eisberg sieht und dann noch nicht einmal die chance hat, das problem irgendwie zu lösen... denn es fehlt ja an der wahrnehmung des eigentlichen problems.

wobei hinzu kommt, dass es nunmal probleme gibt, die niemand lösen kann außer demjenigen, der das jeweilige problem nunmal hat. ich fand es schon immer interessant, wie sich in gruppen die realität so stark verschieben und sogar verzerren kann, bis plötzlich dinge diskutiert werden und über sachverhalte nachgedacht wird, die einzig und allein verbale luftblasen unter einfluss von gruppendynamik sind.

auch, wenn es jetzt nicht ganz passt, so frage ich mich, ob ich selbst nicht auch dinge propagiert hatte, als ich in stuttgart so im mittelpunkt gestanden habe, die es nicht gegeben hätte, wenn ich nicht da gewesen wäre und ich frage mich weiter, ob ich selbst solche dinge überhaupt verstehen kann.

ich bin noch wach, obwohl es 1.40 uhr morgens ist und morgen natürlich montag ist und nicht etwa ein freier tag. der grund ist der selbstmörder von vor 14 tagen. und während ich so wach im bett lag, fiel mir eine freundin ein, die ich ja in stuttgart gewonnen hatte. ich weiß, dass diese freundin nun den job bei ei aufgegeben hat und bei einer international anerkannten nobel-bekleidungsmarke anfängt - ebenfalls im einkauf. aber hauptsache WEG von ei und von meiner (ehemaligen) bösen chefin. ich hab versucht, meine gedanken auf sie zu richten, und ich war wieder ganz überrascht davon, wie einfach und unkompliziert es mit ihr gewesen war. wie es was zu lachen gab, ohne dass man 1.000 jahre auf ein herzliches lachen warten muss... wie es halt so war. und was ich alles nicht über sie gewusst hatte und wo ich überall auch selbst grenzen hatte, die ich nicht so leicht überschritten haben wollte.

diese freundin (ich hatte sie damals auch in diesen blog eingeladen, aber hm naja... ) hatte ich - komischerweise - bei ei mein "glücksbärli" getauft. es war damals darum gegangen, dass sie halt nicht gerade die leuchte war mit computern. ich weiß, wie oft frauen vor den kisten verzweifeln, und gleichzeitig traute ich mir zu, sie bei den office-anwendungen zu unterstützen. da hab ich dann jedoch immer, wenn sie etwas wissen wollte, den spieß umgedreht und habe gesagt, dass wir uns das anschauen... und wenn wir es dann gemeinsam versucht haben, hab ich sie immer gelobt und gesagt, dass es so leicht sonst selten funktionieren würde und dass sie mein glücksbärli sei.

das war mir mal im überschwang so rausgerutscht, aber wir haben es beide gepflegt, und am ende waren wir ziemlich öffentlich dabei, uns gegenseitig "glücksbärli 1" und "glücksbärli 2" zu nennen.

nun

das ist vermutlich eine positive geschichte und steht insofern in einem gegensätzlichen verhältnis zu der geschichte mit deinem chef, isabel - aber es ist doch eine geschichte, die etwas mit der geschichte von dir gemeinsam hat, oder?

es geht einfach darum, dass man dinge geradezu erfindet innerhalb einer gruppe, und das wird dann so normal... so normal, dass man eben in einem großraumbüro "glücksbärli 1 möchte mit glücksbärli 2 sprechen" sagen kann. oder dass man vielleicht auch - wie in deiner geschichte - weinerliches beleidigtsein produziert und es auch noch verwenden kann, um als gruppe sich gegen einen einzelnen zu wenden.

ja was man da tun kann?

ich habe immer das prinzip, dass man keiner gruppe beitreten sollte und sich bei gelegenheit die kontrahenten einzeln schnappt. leider sind die chancen, dabei etwas zu bewirken, minimal. im gegenteil bekommt man selbst ganz schön feuer, und zwar gern auf die hinterfotzige art.

aber ich möchte einfach nicht der arsch sein, auf den es alle abgesehen haben. dieser arsch war ich schon einmal als kind (nämlich in meiner eigenschaft als pfarrerstochter), und gerade weil ich glaube, dass ich mich ein wenig auskenne in gruppendynamik würde ich keine stellung beziehen, auf der man mich (ebenfalls) irrational anfeinden kann, sondern das rationale in diese menschen hineinzuinjizieren versuchen.

*g*

das ist ein längerer prozess, isabel, und wenn man pech hat, merkt gar nie jemand etwas davon, weil sich einfach so leicht keine situation ergibt, bei der man gefragt ist.

was ich auch gern mache, ist, die leute nicht sonderlich zu unterstützen, die sich so kindisch benehmen. wie oft hab ich nämlich schon erlebt, dass jemand erst nicht gemocht wurde innerhalb einer gruppe und wie man ihm dann in einem machtspiel die position, auf der er (zu recht) stand, streitig gemacht hat. fairness gehört nicht zu den methoden, die verletzte neurotiker anwenden (denn sie müssen sich ja "verteidigen", nicht wahr nicht wahr...). zu meinen prinzipien gehört fairness schon dazu, aber die workload, die ich bewältige, wird bei den hetzenden kollegen bei mir vermutlich ganz insgeheim länger liegen bleiben als die workload, die ich für andere mache.

hm

matilda: och du... mit dem kinderkriegen ist es für mich eine theoretische diskussion (obwohl ich schon viel darüber nachgedacht habe, welches kindheitserlebnis mich so traumatisiert haben könnte, dass ich nun selbst keine kinder mehr bekommen mag... und monsieur hat auch gleich über seine eigene kindheit mitgegrübelt, denn er will ja auch keine haben *gg*), und mit dem heiraten ebenfalls.

auch, wenn monsieur es gerade gestern anders dargestellt hat seinen freunden gegenüber, so hat er doch bekundet, dass er mich heiraten würde. und?

ich will nicht. ich will, sobald es finanziell sinn macht. ich will, sobald ich dafür nach neuseeland gelange mit monsieur. ich will, falls das schicksal uns doch (noch) einen kleinen erdenbürger einpflanzt... aber so einfach so? nö sorry, ich glaub ihm lieber ohne hochzeit, dass er mit mir zusammenbleiben will. und ich erwarte dasselbe von ihm.

dass sich menschen, die zuvor in problemen gesteckt haben und auch ernsthaft fehler in der partnerschaft begangen haben, zu einer zeitlich naheliegenden heirat entschließen und dazu nicht nur im doppelpack, sondern im dreierpack, ist schon albern.

aber weißt du, matilda, ich denke irgendwie auch, dass heiraten keine entscheidung ist wie die entscheidung, einen bausparvertrag zu machen. irgendwann ist für mich mit dem ganzen kalkulieren schluss, mit dem feilschen um die ratio, mit dem ganzen abpassen des "richtigen zeitpunkts". also find ich, heiraten kann man sich, auch wenn man gerade die beziehung fast völlig gegen die wand gefahren hat.

ich will das thema "selbstmord" ja nicht überstrapazieren, aber dieser tod vor 14 tagen und auch andere für mich gravierende dinge habe ich erlebt in der beziehung mit monsieur. und jedesmal habe ich mich gewundert, dass diese nöte und probleme mir nur eine neue "tür" aufgestoßen haben in unserer beziehung, die ich gar nicht erwartet hätte und deren durchschreiten mich in eine andere ebene führt, in der ich anders erlebe und anders glaube als bisher.

vielleicht war es mit dem einen oder dem anderen partner aus deiner arbeitsgruppe ja auch so gewesen, matilda? dass man nach einer krise eben auch etwas dazugelernt hat?

gib die leute nicht auf, nur weil sie von außen betrachtet widersinnig handeln. es ist IHR leben und vielleicht haben sie etwas verstanden, was du und ich halt noch nicht verstanden haben. erzähl mir, wie es weitergeht mit deinen drei heiratenden pärchen.. *grins*

ich wünsche nun doch eine gute nacht.

ich hoffe, es geht euch gut und wünsche uns allen eine gute woche.

eure

sine

13 Mai 2007

wünsche verwirklichen ist einfach (anders)

hallo @Matilda!

oh matilda, mit dem thema "kinder" weiß ich leider gar keinen rat.

Matilda hat geschrieben:
dieser vehemente wunsch nach einem kind


ich meine "rat" natürlich nicht in der art, dass ich hier tipps und tricks aus einer breitgefächerten palette von lebensweisheiten verteile. sondern ich meine "keinen rat wissen" in dem sprichwörtlichen sinne.

ich weiß nämlich nichts (oder nicht viel) darüber. ich weiß nicht, wie es ist, wenn man sich kinder wünscht. und ich weiß nicht, wie es ist, sich eine zukunft mit kindern dann detailliert auszumalen.

ich sag mal ganz vorsichtig, was für mich die tatsache, ein kind zu bekommen, ist: es ist für mich wie die tatsache, blutgruppe B zu haben oder die tatsache, schlechte zähne zu besitzen. also es ist einfach eine körperliche sache, die mir passiert oder die mir nicht passiert.

du hast es selbst angesprochen:

Matilda wrote:
vielleicht ist es mutterinstinkt...


ja, ich denke, es ist eigentlich (!) ein ganz natürlicher wunsch, kinder zu bekommen. ich mach mir dennoch keinerlei gedanken, dass ich so modern bin und keine kinder mehr will. dann bin ich diesbezüglich halt gestört und alle frauen, die kinder wollen, sind nicht gestört. so what...

;-)

bleibt man auf der ebene, dass kinderkriegen eine körperliche angelegenheit ist und fügt dem ganzen die prise zufall hinzu wie bei der blutgruppe, dann ist das thema "natürlich" und "nicht natürlich" nebensächlich, oder?

aber... diesen "zufall" kann frau ja beeinflussen.

und da kommt für mich ein weiteres stufendenken ins spiel: ich mach es wie meine wellensittichdame. weibliche wellensittiche lassen sich nicht zum sex verleiten (mangels verhütungsmitteln, wie ich denke *g*), solange sie kein nest haben.

also: kein partner, kein nest.

oder: partner ja, aber partner will keine kinder: nest nein.

das bedeutet: ich finde, man muss einfach akzeptieren, dass der partner eine 50%ige wahrscheinlichkeit in sich "birgt", dass er nicht mitmachen will beim kinderkriegen. jaha, da kann man auch noch dran drehen, ich weiß... aber DAS find ich nicht in ordnung, sorry!

dabei kommt eine wahrscheinlichkeit, kinder zu bekommen raus, die ich fast schon berechnen könnte (ich mach doch interessiert statistik I an der uni *grins*)... aber die psyche interessiert keine zahl.

man wünscht sich halt kinder oder man tut es nicht!

so what

also ich habe kein "mittel" gegen einen wunsch. aber ich finde, man sollte seine wünsche nicht als bedrohung verstehen.

und was spricht eigentlich dagegen, später ein kind zu adoptieren? dieser wunsch nach biologischer abstammung ist halt auch nicht so in meinem verständnis vorhanden, aber naja - siehe oben: vielleicht bin ich ja auch komisch.

:-/

matilda, vielleicht geht es dir so ähnlich wie mir mit meiner freundin: über manche themen kann ich halt nicht mit ihr reden. es gibt wunden in mir selbst, die noch offen sind. sie brauchen meiner eigenen einschätzung nach zeit zum heilen. so nach dem motto: problem erkannt, aber eine lösung muss auf sich warten lassen (= hoffnung auf lösung existent, aber zeitpunkt der lösung des problems unbekannt).

es stößt einem dann manchmal übel auf, wenn man merkt, dass derjenige (also in dem fall wohl deine freundin) sich gekünstelt verhält oder auch auf nebenkriegsschauplätzen kämpft.

sex mit allen männern im alter zwischen 12 und 65, naja... eine sehr lebensbejahende fantasie, würde mein therapeut dazu wohlwollend sagen!

der hungrige blick auf jedes, aber wirklich jedes männliche wesen zwischen 12 und 65 jahren im umkreis von 1 km.


weißt du, herr fromm hat wohl so ungefähr zum ausdruck gebracht, was ich auch glaube: ich glaube, wir sind in unserer modernen gesellschaft verwirrt. unsere natürlichen instinkte sind immer noch da, aber sie lassen sich nicht ausleben.

jetzt weiß ich nicht, ob die instinkte sich je ausleben ließen - instinkte sind zwar bekannt als sinnvoll und lebenserhaltend, aber äh ja.

;-)

das heißt ja nicht, dass man immer die eigene psyche ordentlich behandelt, wenn man instinkt-gesteuert handelt.

*grübel*

egal, ich persönlich handele also bestimmt nicht mehr mit so reinen instinkten und gefühlen wie ein kind (oder ein urmensch *grins*), und somit wundert es mich einfach nicht, wenn in meinem inneren ein ziehen und sich-nach-etwas-sehnen auftaucht.

ich bin meinen wünschen aber auch immer gefolgt - nur heißt es denn dann, wenn man kinder wünscht, dass man diesem wunsch nur dann folge leistet, wenn man kinder bekommt?

ist eigentlich außer mir schonmal jemandem der gedanke gekommen, das die praktische umsetzung vom eigentlichen wunsch manchmal auch erst wegzuführen scheint, bis man am ende merkt, dass es doch zusammengepasst hat? und dass man nur im traum nicht daran gedacht hat, dass es sich auf DIESE WEISE verwirklichen würde, was man sich gewünscht hat?

*lächel*

cu

sine

10 Mai 2007

von Matilda am 10.5.: vielleicht ist es torschlusspanik,

vielleicht ist es mutterinstinkt... vielleicht ist es auch einfach nur so ein gefühl des versagens, wenn man keinen partner hat, gekoppelt mit der angst vor dem alleinsein -

was immer es ist, ich habe es an mir selbst beobachtet vor fast zwei jahren, nach dem ende einer langjährigen beziehung (inklusive ende des dazugehörigen trennungsschmerzes), und ich beobachte es jetzt an einer freundin, die in einer ähnlichen situation ist wie ich damals: dieser vehemente wunsch nach einem kind, offen vertreten in verbindung mit ebenso vehementen und kaum nachvollziehbaren aussagen wie z.b. "ich bin drüber weg", "es geht mir grossartig", "ich geniesse mein single-leben", "endlich kann ich machen was ich will" ... dazu der hungrige blick auf jedes, aber wirklich jedes männliche wesen zwischen 12 und 65 jahren im umkreis von 1 km.

ehrlich gesagt bin ich vollkommen hilflos in bezug auf diese freundin, und so ungern ich es auch sage, sogar zuhören fällt mir schwer, weil mir das ganze so absurd vorkommt, weil ich rufen möchte "nun gib deinem herzen doch zeit zu heilen und lerne erst mit dir selber klar zu kommen". sie war 9 jahre mit ihrem ex zusammen, er hat sie wegen einer anderen verlassen, das ganze ist noch kein jahr her, in der zwischenzeit hatte sie eine affäre mit einem typen, der ihrem ex gleicht wie ein ei dem anderen, und jetzt will sie plötzlich unbedingt ein kind.

*aaaahhhhrrrrrggggghhhhhh

matilda

05 April 2007

von Isabel am 5.4.: Ostervorsatz

Einen lieben Gruß an euch alle und angenehme, sonnige Feiertage!

Die Osterwoche bringt Entspannung und Übersicht, was bisher vernachlässigt wurde und für mich bedeutet es zu erkennen, inwieweit ich auch selbst in meiner Entwicklung stehen blieb, weil ich jede Energie auf Administratives verwendete und kaum etwas tat, um zu mehr Erkenntnis zu kommen.

Es gibt Momente, das ahne ich, was Einsamkeit ist. Das ist dann, wenn aus der höchsten Betriebsamkeit heraus plötzlich alles verstummt und ich nicht vorbereitet bin auf die Stille.

So muss ich mich erst neu orientieren und suchen, was ich lesen wollte, was ich wissen wollte, worüber ich recherchieren wollte - wenn ich mal wieder Zeit hätte - was ich für mich tun wollte, so als ob ich es in der täglichen Tretmühle aus den Augen verloren hätte.

Diese Stille überwältigt mich ohne jede Vorwarnung und ich ahne, woran es liegt, dass ich ohne äußerliche Stimulatoren kein Glücksgefühl erkennen kann: ich fühle mich wie leer.

Langsam sollte sie sich füllen, diese Leere, mit schlummernden Ideen und Plänen, mit Gedanken über wichtige Fragestellungen und Entscheidungsprozesse, die man zumindest am Rande kennen und erlernen will.

Es ist diese Leere, die - wenn spontan und unvorbereitet - das Erste ist, was sich zu erkennen gibt - ist sie entstanden durch Nicht-Annehmen oder konnte es mich nicht erreichen oder habe ich es wieder vergessen?

Es ist das Gefühl, von vorn beginnen zu müssen, nichts gelernt und nichts verstanden zu haben.

Frohe Ostern!

;-)

13 Februar 2007

von Matilda am 13.2.: bin ich eine hexe?

welcome to sine's world, shoppy!

gratuliere zu deinem neuen, zuverlässigen begleiter, liebe sine. ist es nicht schön, wie die dinge immer zu dem kommen, der warten kann? ;-)

ich denke immer noch nach. das heisst, vielleicht sollte ich sagen, es denkt nach. ohne mein zutun. und auch noch ziemlich emotional. wenn die dämme brechen, kann man nur noch schwimmen, also schwimme ich, so gut ich kann...

ich wollte euch noch, als sahnehaube auf der torte sozusagen, kurz erzählen, was erst in den vergangenen nächten aus den tiefen meiner erinnerung wieder an die oberfläche gelangt war: im sommer, als ich in diesem dorf in finis terrae abends am strand mit glutäugigen männern tanzte, habe ich mir mehr als einmal anhören müssen, meine augen seien ungeheuer geheimnisvoll... als hätte ich magische kräfte... natürlich habe ich mich nicht zweimal bitten lassen und habe angefangen, meinen neuen freunden aus der hand zu lesen. natürlich so, dass man mich nicht ernst nehmen KONNTE! ein bisschen etwas weiss ich darüber, und meine sinneswahrnehmung ist sehr ausgeprägt, und auf den mund gefallen bin ich auch nicht. der zufall wollte, dass ich über meinen ersten "klienten" ein paar dinge wusste, und so gelang meine erste darstellung sehr überzeugend und bald standen die jungs schlange. es war lustig. schliesslich kam auch mein badehosenfreund an die reihe. nachdem ich ein bisschen herumgedeutelt hatte (lauter so sachen wie "intensive liebesbeziehungen" und "erfolg im job" usw., also dinge, die auf jeden zutreffen können und gegen die keiner was einzuwenden hat) fragt er mich, ob ich eine ehe und vor allem kinder erkennen könnte. ich sagte, ich könnte definitiv die ehe sehen, aber keine kinder, was aber auch daran liegen könnte, dass das licht so schlecht sei. er zuckte zurück, drehte sich um und ging. seine freunde sahen mich an als hätte es gedonnert. später hörte ich dann von einem von ihnen, die freundin des badehosenmannes könne keine kinder bekommen und er wolle unbedingt welche.

ich hatte diese episode wirklich vollkommen vergessen. weil ich aber nicht aufhören kann, an ihn und unsere gemeinsamen momente zu denken, ist es mir wieder eingefallen. wie habe ich das vergessen können???

was meint ihr dazu?

matilda (hexe)

08 Februar 2007

von Isabel am 8.2.: Auf der Suche ...

... nach dem Glück?

Hallo!
Mein Tag ist wehmütig bis konfus und an solchen Tagen bin ich meist hellhöriger und empfindlicher als sonst.
Und daher tut es mir auch weh, so etwas zu lesen, was @matilda schrieb, denn es zeigt mir, wie sehr du es dir wünschst: das Glück. Das Finden. Das Finden von Glück.

Wenn ich im lk lese und auch poste, dann vergesse ich es manchmal: dass doch so viele noch immer auf der Suche sind: nach dem Glück, nach dem Partner fürs Leben, mit dem man eine Familie gründen und alt werden kann.

Und das Wort "Kinder" ist doch gerade ein so zündendes, eines, das eine ganze Welt als Inhalt haben kann: Beständigkeit, Langjährigkeit, einen Mittelpunkt, einen Ankerplatz, einen Sinn, einen Grund, ein Fundament und ein solides Heim, ein Dach anstelle einer immerwährenden Baustelle …

Warum dieses Wort so manche Männer zum Flüchten animiert?
Die Antwort wäre reine Spekulation. Dabei gibt es Männer, die gern Familie um sich haben. Fragt sich nur warum, wer sie sind und warum sie @matilda nicht begegnen.

Liebe matilda, vll klingt das jetzt seltsam, aber ich bin froh, dass du deinem Urlaubsflirt diese Gedanken nicht verschwiegen hast und ich bin froh, dass er dich nicht anruft.
Hat er sich als beständiger, verantwortungsbewusster Familienvater nicht schon längst disqualifiziert?
Du kennst seine Freundin nicht. Vielleicht und nur vielleicht: sitzt sie zu Haus und wartet und hofft, er möge mit Blümchen und Ring vor ihrer Tür stehen und die lang ersehnten Familiengründungsworte sagen, weil sie es sich so sehr wünscht und so sehr hofft - während er von seinem Urlaubsflirt die Worte "heiraten" und "Kinder" hört?

Bitte verzeih, wenn meine Antwort lieblos klingen sollte, tatsächlich fühle ich mit dir und auch was du sonst schreibst, ist mir durchaus bewusst

wir hatten uns fast ein jahr nicht gesehen, aber als er vor mir stand und mir in die augen sah, kam es mir so vor, als hätten wir uns gestern erst getrennt. wisst ihr, wie das ist …

oh ja, ich weiß, wie das ist, ich hab es nur verdrängt, aber nicht besonders erfolgreich.
So wie die Suche nach dem großen Glück?
Auch bei mir bleiben die Augen hängen, wenn ich dieses Wort lese, sei es ein Gedicht, ein Spruch oder ein Buchtitel.
Glücklich ist, wer …

Am wenigsten Beifall fanden bei mir immer diese großkotzigen Sprüche wie, glücklich ist, wer den Tag genießt oder so oder: wer die kleinen Dinge zu schätzen weiß.
Als wenn man auf der Suche nach dem großen Glück das kleine übersieht? Kann man Glück übersehen? Man sieht es doch, wenn es soweit ist, oder?

Heute lebe ich tatsächlich nach dem Motto: mein Glück ist die Abwesenheit von Unglück und es ist nicht so, weil ich so bescheiden bin oder meinen Frieden gefunden hätte oder nach den ultimativen Regeln der Harmonie leben könnte.

Nein, nein.
Der Grund ist die bloße, nackte Angst.

Es ist keine lähmende Angst, kein Schrecken, der blockiert oder einem in den Ausnahmezustand versetzt. Es ist eher dieses Unwohlsein, dieses Misstrauen und diese Lauerstellung nach "Was kommt als nächstes …?“

Es ist keine Angst, vor der ich mich verkriechen möchte. Dieser Angst stelle ich mich und es ist ein Abenteuer, ja. Anders hätte es auch keinen Sinn, man könnte sich genauso gut vor dem Sonnenaufgang fürchten.

Ich hab mich an diese Angst gewöhnt. Das heißt nicht, dass ich sie mag, das wäre zu seltsam. Nein, ich kann sie akzeptieren. Sie ist hier und neben mir wie eine dauernde Warnung. Sie schützt mich vor Unbesonnenheit und auch vor Unzufriedenheit und sie schützt mich vor der Suche. Der Suche nach dem Glück.
Vor dem Hinterherlaufen, vor dem Verrennen?

Und letztendlich schützt sie mich davor:

dass auch ein geistig fitter mensch immer mal in seiner entwicklung an grenzen stößt. diese grenzen zu überschreiten ist immer das totale risiko und muss dennoch sein, denn stillstand ist nicht der sinn des lebens

Sie schützt mich davor, diesem Risiko nicht genügend Respekt entgegenzubringen.
Denn wenn einmal eine Grenze erreicht ist, ist sie auch schnell überschritten. Doch wenn hinter dieser Grenze nur verbrannte Erde wartet, sollte man schon vorher wissen, wie man schmerzlos über glühende Felder laufen kann

....

Lieben Gruß von Isabel.