09 September 2006

@ Zitro: aha!

hallöchen auch an dich ganz besonders, zitro

*drück*

du kannst also nicht "nein" sagen... oder warum hast du beim italiener nicht einfach gesagt, dass du darüber nicht sprechen möchtest?

@Zitro wrote:
als du mich Mitte August beim Italiener gefragt hast, wie es liebeskummertechnisch bei mir aussieht, habe ich mich aus der Affäre gezogen. Ich habe zwar überlegt, ob ich jetzt schon herausrücken soll mit den Schmalzstullen, aber ich traute mir selbst noch nicht so recht über den Weg.

ich hätte dann folgendes von dir erwartet: dass du sagst, dass du das jetzt nicht besprechen kannst und möchtest.

weißt du zitro, du bist für mich immer ein mirakel. ich finde es schön, dass du dir nun in die karten schauen lässt und (übrigens an @djinnies thread sehr gut veranschaulicht!) natürlich gibt es dinge, die man auch wirklich erst im nachhinein einordnen kann. letzteres liegt einfach daran, dass sich in einem selbst noch so viele gegensätzliche vermutungen widersprechen, so viele wünsche und hoffnungen und ideen da sind, dass man sich fragt, ob man wirklich etwas aussprechen sollte, von dem man genausogut das gegenteil behaupten könnte.

aber du behauptest zu deinem schutz, dass du "ganz ausgeglichen" bist, und das ist nicht ganz die wahrheit. ich bin froh, dass du nochmal bezug nimmst auf dieses treffen beim italiener, denn ich selbst hatte schwierigkeiten, mit dir etwas anzufangen und meine aufgabe, die ich mir ausgedacht habe, bestand an diesem tag darin, mich fest darauf zu verlassen, dass es nicht an mir liegt, dass du nichts erzählst. fest darauf zu vertrauen, dass es nicht an mir liegt, dass ich dich nicht verstehe. fest darauf zu vertrauen, dass es dir am liebsten ist, ein bissle gesellschaft zu haben ohne dass du etwas von dir preisgeben musst. und fest drauf zu vertrauen, dass ich nicht nur peinliches zeug erzähle, auf das du ungern antworten gibst, sondern dass es irgendeinen grund gibt und dass alles schon seine richtigkeit hat, auch wenn ich es nicht verstehe, so lange ich mich so verhalte, wie ich mich wohlfühle und wie es mir sinnhaft erscheint.

mensch zitro

die worte wären gewesen: "ich möchte nicht über j. sprechen, vielleicht erzähle ich später mal mehr." das wiederholst du im ernstfall so lange, bis es verstanden wurde.

du bist eine liebe frau, gutmütig und dennoch bist du dir gewisser eigener grenzen bewußt, in denen du dir freiheit bewahren möchtest und nicht (wie beispielsweise @chance) dauernd von anderen reinreden lassen magst.

das ist doch schön! das brauchst du nicht zu verheimlichen. natürlich mag man dinge nicht immer ansprechen, aber zu behaupten, es gehe einen gut und es gäbe nichts zu besprechen, ist irgendwie nicht die antwort, die ich richtig verstehe.

das erinnert mich an meine beste freundin in berlin. sie setzt dazu noch ein pokerface auf. das problem bei meiner freundin ist, dass sie so gut ist im schauspielern, dass ich persönlich gar keinen check habe, ob sie wirklich was im griff hat oder nicht. sie reagiert dann manchmal gereizt, wenn ich dennoch themen anspreche, die sie anscheinend noch nicht genügend "bebrütet" hat, aber ernsthaft: hätte sie gesagt, da sei etwas so und so und das bräuchte bei ihr aber erstmal noch zeit, dann wäre es auch unwahrscheinlicher, dass ich auf themen bestehe, die sie gerne für sich noch klären möchte.

naja

ich möchte dir aber zu dem brief an j. noch etwas sagen. es ist ganz kurz:

das ist gut, wie du das machst.

na und @djinnies thread hab ich gelesen. hm. ich glaube, sie wird schon bald wieder zicken. ich misch mich net ein. ich finde @grillcat's kommentare förderlich. ansonsten nervt mich djinnies gespreiztes deutsch, aber natürlich finde ich es besser als den baby-telegrammstil.

so what

ich lese von @chance, dass sie ohne partner bleiben wird und auf djinnies hochzeit platten auflegen wird. was soll das. ich misch mich net ein. ich hab keine lust auf djinnies gezicke, auf chancies unterwerfungen und - nö.

ich weiß von chance, dass sie die verlobung schon immer angezweifelt hat, dass sie von djinny aufgelesen wird und fallen gelassen wird, wie es gerade passt. ich weiß, dass djinny nicht die überfliegerin ohne probleme ist, die sie dauernd zu sein scheint. ich weiß, dass hier wieder einmal nicht zugegeben wird, was eigentlich alles auf dem spiel steht - ich glaube nämlich, dass djinny zum ersten mal in ihrem leben einigermaßen gefestigte verhältnisse hat und dass sie sich nichts sehnlicher wünscht als dass. ich glaube nämlich, dass djinny so unverbrüchlich an status und soziale attribute glaubt, weil sie selbst in ihrem inneren die in ihren träumen beschriebenen probleme mit sich herumträgt, und es ödet mich an, dass sie trotz therapie keinen zugang zu diesen themen sucht, sondern - @grillcat hat es eigentlich sehr richtig bemerkt - die themen anspricht und sich dann abrupt davon abhält, die dinge zu bewerten, sondern einfach mit geradezu überraschender unlogik eine sichtweise einnimmt, die meiner meinung nach viel zu oft in die richtung von @faust geht und erneut wieder wenig mit dem problem und mit der person an sich zu tun hat.

ich find es halt schwer, mit ihr umzugehen, und dann lass ich es erstmal

:-)

aber danke für den lesetipp. natürlich ist und bleibt unser sorgenkind djinny interessant.

gruß

deine

sine

wie das so ist in einem prosperierenden unternehmen

hallo,

ich möchte erstmal in ruhe ein bissle leidensdruck verposten. daher erlaube ich mir, mal einige statements zu meinem betrieb abzusondern, die notgedrungen absolut nur vermutungen sind und nicht zu belegen sind.

es hätte daher eine gewisse sinnhaftigkeit, die firma net im klarnamen zu nennen und das tut ja bisher auch niemand (außer @Isabel *gg*). das ist hier ein kleiner blog über seelische befindlichkeiten und teilweise auch über semi-philosophische gedanken. wir leben in einer welt, die marken- und firmennamen enthält und ich möchte das schwierige vorhaben, mein seelenheil in diesem blog etwas zu verbessern, versuchen, ohne dass irgendeine garstige suchmaschine bei der eingabe des namens meiner firma diesen blog nennt.

gell.

also diese lauschige firma, in der ich derzeit als praktikantin arbeite, nennen wir seit einiger zeit "ei bi aem". ich glaube, das ist schon ganz gut so. ich erlaube mir mal, sie in zukunft "ei" zu nennen, ist doch noch konspirativer.

so und nun fängt mein von ersten eindrücken und assoziationen gespicktes nachdenken an über diese firma:

ei ist also ein betrieb, in dem das, was ich mir so sehnlich gewünscht hatte für meinen kleine rechtsanwaltskanzlei, verwirklicht ist: wir haben das VIRTUELLE BÜRO. das bedeutet, dass wir programme benutzen, die die verwaltung von intellektuellem eigentum (sprich: urheberrechte an programmen, aber auch hardware-entwicklungen und firmenstrategien im allgemeinen) zur fließbandarbeit werden lässt.

interessant! das bedeutet bezogen auf meine kanzlei, dass ich ein programm hätte, wo ich dauernd virtuell jemanden "fragen" könnte, ob ich das jetzt "richtig" gemacht habe und letzten endes bin ich nur ein kleines rädchen und mache beispielsweise nur die zuständigkeitsprüfung im falle von zivilrechtlichen schadensersatzklagen und mehr nicht. bei einer anfrage, ob ich auch mal einen strafrechtsfall machen möchte, würde ich sagen: sorry, aber dafür ist "criminal" zuständig und ich kann auch keine vorläufige einschätzung abgeben, ob wir den fall übernehmen, denn das hängt von unseren policies ab und ob der jeweilige manager sein "o.k." gibt.

*staun*

also mehr möchte ich jetzt net schreiben, wie das bei ei läuft, jedenfalls ist mein bild von ei so, dass wir wir fabrikarbeiter nichts tun ausser einer sich dauernd wiederholenden tätigkeit und dass dieser mechanismus, in dem wir eingespannt sind, uns frei macht von verantwortung.

die leute bei ei schalten ihr gehirn nicht aus, es muss auch in dem kleinen schwimmbecken, in dem wir unsere bahnen ziehen, nachgedacht werden, was wie konkret gemacht werden soll. wir haben aber einen gnädigen "gott", der uns unser "unwissen" und unsere menschlichen verhandlungsergebnisse transzendiert, und dieser gott heißt "legal". das bedeutet, die rechtsabteilung schaut in jedes vertragsdokument rein und äußert dazu orakelsprüche, die die leute im einkauf irgendwie in der realen welt annehmen und umsetzen müssen.

*LACH LACH*

es ist ernsthaft so!!! die juristen werden bei ei als "heilige kühe" betrachtet. anders als alle anderen haben sie kein lichtbild im ei-telefonbuch und alleine diese tatsache bedeutet ein geheimnis und eine absolut unverständliche alleinstellung der juristen.

eigentlich ist es gut, dass normale menschen und nicht die juristen die verträge aushandeln und sozusagen das juristische nur als droge den einkäufern von zeit zu zeit eingeimpft wird. was sie daraus machen, ist dann eigentlich wieder ihre eigene sache, bis dann ganz zum schluss ein vertrag unterzeichnet werden soll, den "legal" sich nochmal anschaut, bevor die unterschriften geleistet werden.

das ist eine form, jura anzuwenden, die ich eigentlich ganz gut finde. aber interessant ist, wie diese art, juristisch verbindlich zu handeln, auf uns einkäufer wirkt. wie gesagt: die juristen sind das orakel von delfi und wir wandeln von zeit zu zeit zu einem oder einer der jurist(inn)en, die dann in krämpfen und zuckungen scheinbar unverständliches von sich geben, nach dem wir uns dann zu richten versuchen.

:-/

o.k. aber nun mal zu meinen befindlichkeiten als praktikantin:

ich habe sage und schreibe EINIGE tage kein intranet-passwort gehabt. nämlich 7 tage lang. am 8. tag hatte gott die welt erschaffen und in meinem fall war der für das intranet-passwort erforderliche eintrag und das firmen-telefonbuch endlich vonstatten gegangen und ich durfte mir mein intranet-passwort endlich generieren.

*schief lächel*

danach bin ich in den weiten des intranets herumgesurft und hab dabei des öfteren die kontrolle verloren.

ich bin übrigens SEHR dankbar, dass monsieur und ich vor dem praktikum bei ei noch in gb waren!!! dass wir dort 14 tage lang englisch gesprochen haben, hilft mir. ich reg mich nicht auf, dass alles auf englisch ist. aber ich merke schon noch, dass es anstrengend zu lesen ist. am anstrengensten ist aber, wenn die schwäbischen kollegen englische ausdrücke benutzen, zumal das jeder ein bissle anders ausspricht als der nebendran...

naja aber ich vertraue wie schon erwähnt darauf, dass ich einen platz am virtuellen fließband zugewiesen bekomme und bald alle hebel kenne, auf die ich virtuell ggf. zu drücken habe, egal wie sie nun heißen mögen.

naja aber bisher war es LANGWEILIG. und nach aussage eines anderen praktikanten bleibt es langweilig. der einzige challenge ist, dass man mindestens ein projekt auch tatsächlich eigenverantwortlich machen darf, aber er ist jetzt 5 monate dabei und hat alles gemacht und alles begriffen und er will sich nimmer bei ei bewerben, es sei denn, sie bieten ihm (endlich) mal was anspruchsvolles an (damit meint er seine spezielle studienrichtung).

er ist kein angeber, und meine eigenen rezeptoren stimmen ihm zu. also nur zur klarstellung: dort, wo ich bisher einen studentenjob im callcenter hatte, war es RICHTIG langweilig! wir sind außerdem zur arbeit gescheucht worden wie unartige kinder. so ist es bei ei nicht!

im gegenteil. es gibt nämlich anscheinend einiges, was anders läuft als in allen betrieben (inclusive meiner eigenen kanzlei) und zumindest bisher BESSER zu sein scheint. dazu gehört zu allererst einmal, dass die leute alle arbeiten und nichts nebenbei machen. wir dürfen kaffeetrinken und auch im gang telefonieren, surfen... alles einfallstore für zeitverschwendung? naja also es findet aber keine zeitverschwendung statt. wir haben "ruhe-zimmer", in dem wir einzelgespräche mit kollegen führen können (also da schleppt jeder dann sein laptop rein und los geht's mit dem gespräch)? ja aber da wird nicht gelästert und gezürnt. da wird dann telefoniert, verhandelt, erklärt...

wir haben gleitende arbeitszeiten, die festangestellten haben überstunden abzubauen, wir haben zutritt in alle gebäude, wir haben bla wir haben blupp? ja aber es wird produktives verhalten gezeigt, kein übermäßiger schlendrian.

klingt gut!

ist es gut?

hm

ich habe wechselnde theorien. mal finde ich, dass ich verkümmert bin in meiner aufnahmefähigkeit von geregelten arbeitstasks. ich kann nicht glauben, dass ich im moment so wenig zu tun habe!!! ich kann nicht glauben, dass ein so großes unternehmen sich aus lauter langweiligen aufgaben und auch tatsächlich gelangweilten mitarbeitern zusammensetzt! warum kann ich es nicht glauben, warum nehme ich das nicht für mich an? eine erkärung: weil ich die herausforderung gewohnt bin, weil ich zu lange um meine eigene existenz gekämpft habe...?

mal finde ich aber, dass diese langeweile möglicherweise eine recht gute basis für produktives arbeiten ist und dass ich hier mal trotz bei mir selbst sehr großer langeweile nicht behaupten muss, dass ich die arbeitsverhältnisse schon durchdrungen habe. im gegenteil. im moment habe ich zum beispiel vorteile von der gepflegten langeweile: mein chef, der übrigens gerade auch den abteilungs-chef vertritt, hat zeit für mich, um mir unseren kopierer (und zugleich scanner) zu erklären, um mich mit meinem passwörter-wirrwarr (es gibt VIELE passwörter, das ersehnte intranet-passwort ist nur der anfang) zu unterstützen. ich kann wirklich jeden etwas fragen, denn keinen drückt etwas so sehr, dass er nicht mal 5 minuten zeit hat, sich mit nebensächlichkeiten zu befassen: es GIBT nur nebensächliches! ach nee, letzteres wollte ich ja nimmer voraussetzen.

*g*

nee aber dennoch: es KÖNNTE sein, dass die begrenzte verantwortung, die begrenzten aufgabengebiete und die unendliche langeweile mit tröpfchenweise fließenden tätigkeiten bedeuten, dass die mitarbeiter "belastungsfähig" sind und handlungsfähig sind, dass es keine unterscheidung zwischen wichtigen tasks und unwichtigen tasks mehr gibt, dass das miteinander tatsächlich erblühen kann und bla.

KÖNNTE sein!

das wäre doch mehr als möglich, wenn man sich mal leserbriefe in der zeitung anschaut und im gedächtnis behält, wie alle unter der arbeitslast stöhnen: es KÖNNTE doch sein, dass ei seine abläufe besser eingerichtet hat als andere unternehmen!

KÖNNTE sein, kann aber auch anders sein. ich kann es noch nicht entscheiden, was ich selbst glauben werde.

meine allererste theorie ist jedenfalls eine ablehnende theorie. ich glaube, ei schlägt überall und bei jedem geschäft enorme prozente raus. ei hat nur riesen-aufträge zu vergeben, ei hat nur riesen-volumen einzukaufen. gut! das liegt vor allem daran, dass es ei schafft, einkaufsoperationen zu bündeln! gut, das liegt daran, dass ei wirklich wegen jedem scheiss ausschreibungen macht! also ei investiert irre viel in die entscheidungen... aber für mich als noob schaut es so aus, als würde ei sich ewig lange entscheidungsprozesse leisten, die in der wirklichkeit eigentlich unrentabel wären und dass ei sich ausschließlich über die prozente finanziert, die ei als global player nunmal von jedem (!) geschäftspartner eingeräumt bekommt und dass diese ganzen auswahlentscheidung selbstzweck sind, mehr net.

naja

und dann fällt mir ein, dass ich vielleicht in einem geschäftsbereich sitze, in dem MACHT herrscht. etwas an ei habe ich nämlich doch schon mal gesehen... dieses vertrauen, dass man "alles richtig" macht, wo habe ich es schonmal gesehen? ach richtig: bei behörden.

:-)

aber original!!! wie in behörden arbeitet jeder mitarbeiter nur in dem kleinen mikrokosmos, der nunmal sein aufgabengebiet darstellt, und that's it.

bei behörden allerdings kommt in sehr vielen fällen (wenn ich das hier so deutlich behaupten darf, bitte) mist raus. hanebüchener haarsträubender mist. sorry wenn ich jetzt nicht mit beispielen für idiotische behördenentscheidungen komme. ich denke aber, ich darf es mal pauschal so behaupten.

aber behörden haben auch milliarden jahre ZEIT. also ich glaube, behörden haben MACHT, und vielleicht es es das, was ei und den staatsapparat irgendwie assoziativ auf eine ebene bringt: der machtfaktor.

hm

jetzt mal überlegen, ja?

ich bin also in einer firma, der es so gut geht, dass ihre mitarbeiter schöne arbeitsplätze haben, ein gepflegtes kollegiales miteinander ohne das übliche gestichel und ellenbogengerangel. ich werde in meinen 6 monaten keine aufgabe bekommen, die meine fähigkeiten übersteigt oder die ich nicht schaffen kann. ich werde geld verdienen, und die leute, die dort fest angestellt sind, erhalten noch viel mehr geld als ich! ähm also wenn man sich das überlegt... kommt man dann nicht zu dem ergebnis, dass ich im paradies gelandet bin?

warum schmeckt das paradies so fad?

;-)

so leutz

das sind so meine gedanken. "to be continued"!

ich sondere gleich noch was ab zu anderen themen.

also bis gleich!

eure

s.

08 September 2006

Zitro am 8.9.: Und alles bleibt still und kein Sturm kommt auf wenn ich dich seh’

sang einst Rio Reiser.




Hallo sine,


als du mich Mitte August beim Italiener gefragt hast, wie es liebeskummertechnisch bei mir aussieht, habe ich mich aus der Affäre gezogen. Ich habe zwar überlegt, ob ich jetzt schon herausrücken soll mit den Schmalzstullen, aber ich traute mir selbst noch nicht so recht über den Weg.


Dass Djinny jetzt aus der Deckung gekommen ist....


(Ja, sie hat endlich ihren eigenen Thread: http://www.liebeskummer.ch/thread.php?threadid=26875 Wenn du weiterhin Langeweile haben solltest, schau mal rein. Er kommt ganz ohne Telegrammstil aus!)


...hat mich motiviert. Nun ist es amtlich und seit gestern Abend auch öffentlich gemacht. Guckst du hier: http://www.liebeskummer.ch/thread.php?postid=360265#post360265
Aus und vorbei mit dem Kummer wegen der Liebe. Weil: aus und vorbei mit der Liebe.
Ich hatte geplant, dem Universum ein Schnippchen zu schlagen, indem ich die Liebe behalte und diesmal nicht aufgebe – so lange bis sich mein Wunsch erfüllt. In der Zwischenzeit wollte ich mir mein Leben so gemütlich es geht einrichten und habe mich wieder mehr mit meiner wirklich großen Leidenschaft beschäftigt: der Musik. In dem Maße, in dem ich mich mehr mit Konzerten und CDs befasste, traten die Gedanken an J. in den Hintergrund. Hinzu kam, dass ich ohnehin seit einem knappen Jahr die Schnauze gestrichen voll hatte davon, mich zu bemühen und mir einen abzustrampeln, um letztlich doch nur Missachtung zu ernten.


Jetzt habe ich das Bedürfnis, den neuen Abschnitt in meinem Leben auch äußerlich zu zeigen. Deshalb ist morgen ausgedehntes Shopping und Ausmisten des Kleiderschranks angesagt. Was ich mit meinen Haaren mache, kann ich mir noch eine Woche lang überlegen, dann erst habe ich den Friseurtermin.


Euch allen ein schönes Wochenende wünscht


Zitro

Isabel am 8.9.: nachdenklich

Einen Gruß zum Wochenende, wie geht es euch allen?

Langeweile tut mir ehrlich Leid - zur Beschäftigungslosigkeit verdonnert zu werden, ist furchtbar und das Warten auf Daten nicht wirklich nachvollziehbar.

???

Irgendwo schrieb ich mal, sine darf jetzt ibm aufmischen, wie soll das aber bitte funktionieren ohne Intranetzugang ;-)

Auf die Frage, wie es mir selber geht, habe ich wie so oft keine eigentliche Antwort. Denn eigentlich müsste ich (eigentlich) "Gut" sagen und dieses "eigentlich" stört mich so sehr, weil es eine Launenhaftigkeit zeigt, die mir nicht recht ist.

Neuerdings bin ich launisch. Oder immer schon? Nicht einmal das weiß ich.

Vll liegts auch am Schreiben im lk zu einem Thema, das unerschöpflich und unerfreulich ist, vll sollte ich das auch lassen, man sollte so vieles lassen und sich lieber auf die wesentlichen Dinge des Lebens konzentrieren.

??? (schon wieder)

@sine dein Hinweis, dass ich mich unterordnen würde, machte mich sehr nachdenklich. Zwar bin ich noch nicht zu einem Ergebnis gekommen, aber ich denke nach

und wünsche euch angenehme freie Tage,
alles Beste von Isabel!

06 September 2006

langweilig

hallo...!

ein recht trauriges "hallo"... denn irgendwie ergeben sich hier neuigkeiten, die etwas zermürben. nein, es sind gute neuigkeiten eigentlich, also keine bange. aber ich habe - nur mal als beispiel - immer noch keine passwörter zu meinem computer (äh also teilweise schon, aber viele passwörter, also intranet bla, fehlen noch). da sitzt man und hat keine aufgabe... die zeit vergeht nicht.

ich habe mich heute mit einem anderen praktikanten unterhalten. der hat mir ziemlich klar gesagt, dass man hier auch NICHT GEFORDERT WIRD! hier passiert nichts, meinte er, was man nicht hinbekommt, und schon bald sei es eher - dann wollte er es nicht sagen. aber da er viel drumrumerklärt hat, um das eine wort nicht aussprechen zu müssen hier auf arbeit, weiß ich trotzdem, was er meint: es wird bald langweilig hier!

ein praktikant hat sogar 3 wochen warten müssen, bis seine passwörter alle am start waren.

boah

isch des langweilig

:-(

sagt die

sine

05 September 2006

die s. in s.

liebe liebenden!!!

*gg*

nun mal locker bleiben!

wie es mir geht!? ich kann es nicht fassen: ich habe nichts zu tun und trotzdem sind alle zufrieden mit mir. das ist wirklich ein praktikum! die wollen gar nicht meine arbeitskraft, sondern, dass ich was LERNE!!!

seltsam, dass es DAS noch gibt in dieser welt?

na am anfang haben sie mir einen vertrag gegeben zum prüfen. da hab ich gestöhnt: schon wieder jura! werd ich diesen scheiss denn nie mehr los...? am wochenende hab ich dann alles fertig gemacht und am montag präsentiert. seither sitz ich rum. gestern hatte ich früher schluss. heute habe ich absolut keine aufgabe, außer mich halt irgendwie mit meinem e-mail-programm lotus notes auseinanderzusetzen... *gnihihihi*

ich hab dann AUS SPASS und vor lauter langeweile den vertrag noch eingetippt in mein firmenlaptop! ernsthaft!!! ich hab JURA FREIWILLIG gemacht...!

einfach, weil ich es kann, weil ich es halt immer gemacht habe, und weil es doch eine hilfe ist für den, der es braucht.

wahnsinn

tja und insbesondere deine kleine "liebes"-erklärung, @isabel, rührt mich (ach der süße @dt läuft ja außer konkurrenz). es ist sehr schön, so nette dinge über sich zu lesen.

ich hoffe, ich habe auch noch einige gelegenheiten, euch auch was (ggf. SEHR!) nettes zu schreiben.

eure

s.

von Isabel am 5.9.: öffentliche Liebeserklärungen

Klar dachte ich mir auch so etwas, als ich es gelesen habe und auch, dass ich nicht weiß, wie mit öffentlichen Liebeserklärungen umzugehen wäre.

Darf man das kommentieren?
Sollte man das so stehen lassen, bis sich die Angebetete erstmal meldet?
Oder soll man das ignorieren, übersehen, was ganz anderes schreiben?

Unsicher war ich und unschlüssig und überlegte, wie ich das sonst mache ... wenn ich so etwas schreibe :-)
Na, ich schreibe so etwas dann per E-Mail (also auch öffentlich) und bekomme keine Antwort, tja.

Also wartete ich, bis @para was geschrieben hat und darf mich jetzt anschließen *ggg*
danke, liebe para!

Also, ich jetzt auch:
Total süß ist das, was du schreibst @dt und das Foto ebenfalls, ja ja
Und: mir fehlt die sine auch! Klingt wahrscheinlich bescheuert ... wie kann sie mir fehlen, wo wir uns doch gar nicht wirklich kennen, und wie kann ich das mit dir vergleichen, @dt?

Doch in meiner Welt hat sie einen festen Platz, nämlich den, dass sie die einzige ist, die mir widerspricht, die nichts so hinnimmt, wie ich es sage, es hinterfragt, es interpretiert, und auch mal die Brissanz nimmt.

Jetzt ist es ja nicht so, dass ich unbedingt in meinem Leben jemanden brauche, der mir andauernd die Stirn bietet, aber umgekehrt ist es auch kein Kompliment, wenn das nie jemand tut, denn es sagt auch aus,

dass sich derjenige mit anderen beschäftigt, wertvolle Zeit investiert und das ist jedenfalls ein Geschenk.

Nur jetzt hat sie keine Zeit für uns und daher fällt es mir erst auf.

Das war jetzt meine "Liebeserklärung" an @sine. Klingt karg, nicht?

Ich werd noch üben! :-)

Lieben Gruß von Isabel!

04 September 2006

von Deep_Thought am 4.9.: Hals über Kopf veliebt... mal wieder


Guten Abend, die Damen!

Meine Süße ist jetzt gerade seit Donnerstag in Stuttgart, und ich habe sie schon ausgiebig vermißt.
Nun war ich heute bei meinen Eltern draußen und meine Ma zeigte mir Fotos von allem möglichen und unmöglichen Gelegenheiten, und ich bin schon halb am Abschnarchen, und da kommt auf einmal dieses Bild von dieser tollen, schönen Dame, die mir auf Anhieb gleich sympathisch ist:




Das Bild ist vom Geburtstag meines Papis letztes Jahr. Da waren wir erst ein halbes Jahr zusammen. Das Bild hat dann viele der ersten Erinnerungen wieder besonders lebendig werden lassen, und so habe ich mich wieder aufs Neue in meine Süße verliebt. Sachen gibts...
Was mich dabei etwas wurmt: Ich habe in unserem Urlaub nun weiß Gott ewig versucht, ein schönes Bild zu machen, aber ich bin leider ein mieser Fotograf. Und dieses Kleinod liegt seit über einem Jahr auf der Festplatte meiner Ma herum, ist es zu fassen?!
Auf jeden Fall hat es jetzt seinen Weg zu mir gefunden, und das genau im richtigen Moment. Das Bild steht jetzt bei den anderen schönen Bildern von sine, und außerdem habe ich es mir als Desktophintergrund eingestellt. Nun bin ich Dir wieder etwas nähergerückt, mein Spatz!

30 August 2006

von Matilda am 30.8.: on-off

Liebste Sine,

ich weiss schon, warum ich mich an dich gewendet habe... du hast meine Erwartungen bei weitem übertroffen, danke für deine ausführliche Antwort.

Ja, ich erkenne vieles wieder, was du mir schreibst, nur habe ich nicht deinen Erfahrungsschatz, weil dies das erste Mal ist, dass ich das Kennenlern-Risiko eingegangen bin. Nachdem ich es mir reiflich überlegt und vor fast einem Jahr schon einmal einen Rückzieher gemacht hatte.

Gleich vorab: nein, es reut mich nicht, es fühlt sich nach wie vor richtig an, im Bauch, und ich habe auch nicht das Gefühl, diese emotional wirklich tief gehende und spannende Begegnung könnte das Ende der jahrelangen virtuellen "Beziehung" sein. Im Gegenteil, mein Interesse ist jetzt erst richtig gross und ich hätte noch hunderttausend Fragen, da sind noch hunderttausend Facetten dieses Menschen, die ich kennen lernen möchte.

In meiner Frage ging es um Freundschaft. Im Netz war es eine Freundschaft. Ich für meinen Teil erkenne ein Potential für mehr als Freundschaft. Das macht es vermutlich nicht gerade einfacher.

Das, was mir jetzt zu schaffen macht, ist gewissermassen das Nur-Ahnen-Aber-Nicht-Wissen, ob es ihm denn genau so geht. Wobei es mir insofern zu schaffen macht, dass ich einerseits extrem viel darüber nachdenke, mir aber andererseits nicht wirklich Sorgen mache, sondern eine grosse Zuversicht spüre, dass schon alles gut kommt - etwas, das mir in anderen, realeren (wenn man so will) Beziehungen nicht leicht gelingt.

Also, im Prinzip wirklich eine positive Erfahrung.

Hilft nix, ich warte ab und gucke, was passiert. Mehr kann ich im Grunde ja nicht tun, nicht wahr? Deine und Monsieurs Geschichte, deine Beschreibungen der Unterschiede zwischen virtualer und realer Person haben mir sehr gut getan, da ich bisher von den wenigen Freunden, die von dieser Sache wissen, im Grunde nur skeptische Blicke, Warnungen und dumme Kommentare bekommen hatte. Ich könnte einen Grossteil deiner Aussagen unterschreiben. Deshalb: danke noch mal. Ich halte dich auf dem Laufenden.

Was meinen romantischen Urlaub betrifft: ich hatte ihn nicht vordergründig als romantisch empfunden, witzig, dass du das so siehst, in meinen Augen war er einfach nur Seelenbalsam, wobei das vielleicht fast das gleiche ist? Egal. Ich hatte eine gute Zeit und habe sehr viel Kraft daraus geschöpft, das zählt...

Liebsten Gruss

Matilda

...

fuer @matilda: ruehren im online-/offline-brei

hallo @matilda!!

*drueck*

dass dein urlaub romantisch geworden ist, war mir irgendwie klar. es haette mich mehr ueberrascht, wenn du trocken nur einfach urlaub gemacht haettest... denn in meinen augen bist du ein mensch mit einer riesigen schwamm (aeh ich meine jetzt bildlich gesprochen), der romantik aufsaugt und der uebrigens auch romantik abgibt.

mir persoenlich hat die erwartete romantik schon genuegt, als du beschrieben hast, du haettest du violinen fruehmorgens auf einem dorfplatz getanzt... :-)

aber du hast auch ein herkoemmlich als romantisch eingestuftes "problem" beschrieben, naemlich eine liebesgeschichte!

ui ui ui

@matilda wrote:

[...] Ein wesentlicher Bestandteil dieses unvergesslichen Sommers allerdings hat beträchtliche Nachwehen: ich bin (natürlich nicht alleine) der Versuchung erlegen, eine virtuelle Freundschaft in die Realität zu verpflanzen. Sofern das überhaupt möglich ist. [...]


ups, jetzt wo ich es genauer lese, sehe ich, dass es eigentlich nur um freundschaft geht und nicht auch um mehr.

aeh sorry

nochmal: also liebe matilda *g*

du fragst dich also, ob virtuelle freundschaft moeglich ist. antwort: woher soll ich denn das wissen...?

*lach*

ich wuerde nimmer glauben wollen, dass es unmoeglich ist und ich wuerde schon denken, dass es eine art schock ist, wenn man einen virtuell bekannten menschen realiter kennenlernt. die einzelnen ebenen, die vorher nur in der phantasie existierten und nun manchmal unerwartet und auch ehrlich gesagt voellig unabaenderlich DA sind, kann ich nicht ganz genau beschreiben. aber es gibt dinge, die man virtuell nicht wissen und auch nicht verstehen kann, denke ich. diese dinge koennen ploetzlich da sein, wenn man den virtuellen freund kennenlernt, und ich habe manchmal bis haeufig die erfahrung gemacht, dass das eine ueberraschung sein kann.

ich moechte hinzufuegen, dass ich mir vorstellen koennte, dass die treffen mit virtuellen menschen, die ich selbst erlebt habe (denn ich habe 6 leute aus dem lk-forum realiter getroffen, bis ich schliesslich auch monsieur irgendwie mal getroffen hatte...), vielleicht auch mit einer art scheu verbunden waren, die mir selbst auch angehaftet ist.

ich denke aber, dass eigentlich GLEICH der groschen fallen muesste zwischen menschen, die sich schriftlich gut unterhalten koennen! nun, dem ist aber nicht so, und in meiner erfahrung war es NIE so. na gut, bei einer frau, die ich kennengelernt habe, war gleich eine persoenliche bindung da, so ein gefuehl halt. das war damals @venice gewesen. aber dort hat sich spaeter herausgestellt, dass ich etwas nicht schultern konnte, was nunmal aber fuer eine funktionierene real-life-freundschaft mit ihr wichtig gewesen waere, nun, aber das ist vielleicht nicht der frage "online versus offline" geschuldet, sondern es handelt sich vielleicht bloss um einen normalen scheideweg, der auch in freundschaften manchmal zu einer trennung fuehrt.

anders gesagt:

wenn du auf mein verhaeltnis mit monsieur alias @deep_thought anspielst, so muss ich sagen, dass in meiner wahrnehmung eine freundschaft ueberhaupt nicht sicher wahr offline. eine liebesgeschichte ebenfalls net.

es war so, dass ich vor ihm aber schon besagte 6 lk-forumsmitglieder kennengelernt hatte. gerade mit maennern hatte ich bisher keine gemeinsame basis gefunden.

und was sehr traurig war, ist, dass dann online auch alles weg war. also ich denke, natuerlich "versaut" einem der online-eindruck vielleicht das besondere des schriftlichen manchmal. also damit meine ich: manche dinge nimmt man dem schreiber vielleicht nach einem realen treffen nimmer ab.

aber manche dinge bleiben auch nach einem realen treffen existent, scheinen aber uebrigens staerker schriftlich zum ausdruck zu kommen als dann, wenn man der person begegnet. zu letzterem zaehle ich fast alle personen, die ich getroffen habe... nur eben bei @venice war es anders. da war das geschriebene nur die spitze des eisberges. die realitaet war (zwar) identisch, aber die probleme und die erlebnisse waren in meinen augen enorm vervielfacht. sie hat sich also authentisch dargestellt online, nur war ihr leben noch einige male aufreibender als das, was sie geschrieben hat.

naja das ist keine kritik an @venice, im gegenteil, es ist enorm, wie sie dinge lesbar gemacht hat, die eigentlich in ihrer fuelle schwer darstellbar sind.

tja @matilda, wie sie sehen, sehen sie nichts!

das einzige, was ich zu virtuellen freundschaften und der frage sagen kann, ob man virtuelle freundschaften ruhig ins reale leben holen kann: ja, kann man. wenn du es moechtest, dann ist die zeit auch da und die grundlage.

und ich moechte hinzufuegen, dass alles weitere dann eben mit diesem kurzen kennenlernschock beginnt, dann aber wie jede normale reale freundschaft weiterlaeuft. fuer mich zumindest scheint es so.

auf @dt bezogen: ich habe einen menschen kennengelernt, der in seinen postings anders ist als im real life. ich weiss, dass das nicht sein kann. ich meine, natuerlich koente ein mensch im www so schreiben und in wahrheit ganz anders sein. das trifft aber - denke ich - auf @dt nicht zu. so aehnlich wie ich ist @dt nicht so der typ, der sich gross verstellt.

daraus folgt fuer mich eben, dass @dt noch andere seiten in sich traegt. das finde ich gut. einerseits finde ich es gut, weil ich denke, dass ich eines (vielleicht fernen) tages eh die anderen seiten kennengelernt haette. und ich hasse es, wenn ich dann etwas nicht ernst nehme oder etwas nicht glauben kann... andererseits finde ich es schade oder zumindest komisch, dass diese gesichter, die ein mensch haben kann, nicht immer gefuehlt oder gar verstanden werden koennen, wenn man sich trifft. meine theorie ist, dass das internet bzw. das schreiben eine form von kommunikation ist, die eine riesige chance in sich birgt, sich so zu geben, wie man wirklich ist bzw. wie man AUCH ist.

ich bin froh, diese sichtweise auf menschen kennengelernt zu haben, die sich durch eigentlich in sehr vielen faellen schoene kommunikation im virtuellen raum ergeben hat.

hm

ist in dem geruehre im online-/offline-bereich ein thema bei, das du auch kennst, @ matilda?

gruss

sine

isabel's stimmungsding

halloechen liebe blogger :-))

aaalso...:

@isabel:

das ist gut, gell, wenn eine verstimmung sich irgendwie aufloest. leider habe ich in meinem leben auch erlebt, dass verstimmungen NICHT weggehen, und diese schlechten erlebnisse habe ich immer wieder mal. es macht mich sehr hilflos, wenn ich wieder in so einer depri-schleife meine kreise ziehe. aber erfreulicherweise hast du eine stimmungsaenderung erlebt, und das einfach so.

daraus gibt es zwei moegliche (oder vielleicht auch mehr als zwei...) schlussfolgerungen: 1. deine verstimmung war nicht so schlimm. oder 2. etwas hat sich veraendert ohne dein zutun, was deinen blick veraendert (= relativiert) hat.

was glaubst du?

stimmt das hier eigentlich, was du geschrieben hast (oder isses nur ein witz):

@isabel wrote:

[...] den Berufsalltag zum Privatalltag machte - hey, ich habe ein Privatleben!


hm... warum denn nicht?

also ehrlich gesagt haben meine ganzen gedanken, wie ich mit meiner rechtsanwaltstaetigkeit und meiner offensichtlich zu depressionen fuehrenden situation umgehen sollte, genau zu dieser idee gefuehrt, die du hier andeutest. ich habe es aber anders genannt: ich habe gesagt, ich muss einen weg finden, meinen beruf zur berufung zu machen oder meine berufung suchen gehen.

naja

der weg ist ein existenzieller weg (ich meine den weg zur berufung)... ich habe laengst ein bissle vergessen, wie dann das eine sich zum anderen gesellt hat und - eingedenk meines gefuehls, meine berufung koennte unter umstaenden nur mit etwas zeitaufwand zu finden sein - ich weiss auch kaum noch, wo ich stehe.

hm

wenn ich darueber nachdenke, habe ich es so gemacht: ich habe erstmal in meinen berufsalltag auf biegen und brechen schoenere situationen hineingebracht. das begann damit, dass ich weiter darum bemueht war, schlechte und beklemmende situationen wegzulassen bzw. mir einen fuer mich annehmbareren zugang zu schlimmen situationen im job zu verschaffen. das hatte uebrigens auch teilweise ein aetzendes zwischenergebnis...! ich erinnere mich, dass ich teilweise GAR NIMMER gewillt war, meinen fuss in die haftanstalt zu setzen, in der meine mandanten sassen. ich hatte so kleine kaertchen beschrieben mit sinnspruechen, und fast gebetsartig habe ich mir in so richtig angstbesetzten situationen, die teilweise mir frueher nicht SO schlimm erschienen waren wie gesagt, vorgelesen: "vertrauen und zuversicht bleiben".

und ich habe radikal pausen eingelegt. jetzt behaupte bloss nicht, du seist ja nicht selbstaendig und koenntest keine pausen machen...! gell es gibt auch arbeit, die man lieber macht als andere - das kann eine art von pause sein. und es gibt auch meditativ angehauchte arbeitssituationen. hat man eine oder auch mehrere ruhigere phasen der arbeit ausgemacht, kann man diese taetigkeiten, die diese ruhigeren phasen ausmachen, zunaechst einmal hochhalten und sie mit dem ehrentitel "geheimmittel" versehen ;-).

tja und dann kann man die geheimmittel immer oder zumindest bald dann anwenden, wenn man merkt, der innere "motor" laeuft mal zu heiss oder anders wenn man ueberhaupt keine boecke auf arbeit hat... dann faengt man uebrigens automatisch auch an, das telefon mal telefon sein zu lassen und fragt sich nimmer so genau, ob man jetzt mal ne viertelstunde den ton leise stellen soll oder nicht. denn das kann man richtig fuehlen, wie wichtig einem jetzt diese "phase", in der man sich bewusst eine beruhigendere arbeit ausgesucht hat, ist.

diese art, arbeit zu erledigen, kann natuerlich auch anders gehandhabt werden. aber ich persoenlich bin abgekommen von irgendwelchen belohnungssystemen, also ich wuerde meine arbeit ungern danach sortieren, ob man eine arbeit lieber macht oder weniger gern. ich habe sortiert nach dem "drive" und meinem inneren gefuehl der gelassenheit.

manchmal ist starker "drive" natuerlich auch gut. ehrlich gesagt war mir aber mehr nach gelassenheit.

hm *raeusper raeusper*

jetzt habe ich viel geschrieben, aber @isabel: ich habe irgendwie immer sorge, wenn jemand durchhalteparolen verlautbaren laesst oder wenn jemand sich mit gegebenheiten abfindet. gerade bei dir habe ich irgendwie manchmal sorge, dass du dich unterordnest, sei es menschen oder dir wichtigen gegebenheiten generell.

hey wie waere es mit einem weiteren sinn-fitzel, den ich von meiner teacherin mit in mein leben genommen habe:

meine teacherin fragte, wie wir glauben wuerden, dass man einen wissenschaftlichen text schreibt bzw. was wir eigentlich generell tun wuerden, wenn wir etwas schreiben sollten oder moechten. alle, die sich zu einer eher vorsichtigen antwort herabgelassen hatten, haben etwas beschrieben, was ich ehrlich gesagt nicht (mehr?) kenne. sie sagten, sie wuessten oft nicht, wo anfangen (na gut, aber das ist uebungssache... *oerks* und mach ich auch gerne falsch! aber ich finde einen anfang, das ist sicher). und noch unverstaendlicher fuer mich war die sich herauskristallisierende einstimmige antwort, sie faenden wissenschaftliches schreiben langweilig und haetten wenig lust, sich mit irgendeinem als anstrengend empfundenen thema inhaltlich auseinanderzusetzen.

*staun*

da hoere ich doch eine ohnmacht heraus. oder nicht?

na gut dass ich anwaeltin war. da konnte ich es mir net leisten, vor ohnmacht in winterstarre zu fallen. und mein weg aus der ohnmacht, die bei mir auch damit zusammenhing, dass ich achtung empfunden habe vor den anderen, auch achtung vor wissenschaftlichen alias fachlichen texten, war: "die kochen auch nur mit wasser".

will sagen: ich hab erstmal versucht, die stufe, die sich vor meinem geistigen auge auftat, wenn ich einen text oder auch einen kollegen erlebt hatte, zu ignorieren. das bedeutet nicht missachtung, sondern einfach handlungsfaehigkeit.

und dann habe ich getraeumt. ich habe mir vorgestellt, ich wuerde jetzt einen schatz zu bergen haben in dem text, der mir zur verfuegung gestellt wird (oder in dem plaedoyer, das ich gehoert habe). dafuer ist natuerlich die taetigkeit eines strafverteidigers auch wie gemacht, so zu denken. denn oefter und oefter habe ich fehler der behoerden in den akten aufgespuert, ebenfalls mit wachsender haeufigkeit habe ich argumentationsluecken und -fehler gefunden bei wem oder bei was auch immer. es ist eine schatzsuche, und ich wusste, dass gerade in den situationen, in denen man unter grossem druck steht, der andere meist einen fehler macht oder sogar weiss, dass er einen fehler (= ein einfallstor fuer eine gegenargumentation) gemacht hat, denn dass jemand druck ausuebt, ist in meiner branche kein zufall (sondern eher "nachtigall ick hoer dir trapsen" - maessig).

es ist dann wie autogenes training so ein bissle... es kommt nur noch darauf an, sich innerlich eine ruhepause einzurichten, egal ob im gerichtssaal der "sturm" tobt oder alle nur einfach auf meinen einsatz geduldig warten und man die aufmerksamkeit als buerde spueren kann. und dann traeume ich von einem widerspruch, von einem wortspiel, das vieles offenbart, von einer offensichtlichen weglassung von fakten, die zu betonen ploetzlich ein neues licht wirft...

ich habe mich also, nachdem sich meine kommilitonen eher mit einer distanz und langeweile zu wissenschaftlichen texten geoutet hatten (und scheinbar gar nicht faehig waren, einen bogen zu ziehen zu der weiteren frage der teacherin, wie sie denn generell - d.h. also auch beim privaten schreiben - mit texten umgehen wuerden), gemeldet und gesagt, ich wuerde eher spielerisch an die sache herangehen. es sei fuer mich primaer wichtig, eine distanz zum text zu vermeiden, und bei mir sei es der fall, dass ich oft beeindruckt bin von etwas und mich dann unwohl fuehle.

stattdessen wuerde ich also spielen: und zwar wuerde ich gott spielen.

nun ja, zugegeben manchmal wundert man sich, was man so von sich gibt, und es ist auch meiner eher eingeschraenkten ausdrucksweise im englischen geschuldet, dass ich behauptet habe, mich aufzuschwingen zu einer art "gott", wenn ich einen text bearbeiten sollte... ;-)

naja ich hab jedenfalls gesagt, ich wuerde mich als erstes als ein gott empfinden, der den text als spielzeug unter vielen in seiner zustaendigkeit wahrnimmt und weiss, er wird damit umgehen koennen. dann kreiere ich. ich lausche in mich hinein, welches thema der text in meinem inneren anspricht, lese natuerlich nochmal kontrolle, ob ich auch wirklich einen nachvollziehbaren punkt erkannt habe oder ob meine assoziation zu weit hergeholt ist.

und dann schreibe ich, wenn es ein wichtiger text ist, zunaechst stichworte auf im sinne eines brainstormings, die meist neue ideen produzieren und wo man gut daran tut, sich nicht allzusehr festzubeissen an der anfangsidee... usw. usf.

tja @isabel. will sagen: lass dich bloss nicht darauf ein, dass DU der kelch bist, in den andere ihren wein giessen duerfen. sondern du bist eine person, die ernstgenommen wird, sonst wuerde man sich gar nicht mit dir auseinandersetzen. nimm den "stab", den so ein gespraech bedeutet, doch an und laufe eine runde damit (denk an das olympische motto und dass allein schon die fackel in deiner hand inspiration sein mag)... ich wuenschte, deine begeisterung, dass dein chef dich so gut versteht und alles so schoen in eigene worte packt, was du zu sagen versucht hast, weicht dann einer normalen erleichterung, dass du etwas nicht zweimal sagen musst (was an sich aber doch auch nicht so ein problem sein duerfte, dass man etwas nochmal erklaert, oder?).

ich meine dieses hier, was du geschrieben hast, @isabel:

@isabel wrote:
[...] Aber @sine versteht es trotzdem, das tut gut. Das ist auch ein Satz, den ich mal zu meinem Chef sagte: ich bedankte mich, dass er - auch wenn ich mich verquer ausdrücke - immer weiß, wie es gemeint ist (er packt es in seinem Feedback dann gern in kurze, verständliche Worte :-)) Das ist eine Gabe, mhm [...]


jein. also ich weiss nicht, ob es eine gabe ist! ich denke, es gehoert zu einer diskussion manchmal dazu, dass man ein thema erraet (was uebrigens auch nicht immer so wirklich schwierig ist, denn manche dinge liegen in der luft, glaube ich). aber meistens muss man einfach nochmal klaeren, ob man ueber dieselbe sache spricht (definitionssache also), das ist alles. ich bin halt so ein typ, der gleich mal rueckfragen ein bissle faerbt, das ist dir vielleicht schon aufgefallen... ich mische meine rueckfragen schon mit moeglichen antworten.

ich hoffe, damit dem gespraech fortgang zu geben (aber es ist wohl auch ein alter anwaltstrick... *gnihi*) und natuerlich erleichtere ich mich selbst. will sagen: es ist angenehm, die eigenen ideen zu dem anscheinend angesprochenen thema abzusondern (d.h. es ist erleichternd).

so

jetzt bin ich auch erleichtert. ;-)

ich wuensche dir auch heute einen schoenen arbeitstag, @isabel!

gruss

sine

29 August 2006

von Matilda am 29.8.: virtuelle realität???

Liebste Sine,

das Leben hat mich wieder, nachdem ich einen herrlichen, heissen, lange Sommer lang in einem parallelen Universum verbracht habe, im Urlaub nämlich, im Süden, wo das Wetter immer schön ist und das Wasser kristallklar und türkis und das Lachen ganz leicht fällt... immer noch fehlt mir die Zeit, alle eure Beträge nachzulesen. Ich hoffe, ihr nehmt es mir nicht übel, dass ich hier nur auftauche, wenn ich was loswerden will -

und wenn ich den weisen Rat der Sine brauche!

Ich hatte grade den schönsten Sommer meines Lebens. Ehrlich. Meine "Hotels" waren die Häuser grosszügiger Freunde, deren Gastfreundschaft ich in vollen Zügen genossen habe, ich habe mich bekochen und bemuttern und betütteln lassen, ich habe alles gegessen, was sie mir vorsetzten, alles getrunken, was sie mir eingossen, und alles mitgemacht, was sie mir vorschlugen. Und ich habe nur gut gegessen, viel zu viel getrunken und Dinge gemacht, die ich nie für möglich gehalten hätte. Einmal zum Beispiel waren wir nachts schwimmen, zusammen mit unzähligen etwa 30cm langen, braunen, schleimigen Meeresschnecken, die sich in der badewannenwarmen Bucht tummelten. *örks! Doch der unverstellte Blick auf den sommerlichen Sternenhimmel über dem schwarzen Wasser war es wert. Ein anderes Mal habe ich barfuss im Morgengrauen auf dem Dorfplatz getanzt, zu den sonderbar kraftvollen Klängen von Tamburin und Violinen... ich bin mit vielen farbigen Erinnerungen nach Hause gekommen, die besänftigende Wirkung dieser sorglosen Tage hält allen Alltagsanfeindungen stand.

Ein wesentlicher Bestandteil dieses unvergesslichen Sommers allerdings hat beträchtliche Nachwehen: ich bin (natürlich nicht alleine) der Versuchung erlegen, eine virtuelle Freundschaft in die Realität zu verpflanzen. Sofern das überhaupt möglich ist.

Ist es möglich?

Es schien mir unausweichlich. Und doch frage ich mich pausenlos, ob das nicht nur Wunschdenken war. Es schien mir das einzig richtige. Und doch frage ich mich pausenlos, ob das nicht ein Riesenirrtum war. Es schien mir perfekt. Und doch frage ich mich pausenlos, ob ich mir das möglicherweise nur einbilde. Kurz und gut, ich erliege mal wieder meinem Gehirn, das mit allen Mitteln meinen Bauch zum Schweigen bringen will.

Da dachte ich mir, mach doch kurzen Prozess, frag doch Leute,die Erfahrung haben, frag doch Sine: kann eine Freundschaft, die im Netz geboren wurde, in der Realität überleben?

Bin gespannt auf die Antworten!

Matilda

...

von Isabel am29.8.: heute heiter

Einen lieben Gruß an die Damen, der Herr,

ich sitze hier unerklärlich gut gelaunt (wahrscheinlich weil ich in meinem heiß geliebten Büro sitze und längst den Berufsalltag zum Privatalltag machte - hey, ich habe ein Privatleben! :-))

und sinniere über Befindlichkeiten, verbale Akrobatik - die mir gut gefällt und so vieles, was ihr schreibt, möchte ich mir merken und gegebenenfalls ausleihen dürfen - und dabei fallen mir längst vergangene Geschichten ein, wie die von Antonella.

Nun kennt sie hier niemand, die, die eigentlich Antonia hieß - ich nannte sie immer Ant, was ihr gar nicht gefiel - und das ist auch gar nicht notwendig. Sie ist einfach nur jemand, der sich selbst gern als eine starke Frau bezeichnet, die mit beiden Beinen fest im Leben steht.

Wir hatten einmal vor Jahren ein Gespräch über Befindlichkeiten, über Ängste und Sorgen mit und um den Körper, die Gesundheit, das Alter,
die Unfähigkeit Stress zu verkraften, die Anfälligkeit bei geringsten Klimaschwankungen,
die leicht einsetzende Übelkeit, das Grauen vor Sport und diese gewaltige Anstrengung bei jeder Bewegung, während alle anderen mit Leichtigkeit neben ihr zu schweben schienen.

An einen (weniger geistreichen) Dialog kann ich mich noch gut erinnern, den möchte ich euch nicht vorenthalten:

Ant, hast du noch mehr Symptome?

Symptome, was meinst du?

Für mich ist die Sache klar, alles deutet darauf hin, dass du schwanger bist.

*Schrilles Gelächter*

Du spinnst ja total.

Erzähl mit etwas Neues. Na im Ernst, wie viel hast denn zugenommen bis jetzt?

Du, ich nehm die Pille.

Aha.

Und ich hab die Periode.

Aja.

Regelmäßig!

Soso.

Es ist ausgeschlossen.

Tja, das sagten schon viele. Peinlich wird’s erst, wenn das der Arzt sagt - so wie meiner Schwester, der sagte er, sie wäre unfruchtbar (sie hat inzwischen drei - leibliche - Töchter).

Nein, das kann nicht sein, das ist VÖLLIG UNMÖGLICH!

Florian ist heute übrigens drei Jahre alt und sieht aus wie ein Engel. Er benimmt sich zwar selten wie einer, aber das kann ja noch werden.

Geschichtchen Ende.

*schmunzel schmunzel*

verschwitzt

hallo!

*hihi* ja das stimmt, @para... manchmal moechte man auch gerne befindlichkeiten diskutieren und die erwartung, dass es eine echte loesung fuer ein problem gibt, ist bei dieser art von verbaler fellpflege eigentlich das falsche thema. so weit ich gehoert habe, erkennen viele maenner an, dass ihnen diese art des gespraechs, wie es unter frauen ueblich ist, weitgehend fremd ist, dass es diesen austausch von gefuehlen und vagen sichtweisen jedoch GIBT - und manche ahnen, dass es auch etwas gutes haben koennte. monsieur (ich meine jetzt natuerlich meinen monsieur) behauptet, diese frauengespraeche seien gesund, denn sie gehoerten dazu, dass frauen mit ihrem koerper angeblich besser umgingen als maenner.

naja nachdem ich mir 15 jahre lang zigarretten reingestopft habe und monsieur nicht, weiss ich natuerlich net, ob das ein prinzip ist, dass frauen besser mit ihrem koerper umgehen als maenner, oder ob es nicht auch vielschichtigere andere sichtweisen gibt...? ;-)

hm

apropos

vielleicht kann ich ja mal beklemmungen verposten, die mir in bezug auf krankheiten immer mal kommen. denn meine beklemmungen beinhalten, dass ich denke, dass ich mir diese krankheit selbst zuzuschreiben haben koennte, weil ich eben mal geraucht habe!

ich war beispielsweise erkaeltet hier in gb. mal ein "hatschi" hier, mal ein froesteln da, aber nichts, wofuer man sich ins bett legen wuerde. aber ich hatte meinen hals zu, und ich fragte mich, ob ich jetzt den lieben kehlkopfkrebs habe...?

mir fiel nach einer weile ein, dass meine mandeln ja schon immer eine medizinische katastrophe waren und es demnach auch noch sind: vernarbt bis zum get-no, bla, millionenenmal angeschwollen...

aber der gedanke, dass ich krebs haben koennte, war da und blieb. ich muss dann solche gedanken ausblenden. anders kann ich damit net umgehen.

ich habe jetzt die leise ahnung, dass mein herr selbstzweifel vielleicht alternative kampfregionen zu erobern versucht...? also damit meine ich: wenn herr selbstzweifel niemmer so den erfolg hat mit seinen liebsten spruechen (die da lauteten: du kannst gar nichts, du schaffst es am ende ja eh nicht, wer will dich denn, deine mutter hatte es schon immer gesagt...), dann blubbert er eben dort, wo ich ihn weggedrueckt habe, weg und quillt anderswo raus.

hm

soviel zum thema todesangst.

:-/

noch ein paar kleine antworten auf deine fragen, @para...:

@para wrote:

[...] Ob es Dir wohl so ähnlich gehen wird wie mir hier am Anfang? [...]



na dann erzaehl doch mal in epischer breite, wie es dir erging. ich muss gleich mal sagen, dass ich mit zahlen erschreckenderweise ebenfalls noch nicht viel am hut habe! meine beiden mathescheine schiebe ich stoisch vor mir her... immerhin rede ich mir jetzt manchmal ein, sachverhalte auch ein bissle zu erfassen. der der clou bei mathe scheint mir zu sein, dass man die zutaten recht intuitiv anwenden kann. so aehnlich wie kochen.

ich habe zum beispiel gestern bei der mathe-erlaeuterung des "goldenen schnitts" ewig gesessen und gebruetet, welche goddamned (ups sorry ausgerechnet bei der "devine proportion" = dem "goldenen schnitt" gottesgelaestert *gg*) erweiterung aus dem bruch a/b = (a+b)/a werden laesst...?

also wer nachlesen mag: http://de.wikipedia.org/wiki/Goldener_Schnitt

in wahrheit ist das einfach die formel oder das verhaeltnis, um das es eben geht. das heisst, man setzt einfach zahlen ein, fertig. keine erweiterung! man koennte sozusagen ein zweites gleichheitszeichen hinter besagte formel setzen und 1,618 einfuegen.

denn die formel besagt, dass das groessere stueck geteilt durch das kleinere stueck genau 1,618 ist, was zufaellig (also ZUFAELLIG und nix mathematische erweiterung eines bruches!) identisch ist damit, wenn man beide stuecke (das kleine und das grosse) addiert und die summe durch das groessere stueck teilt.

ach so...

*gg*

ich lese uebrigens gerade "the da vinci code" von dan brown. vermutlich hat jemand schon den film im kino gesehen, der juengst gezeigt worden ist? nun, ich net. und das buch ist in englisch.

hach

uebrigens noch ein gutes beispiel fuer komische gesundheitliche befindlichkeiten bei mir: mir ist teilweise richtig schlecht vor spannung. klingt toll? find ich nicht! ich kann den thrill nimmer geniessen, hey, es ist so weit!!! ich werde bequem, zu bequem um einen krimi zu lesen...?!

kann sein, denn juengst hab ich eines der ballerspiele von monsieur auf seinem computer gespielt, und mir speiuebel danach. das lag am stress!

dass ich keine computerspiele spielen kann, kann ich ertragen. aber dass ich neuerdings unter stress so dermassen abloose, find ich GANZ UNGLAUBLICH...!

was mir wieder die grauen zellen in gang bringt...: bin ich so gewichtig geworden, weil ich nicht nur relaxe von meinem bisherigen leben in der anwesenheit von monsieur und meiner eigenen innerlichen erleichterung generell? ja oder bin ich so 20 kilo mehr geworden, weil ich aufgehoert habe zu rauchen, ja?

ach ja...? und wieso bitte gehe ich nimmer spoerteln? und wieso habe ich enorme schwierigkeiten, abends noch auszugehen?

irgendwas stimmt da doch net.

wenn es mir sooooo gut gehen wuerde, wuerde ich dann nicht auch mehr elan haben? gut vielleicht habe ich elan und der tobt sich eher auf geistiger ebene aus...? aber irgendwie wurmt mich jede dieser erklaerungen, und auch gemeinsam bringen sie mich nicht zu dem gefuehl, meine eigene lebenssituation verstanden zu haben.

diese mir ehrlich gesagt voellig neue unfaehigkeit, stress zu ertragen, wirft ein licht auf meine lebenssituation. vielleicht... bin ich einfach auf dem rueckzug? verschanze ich mich hinter buechern, im netz, hinter worten? will ich nur noch das denken und erleben, was mir gefaellt...?

und baue ich mir damit etwa einen schutzwall auf, der nicht besser als der gemeinhin bekannte frust-schutzwall: bei meinem schutzwall sage ich halt dauernd "bubu gaga bubu" zu mir und wiege mich durch starke glaubenskraft in einem selbstvertrauen, was mir mein leben lang fremd war... und bei dem (bisher teilweise geuebten) frust-schutzwall sagt man halt dauernd "kenn ich schon, fall ich nimmer drauf rein, weiss was gut ist fuer mich, bin anspruchsvoll..." und laesst auf sozusagen spiegelbildlicher weise zu meinem bubu-gaga-bubu-schutzwall auf dinge von anfang an nicht mehr ein. dabei kann man nicht wirklich gluecklich werden, wenn man sich nimmer oeffnet!

tja

*am kopf kratz*

weil ich ein bissle der meinung bin, es koennte sein, dass ich mich ausgeruht habe die letzten 1 1/2 jahre, habe ich diesen urlaub genutzt, um mich langsam wieder heranzufuehren an meinen koerper. das hatte ich mir so vorgestellt: jeden tag mehrere stunden spazieren gehen.

nun ich BIN jeden tag MEHRERE STUNDEN spazieren gegangen, den geduldigen monsieur uebrigens in 80-90% aller faelle dabei (wie kann man so geduldig sein...?). ich habe geschwitzt wie eine schwein. ernsthaft! meine unterwaesche hat die salzraender von meiner schwitzerei und das oudeur meiner achseln war teilweise barbarisch *gg*.

auf den fotos sehe ich aus wie kurz vorm herzinfarkt und ich selbst kannte keine geschwindigkeit und keine kleidungsweise, bei der ich net ins schwitzen geraten bin. neben mir dann monsieur, der fit aussieht und allenfalls ueber fussweh geklagt hat - fussweh hatte ich natuerlich auch (die ersten drei tage dachte ich, mir fallen die beine ab und habe mal wieder geraetselt, ob das rauchen schuld ist... :-( ). es war sehr gut, dass monsieur mit war, denn somit haben sich manche aengste wegen meiner koerperlichen konstitution verfluechtigt (siehe fussweh), und wenn ich halt aussah wie frisch vorm herzinfarkt mit immer klebrigen haarfusseln im schweissnassen gesicht, dann hat monsieur es akzeptiert und bla.

will sagen:

entweder ich bin eine richtig dicke dame geworden (selbstwahrnehmung, wo bist du?) und da schwitzt man halt. --> habe mir die letzten tage dicke menschen angeschaut, die waren teilweise auch wie icke mit geroeteten gesichtern unterwegs, aber diese geschwitze hab ich net gesehen...

oder ich bin irgendwie gehemmt, gehindert, mit meinem koerper auf einer intensiven ruhelage, und haeh...?

na wie dem auch immer sei: ich habe beschlossen, mich sportlich wieder mit meinem koerper mehr in einklang zu bringen. und wenn ich beim spazierengehen schon so in wallung geraten bin, dann war es doch genau das richtige, hab ich mir dann gedacht.

ein kleiner verdacht, dass etwas ganz gewaltig seltsam ist bei mir koerperlich, bleibt. na dann kann es ja auch nur besser werden... ;-)

so

genug todesaengste und ekliges geoele beschrieben. kommen wir wieder zu "bubu gaga bubu"... oder so.

*smile*

ich lese jetzt meinen da vinci code weiter. ich kann das buch empfehlen, auch wenn es vielleicht literarisch jetzt nicht soooooooooo enorm super duper mega schick geschrieben ist. ich finde aber die raetsel, die in dem buch beschrieben werden, sehr lecker.

gruss

sine

28 August 2006

zeit zum labern

hallo para!

*drueck mal ganz dolle*

pass ma auf, wenn DU nicht viel zeit hast, ich habe zeit. und daher will ich dich mal zutexten ein bissle, schaun mer mal, ob das was bringt.

fangen wir doch an mit:

@para wrote:

Ohne jetzt etwas bereits abgearbeitetes strapazieren zu wollen [...]


nein suesse, du strapazierst net und ich freue mich tierisch *gg* von dir zu hoeren aehm ich meine zu lesen.

*froi*

@para wrote:
[...] nicht der Männer ureigenster Instinkt [...]


hm also wenn ich das so lese, dann klingt es einleuchtend. warum jedoch ist es nicht deren leidenschaft? kann es denn (vielleicht) sein, aehm, dass maenner eben kein multitasking koennen und daher hunger nur punktuell wahrnehmen (naehmlich wenn sie gerade nichts anderes zu tun haben und "zeit" fuer hunger entsteht)?

die (nahezu bestehende) unfaehigkeit zu multitasking bei maennern ist ein ewiger quell von missverstaendnissen zwischen maennern und frauen, ist meine aktuelle theorie, und vielleicht passt das stullenschmierproblem auch unter diese rubrik.

:-)

oder anders gesagt: frau sondiert fast ununterbrochen, ob sie sich wohl fuehlt, ob andere sich wohl fuehlen, und natuerlich leuchtet das rote laempchen bei "hunger" auf, wenn man hunger hat, und wenn man das laempchen leuchten hat, fragt frau sich automatisch, ob der partner eventuell auch hunger hat...?

tjach

ich habe den eindruck, maenner muessen hingegen zeit einplanen, in der sie sich um etwas anderes als um sich selbst oder auch um eine sache an sich kuemmern koennen. *gnihihi*

naja wie ich aber hoffentlich schon ausreichend habe verlautbaren lassen, finde ich die (vermutlich aus der unfaehigkeit zum multitasking folgende) zielstrebigkeit und ernsthaftigkeit in der verfolgung von zielen bei maennern erfrischend und moechte das nicht missen. also: wie immer jedem das seine.

@para wrote:
[...] Phänomen, gell Sine, dass man irgendwie immer bedachter darauf wird, dass es im häuslichen Bereich mit der Sauberkeit stimmt. Früher war das nicht so wichtig [...]


ja moeglicherweise ist es auch einfach eine frage des alters oder anders ausgedrueckt: eine frage der jeweiligen lebenssituation.

*kratz am kopf*

das laesst wieder eine unbestimmte anzahl von folgefragen in mir anschwellen... *ui*

hm dein vergleich mit der urlaubssituation bei euch ist interessant, den fuer mich hat sie ein augenmerk darauf bedeutet, dass es eben etwas anderes ist, ob man als zweizeller urlaub macht oder - wie jetzt halt bei uns hier in england - gast bei freunden ist.

hm ausserdem... die sache mit dem um-die-haeuser-ziehen stimmt auch, denn ich sag es mal so: meine interessenlage war halt anders. man kann net fuer alles zeit haben, und frueher habe ich ehrlich gesagt enorme koerperliche anstrengungen unternommen, um mein nachterleben reichhaltig zu gestalten. da faellt es schwer, am tag darauf erstmal mit nem brummschaedel noch die wohnung in schuss zu bringen. und es kommt hinzu, dass man ja nicht nur eventuelle alkoholexzesse zu kurieren hatte, sondern auch mehr jobben gegangen ist, um die erforderliche kohle an land zu bringen fuer einen 24-stunden-tag mit abendprogramm.

ich habe mir vor einiger zeit mal ueberlegt, wie zum beispiel grufties es schaffen, sich anscheinend tag fuer tag so zu stylen (also schminken - auch als mann -, immer schwarz gefaerbte haare haben, millionen verschiedener schwarzer ausgefallener kleidungsstuecke tragen, die ja irgendwann gekauft oder gar selbstgeschneidert sein wollen und dann noch mit dem coolnessfaktor zusammengestellt gehoeren, szenenzugehoerigkeit pflegen, nach raeucherstaebchen stinken...). ich glaube, eine blondine mit einer wasserwelle, die sich jeden tag die haare neu legt, ist unter umstaenden weniger mit ihrem auessern beschaeftigt als eben zum beispiel so ein gruftie. tja und meine annahme ist damals gewesen: jeder ist in SEINER SZENE gut. jeder investiert zeit und anstrengung fuer das, was ihm wichtig ist. vermutlich zahlt jeder denselben preis dafuer: den preis, abstriche in anderen dingen zu machen!

will sagen:

putzen ist frueher net ganz oben auf der todoliste gewesen, wie eben auch andere dinge, die nicht notwendig was mit haeuslichkeit zu tun haben mussten, nicht auf platz 1 waren. zeit ist ein endlicher faktor im leben, also bla!

hm hm

ach so und was mit ei bi aem ist?

@para wrote:
[...] Wann geht es denn los bei ei bi em? [...]


phh... am 1.9.

hm ich denke natuerlich daran, aber ueber die tatsache, dass mir jetzt aufgefallen ist, dass es ein freitag ist und ich ergo das wochenende ganz viel zeit habe, mir ein zimmer zu besorgen, bin ich noch net hinausgekommen. ich halte das nicht-nachdenken fuer eine angemessene vorbereitung, denn ich habe die vermutung, dass ich sonst vielleicht aufgeregt waere.

ich habe uebrigens mal wieder aufgehoert, mich zu freuen. im moment bin ich wieder bei unglauben angekommen. ich bei ei bi aem?

ich habe dann (wie so manchmal *huestel*) verallgemeinert und mir gedacht, dass in meinem leben so manches kaum zu glauben ist, zumindest im nachhinein. und dass man halt so reinlebt in die dinge. manchmal ist es gut, manchmal net. das sieht man ja erst, wenn man es erlebt...

@para wrote:
[...] Sittich [...]


? hm??

es gibt jemanden, der an meinen sittich denkt???

*lach*

als ich das gelesen hatte, fiel mir nach einer kleinen ewigkeit ein, dass ich selbst nimmer an ihn gedacht habe, seit wir in england sind. ich weiss leider auch nicht 100%ig, wie es ihm geht (und dem sittich von monsieur), denn meine freundin antwortet net auf die e-mail, die ich ihr geschrieben hatte (in der ich aber zugegebenermassen net nach den sittichen gefragt hatte). au weia... ;-))

naja ich versuche mal, deinem ansinnen folge zu leisten und ein foto von pierre einzustellen, kann aber fuer nix garantieren! ich gehe zwar davon aus, dass es den viechern gut geht, aber ich bin nur eine sehr kurze nacht in berlin, bevor ich nach stuttgart weiterduese... monsieur ist nicht so der fotograf und die kamera muss natuerlich mit mir mit und bleibt net daheim. schaun mer mal!

@para wrote:
[...] Mir fehlt im Moment eindeutig Gemütlichkeit. [...]


au au au, dieses manko mit einem sittich-foto kompensieren zu wollen, laesst tief blicken, @para!

*gg*

ach das tut mir echt leid mit dem tsunami-geheule. ich hoffe, dass es besser wird und bin einerseits auch froh, wenn du es rauslassen kannst. andererseits haette ich natuerlich lieber, du haettest keine sorgen!

ich habe tatsaechlich eine kleine lebensweisheit von meiner teacherin mitgenommen gedanklich. ich finde, diese weisheit passt auch auf deine situation:

die teacherin fragte, ob wir glauben wuerden, die professoren und pruefer an der uni wuerden den lernstoff mit leichtigkeit bewaeltigen (oder bewaeltigt haben, also sie selbst mal studis gewesen waren). ich musste zugeben, dass ich das geglaubt hatte! ja na klar es gibt doch superbrains und bla...!?

aber die teacherin behauptete, dass lernen NIEMANDEM leicht falle. und dass letzten endes die ausrede, dass man ggf. schwierigkeiten hat und dann "nicht geeignet" erscheint, nicht so ganz zaehlt, sondern nur einen unwillen zum lernen bedeutet.

o.k., das letztere hat sie so direkt net gesagt, sondern es ist von mir. sie hat nur verneint, dass lernen irgendjemandem leicht faellt.

gell

und so ist es halt auch mit situationen im leben immer, wo man was neues macht: man muss lernen, und dinge brauchen zeit.

daher hoffe ich ganz dolle, dass es fuer dich auch bald keine tsunami-traenen mehr gibt, @para.

o.k. ich muss stoppen. *gg* hab ja schon alles belabert

cu

sine

26 August 2006

hoelle selbst heiss gemacht

hallo

ich habe mittlerweile eine einstellung gefunden zu der sache, die ich - wie ich JETZT denke - faelschlich mit "spiesser" ueberschrieben hatte. du hast mich daran erinnert, @isabel, dass es halt auch damit zu tun hat, dass man schon ein bissle erfahrungen gemacht hat im leben und vielleicht deshalb nimmer so easy sachen macht, die man einst mal gern getan hat (oder gern bleiben lassen hat und die man NUN tut).

meine einstellung jetzt ist, dass das nicht mein problem ist, wenn c. ein bissle schiss hat vor mir, wenn es abwasch gibt und ich den abspuele (bisher kam ich mir dabei total mammimaessig vor), wenn ich bla und blupp mache. sondern ich denke, ich mache das, weil es fuer mich wichtig ist und ebenso brauche ich mich net mitzuteilen oder gar noch zu rechtfertigen, noe, ich lass gerne eine kleine erklaerung los, wenn es not tut, aber mehr nicht.

woraufhin ich gleichmal abgewaschen habe heute morgen und mir immer gewisser darin wurde, dass mir der abwasch gut tut, weil nicht getaner abwasch mich so depressiv fuehlen laesst. ich glaube, DAS ist der wahre grund fuer meine hausfraulichen taetigkeiten hier: manche dinge kann ich hier gut leisten, weil ich zeit habe, und ich tue mir keinen gefallen, wenn ich zustaendigkeiten vorschiebe. natuerlich haben c. und p. die primaere verantwortung, ich bin nur gaestin, aber wenn es mir so dringend ist, ist es auch o.k., wenn ich mein ding mache.

ich koennte es c. nicht erklaeren, was ich tue, habe ich mir dann ueberlegt. ich wurede mich also lediglich auf oberflaechliche begruendungen herablassen, denn wenn ich sage, was ich alles schon erlebt habe und was ich selbst in meinem innern so am laufen habe, dann klingt es WIEDER so aufgesetzt. so langsam faellt mir ein, dass ich halt frueher dinge auch net verstanden habe, und ein grund dafuer war einfach, dass menschen mir gesagt haben, wie es ihrer meinung nach "richtig" sei (egal um was es ging, auch beim thema abwasch beispielsweise). wenn man jung ist, kann man dem nichts entgegenstellen, ausser trotz allerhoechstens, denn es fehlt an erfahrung, es fehlt ggf. auch an innerer gewissheit und natuerlich (so war es jedenfalls bei mir) fehlt es an einem gefuehl fuer die innere welt selbst. dauernd brezelt man ueber eigene befindlichkeiten weg, wenn man jung ist, denn wichtiger als alles andere, insbesondere wichtiger als altbacken erscheinendes, ist halt, dass man einen traum lebt, der uebrigens auch radikal wechseln kann und dem ich in meinem alter offensichtlich schon in einer weise gegenueber stehe, dass die kommunikation wahrscheinlich schiefgehen muesste (wobei es keine kommunikation gibt im moment, ausser, dass ich mal angemerkt habe, dass hollywood-smalltalk net so mein ding sei und dass es ja fuer das eigene leben wenig oder gar nichts bringen wuerde, wenn man kate moss huebsch finden wuerde und selbst hoffen wuerde, wie sie auszusehen bzw. seine bekannten nach der aehnlichkeit mit stars auswaehlen oder wenigstens beurteilen wuerde).

naja

das problem koennte sein, dass ich mich irgendwann mal aeussere mit einer ansicht, die c. sehr verletzen mag. aber ich glaube, wenn ich mich weiterhin bemuehe, es irgendwie alles so zu halten, dass es vielleicht irgendwie "passt" bei uns, dann platzt mir viel eher das falsche raus, denn ich bin halt net ich selbst.

ja

jedenfalls will ich jetzt nimmer nachdenken ueber die sache. dass es so eine fragestellung werden konnte, halte ich andererseits schon noch fuer ganz normal: irgendwie lebt man sich doch ein und moechte auch gerne dinge annehmen und konflikte vermeiden, wenn man zu besuch ist. diese phase habe ich jetzt (vermutlich) hinter mir. ich bin mir meiner selbst wieder klar geworden und dieses ganze hin und her "wer-sind-die-wer-sind-wir" ist jetzt unsinn fuer mich geworden.

es tut schon eine wohltuende, wenn auch nicht immer wirklich gute wirkung: ich hab nimmer stress. ich habe den eindruck, ich nehme jetzt erst unser holiday-zuhause wahr, und naja ich bin zufrieden, aber ich freu mich vor allem auch, dass es eben nur fuer holidays ist.

so

tatsaechlich schnurrt nietzsche schon wieder auf meinem schoss. hm... :-)

@isabel: ein wort noch zu deiner panik vor fremdbestimmter arbeit. das kenne ich auch. ich habe es diese tage immer wieder mal. schon am 2. tag unseres urlaubs hatte ich per voice-over-ip einen anruf von meinem ab abgehoert, demzufolge das finanzamt irgendetwas wollte und um rueckruf bat. na fein. solche sachen und meine faehigkeit (oder sogar leidenschaft), mir immer angst zu machen vor situationen, fuehren gerne dazu, dass ich GAR NIMMER weiss, wie ich eigentlich wieder zurueck in meine verantwortungsvolle arbeitswelt soll und bla.

ich weiss nicht, ob es auch bei dir den punkt trifft, aber mir faellt zu deinen worten halt nur ein, dass ich glaube, dass wir uns gerne mal dinge vorstellen und unsere phantasie nicht immer schoene bilder zeichnet. wenn ich angst bekomme oder auch unwohlsein, versuche ich jetzt daher immer, mir die frage zu stellen, ob das jetzt eigentlich notwendig ist, dass ich ueber probleme nachdenke. denn natuerlich gibt es dinge, auf die man sich vielleicht vorbereiten kann oder muss. aber meist entpuppt sich mein gezweifle und meine sorge nur als angst, die vermeidbar ist.

kaum habe ich das gedacht, versuche ich dann auch schon, sie zu vermeigen (ich meine die angst).

:-/

also kenne ich deine gefuehle, die man haben kann, vielleicht. aber es ist fuer mich eine wichtige uebung, mich allen dingen zunaechst einmal mit einer positiven oder wenigstens neutralen inneren haltung anzuvertrauen. ich bin es naemlich leid, mir selbst immer die hoelle am heissesten zu machen.

*g*

gruss

sine

25 August 2006

von Isabel am 25.8.: Stimmungsschwankungen

Einen herzlichen Gruß am Freitag und vor Feierabend - die Stimmung hat sich dann doch noch gebessert, allein schon weil ich muffelig und grantig und mies gelaunt ins Büro gekommen bin und dort von strahlenden Gesichtern freudig empfangen wurde.
Es schien, als freuten sie sich, mich zu sehen. Und ich hatte ein schlechtes Gewissen, weil sich meine Laune nicht an der ihren orientieren konnte. Na, der Alltag hat mich inzwischen wieder.

Was es aber noch immer ist, vor dem ich mich fürchte: dass eine Arbeit, die fremdbestimmt ist, zum Lebensmittelpunkt wird - nicht weil es meine Aufgabe oder gar meine Bestimmung wäre, sondern weil es sonst nichts gibt.

Klingt nach Torschlusspanik? Natürlich dachte und denke ich auch darüber nach, so wie ich versuchte, über alles andere nachzudenken.
Dabei bin ich zu dieser schockierenden Erkenntnis gekommen, dass ich nicht fähig bin, meine eigene Vergangenheit so wiederzugeben, wie sie passiert und mir im Gedächtnis ist.

Es gibt Dinge, die kann ich mir nicht einmal selbst erzählen. So als hätte ich es mit Absicht und Zwang vergessen wollen und habe entsprechend daran Geknüpftes, damit Assoziiertes ebenfalls vergessen.

Oder eher verdrängt?

Vielen Dank für dein liebes Kompliment, @sine. Ich gebe zu, es ist sehr schmeichelhaft, wenn du so etwas schreibst. Meine Gedanken, wenn ich hier etwas abschicke, sind meist eher, ob das jetzt nicht viel zu wirr war.

Aber @sine versteht es trotzdem, das tut gut. Das ist auch ein Satz, den ich mal zu meinem Chef sagte: ich bedankte mich, dass er - auch wenn ich mich verquer ausdrücke - immer weiß, wie es gemeint ist (er packt es in seinem Feedback dann gern in kurze, verständliche Worte :-))

Das ist eine Gabe, mhm

Was die Definition von Spießern oder Non-Spießern betrifft, habe ich so meine Schwierigkeiten. Ob es in die Lade Spießigkeit fällt, wenn man grundlegende Sauberkeit bevorzugt, oder doch in die mit der Aufschrift "Hygiene"?
Oder kann das Saubermachen in seiner monotonen Handlungsweise auch den Blutdruck senken und zur Gelassenheit führen, wenn einem beobachtbare Unfähigkeit ganz zappelig machen möchte?
So viele Fragen.

@sine schreibt:

ich war auch mal so drauf wie c.

Wie ist das, stimmt es, dass einem am meisten an anderen stört, was einem an sich selbst am meisten stört - überhaupt, wenn man die Konsequenzen kennt?

Ich weiß von mir, dass ich die Geduld schnell verlieren könnte, wenn ich sehe, dass jemand die gleichen Fehler macht, die ich gemacht habe. Die Tatsache, dass man jedem seine eigenen Fehler machen lassen muss, denn nur die Selbsterkenntnis schützt vor Wiederholung, ist mir zwar theoretisch bekannt, praktisch macht es mich ungehalten.

Stellt euch vor, wenn man wirklich so lange auf der Welt wäre, dass man alles schon gesehen hätte - die Fehler wiederholen sich ja, es sind ja nur die Leute neu, die sie machen - wie kann man dann so ruhig zusehen - oder kommt die Ruhe mit dem Alter, oder nur das Bedürfnis danach?

Vollgepackt mit unlösbaren Grundsatzfragen geh ich jetzt shoppen :-)

Mir fehlt Garderobe für den Herbst und ich muss mich umsehen, bevor die Schnäppchen restlos weggeschnappt sind. Da mir auch die zähen Eigenschaften einer Wühltischmaus nicht in die Wiege oder sonstwohin gelegt wurden, sehe ich dem mit Grauen entgegen ...

Euch allen noch freudvolle(re) Erlebnisse und ein schönes Wochenende von Isabel!

24 August 2006

mehr meer

auf sich selbst besinnen

huhu nochmal!

also @isabel: deine worte finde ich mal wieder klug. du hast schon recht, denke ich...

@isabel wrote:


Ich dachte, Urlaub ist, einmal etwas ganz anderes zu tun als sonst.


nu sicher

ich habe mich auch mit dem thema "arbeit" auseinandergesetzt, und mein kleiner schluessel zu einem erkenntniszuwachs lag darin, dass ich arbeit und freizeit (ggf. also auch vielleicht urlaub) in beziehung zueinander gesetzt habe. ich kam allerdings net zu dem ergebnis, das du anscheinend gefunden hast. ich habe natuerlich auch waehrend der arbeit und nicht waehrend des urlaubs nachgedacht ueber das thema, ich denke, das erklaert einiges :-) .

also ich denke, jedes erlebnis beruht auf taetigkeit. damit will ich sagen, dass unsere herrlichen sonnenuntergaenge im urlaub meist dann geschenkt werden, wenn wir es nicht erwartet haeten (frag mich jetzt bitte nicht, wie ich das meine, aber halt so ein bisschen in der art, dass man mit dem wetter auch nicht alles so hat im urlaub, wie einem der innere film schon gedanklich vorgespielt hat) und dass es gut ist, man wartet nicht auf irgendwas, sondern man macht IMMER das, was man machen MOECHTE.

das gilt nicht nur fuer freizeit, sondern das gilt auch fuer arbeit. nur dass es nicht so funktioniert, dass man einfach "ganz viel" arbeitet und dann ergibt sich schon etwas schoenes. sondern ich denke, ich musste erstmal zu begreifen versuchen, dass ich eine kranke einstellung zu arbeit hatte (und leider bestimmt noch teilweise habe) und mal ein bissle mehr relaxen sollte, auch waehrend der arbeit. ich halte es jetzt mit herrn churchill, der gesagt hat: "ich habe keine zeit, mich zu beeilen". auf meinem handy steht als begruessungsspruch: "wahre aktivitaet ist passiv."

du siehst, @isabel, ich bin also zu dem ergebnis gelangt, dass entspannung und arbeit direkt zusammenhaengen. ein urlaub also so zu gestalten, dass man total entspannt, hat nicht notwendig damit zu tun, dass man sich NICHTS vornimmt.

*g*

um missverstandnissen vorzubeugen: sich mit sich selbst auseinanderzusetzen ist ebenfalls taetigkeit (fuer mich zumindest).

@isabel wrote:
Also konzentrierte ich mich in diesen freien Tagen auf mich selbst. Eine Tätigkeit, die deprimieren kann und diese Erkenntnis ist noch deprimierender als die Tätigkeit selbst.


naja

waehrend meiner psychotherapie und auch danach immer wieder hatte ich auch dieses gefuehl: sich mit sich selbst beschaeftigen bedeutet deprimiertheit. aber ich glaube, dass ist nur die wolke, die uns umgibt und die man sich mal muehe geben sollte zu durchdringen. klingt hoffentlich net allzu besserwisserisch jetzt!

ich muss stoppen, sonst erwischt mich c. beim bloggen. und dieser blog soll aber vor real-life-menschen (groesstenteils) geheim bleiben.

also lasse ich es mal mit der letzten andeutung bewenden, zumal das immer alles von einem selbst ergruendet und erlebt werden muss und bestimmt auch bei jedem etwas anders ist.

viele gruesse also nochmal von mir auch an menschen mit deprimierenden stimmungen *g*!

gruss

s.

spiesser

hallo (aus dem fernen england...)

auf meinem schoss sitzt nietzsche (die kleinere der beiden jungen katzen unserer gastgeber), und weil es morgen ist und beide katzen vor hunger sterben, schnurrt sie auch bei mir... das bringt einen auf jeden fall auf versoehnliche stimmung mit was auch immer man eben noch bedrueckendes oder nerviges im kopf gehabt haben sollte.

ich habe mir unseren ort, worthing, zu fuss "erobert". ich bin hier schon so viel spazieren gegangen, dass mir meine beine schon seit zwei tagen wehtun ohne unterlass.

ausserdem habe ich mir gestern meine haare blond gefaerbt. monsieur hatte damit begonnen, ich glaube, nachdem er meine natuerliche haarfarbe ueber ein jahr lang kennengelernt hatte, wollte er nun also nach schwarz und braun (natur) blond sehen. ich hatte nun gedacht, dass ich es ja jetzt vor stuttgart gut machen koennte und ein neuer look auch guenstig waere fuer meine bestrebungen, mein koerpergewicht nach unten zu drosseln.

jetzt habe ich gelbes haar, jaja...

ich bin gespannt, wann ich selbst mich an die haarfarbe gewoehnt habe. erstmal hatte ich die mittlerweile als ueblicherweise auftauchenden probleme, dass ich mir zu spiessig vorkam. dann habe ich gedanklich das ruder herumgerissen und denke nun, dass ich halt wie eine oversized barbie aussehe, wobei nach wie vor meine gesichtsfarbe meinem nicht so zuverlaessigen kreislauf geschuldet ist und somit gerne zu rot tendiert.

:-/

hm

ein wort noch zum thema "spiessigkeit" (oder auch zwei worte...):

monsieur und icke machen hier so sachen. wir haben einen staubsauger gekauft, weil wir nicht in den dreckfusseln auf dem fussboden schlafen wollten, die sich in der neuen wohnung seit dem einen monat, den unsere gastgeber hier (erst) wohnen, schlafen wollten. ich wasche jeden tag ab, weil ich salat machen moechte und nicht weiss, wie ich den salat waschen soll in einem berg von abwasch, der die spuele bevoelkert, und nicht weiss, wo ich den salat putzen soll in einer kueche ohne abstellflaechen. wir (oder zumindest icke) rede(n) dauernd ueber katzenscheisse, weil ich es schlicht zum brechen finde, wie es hier haeufig riecht und mein inneres schwankt zwischen katzenklo-saubermachen und katzenklo-saubermachen-den-besitzern-ueberlassen.

ich erlebe uns als einkaufende, saubermachende spiesser, die ununterbrochen buecher lesen und die katzen vom tisch scheuchen.

ich habe mich bereits gefragt, ob die freundin von monsieur's freund im grunde ihres herzens ein punk ist. es liessen sich auch andere deutungen ersinnen, aber ich spar mir lieber die anderen moeglichkeiten und mach den kopf zu, wenn es mir zu unangenehm wird.

naja

ich habe dann darueber nachgesonnen, ob monsieur und ich spiesser sind (ohne ergebnis, leichter trend zum "ja") und auch darueber, ob ich mit monsieur so umgehe wie die freundin von monsieur's freund mit dem (ihren) freund. denn wenn sie so ziemlich ohnmaechtig unseren aktionen in sachen abwasch und staubsaugen gegenuebersteht, so kann sie sich doch sehr gut in unsere situation einfuehlen, wenn es um den umgang mit dem partner geht (scheint es jedenfalls). ich denke darueber nicht wirklich nach, aber ich frage mich langsam, ob es nicht besser waere, andere leute nicht so in unser beziehungsleben hineinsehen zu lassen. naja, andererseits nehmen wir ja auch keinen schaden an unserer eigenen offenheit (oder wie sag ich das jetzt)...

damit will ich sagen, dass die freundin ("c") den armen freund ("p") wegen jedem scheiss anruft, wenn er auf arbeit ist. ich musste jetzt mir selbst zusehen und zuhoeren, wie ich sie nachaeffte und sagte: "p., we've got a problem!". es ging darum, dass die eine katze gekotzt hatte und c. anschliessend, nachdem ich ihr diese feststellung erlaeutert hatte, gleich den telefonhoerer in die hand genommen hatte. ich glaube, das war nicht richtig von mir gewesen, sie laecherlich zu machen, aber ich hab es spontan als laecherlich empfunden, und in der spannung, die zwischen mir und ihr doch manchmal herrscht, kommen halt seltsame fruechte zutage.

ausserdem will ich mit dem eigentlich eben angesteuerten thema "offenheit" sagen, dass ich monsieur gerne mit kleinen spitznamen und ausdruecken versehe, die sich an die jeweilige situation anpassen. hilft er mir, ist er "superslave". haben wir beide gute laune, gackern wir kurz in nachahmung eines hahnes (was natuerlich superpeinlich fuer uns selbst ist, aber c. fuehlt sich immer verarscht davon und bezieht es also in negativer art auf sich selbst). usw. usf.

jetzt behauptete c., dass monsieur IHR ja sicher eine stulle gemacht haette, wohingegen p. sich eher zieren wuerde. monsieur in tausend noeten hat beteuert, es sei nicht vergleichbar, was er fuer mich machen wuerde mit - aehm womit? und wir verstecken unsere beziehungsmacken und -freuden dann immer hinter dem joke, wir seien "interlektuell" und das bedeute spezielle riten und - je nach bedarf - abhaengigkeit oder auch distanz voneinander.

monsieur fluechtete hier in der debatte, ob er c. lieber behilflich ware als p., ebenfalls in das schalkhafte argument, dass er und icke eine "interlektuelle" beziehung haetten und dass daher keine moeglichkeit eines vergleiches bestehen koennte (was dann auch wieder etwas peinlich klang, aber noch ein recht aufrechter weg aus dem dilemma war).

ich habe dann gegruebelt, ob ich monsieur etwa auch zum brotschmieren, einkauf-schleppen und sonstwas anhalte oder ob es nicht einen tatsaechlichen und greifbaren grund gibt, weshalb ich einen ziemlich grossen unterschied sehe zwischen ihrem begehren, dass p. dauernd zu ihr ankommen soll, damit sie sich mit ihm unterhalten kann und in diesem fall auch, dass er ihr eine stulle schmieren sollte. und ich glaube, dass es einen unterschied gibt: ich wuerde es auch selbst machen. o.k., das ist kein unterschied? shit

aehm

ich glaube, ich helfe, wenn ICH kann und monsieur hilft, wenn ER kann (wobei sich szenen schon eingespielt haben und ich nicht gerade wenig hilfe bekomme, das stimmt). zu hause mache ich sehr viel im haushalt und honoriere auch immer, wenn monsieur arbeiten gehen muss und ich mal weniger krempel um die ohren habe.

und: ich schicke ihn nicht. es ist fuer mich (vermutlich dank jahrelanger wg-erfahrung *gg*) klar, dass man wuensche auessern kann, wenn jemand eh vor dem kuehlschrank steht oder in die kueche geht. aber nicht, wenn er sich gerade hingesetzt hat oder, noch fieser, gar nicht in der naehe ist!

naja

von ausnahmen abgesehen natuerlich. ich werde das verhaeltnis zwischen monsieur und mir noch weiter unter die lupe nehmen, soweit das kuenftig noch moeglich ist. aber innerlich kommt mir die rollenverteilung bei uns gerechter vor und ich sehe auch eine flexibilitaet bei uns, wohingegen c. mit p. spielt und divenhaftes von sich gibt, was noch niedlich wirkt in ihrem alter, mir aber sicher nach 2 wochen dann genuegend ist und wo ich mich bang frage, wie lange p. das mitmacht. "ewig", sagt dann einen kleine stimme in meinem inneren, und ich frage mich weiter, ob maenner - manche maenner - so leicht ausnutzbar sind...?

monsieur waere es. ich koennte ihm ohne weiteres eine hoelle bescheren, wie es seine ex ihm beschert haette, und er wuerde in diese daemlichen befindlichkeiten meiner eigenen divenhaften seite hineinschlittern und am ende nicht mehr aus dem geknechte und alles-recht-gemache wieder herauskommen.

komisch, ich wuerde es nicht machen. dabei bin ich im leben schon haeufig an menschen geraten, die mich ausgenutzt haben. meine freundin in berlin meint sogar in den jahren bei neuen partnern "gleich" zu merken, ob ich mir "wieder" einen ausgesucht habe, der mich "nur" ausnutzt ;-) (so wurde schon einer beschimpft, der mir wirklich viel geholfen hat und wo gar kein anlass bestanden hat, dieses ungleiche verhaeltnis in dieser richtung zu vermuten). aber: ich wuerde einen cut machen.

na gut

mein letzter liebeskummer war derart, dass es mich vielleicht auch ueberanstrengt haette, nochmal einen solchen cut machen zu muessen. ich war so deprimiert von den vielen uneinigkeiten in meinen partnerschaften, dass ich einfach keine lust mehr hatte, mich erneut abgrenzen zu muessen irgendwann wieder. also alleine bleiben! aber bei monsieur gibt es keinen ausverkauf der gefuehle. wir gehen uns manchmal auf die nerven, korrekt. er ist saumaessig vergesslich und manchmal aufbrausend, wenn er vor aufgaben gestellt wird, die er eigentlich zu erledigen hat, aber zum millionsten mal vergessen (!) hat. und ich bin ueberhaupt sehr - aehm was bin ich eigentlich?

naja

also fazit:

monsieur und icke sind ein klein bissle die spiesser geworden: sauberkeit und ruhe sind unsere wesentlichen ziele fuer das alltaegliche miteinander *oh gott* 8-o

und fazit 2:

monsieur und icke sind reifer und weiter als die beiden, die hier unsere gastgeber sind. thank god! ich war auch mal so drauf wie c. aber so funktioniert respekt nicht, sondern leider zerstoert das ausleben jeglicher allueren den respekt.

naja

vielleicht entwickelt sich c. ja noch gell

so

habe fertig ausgekotzt

gruss

sine

p.s.: @isabel: ich versuche noch, zu deinem posting was zu schreiben.