15 Juli 2007

pfade

hallo,

ich habe im netz etwas sehr nettes gefunden zum thema "ausgetretene pfade":

dieses bild hier bild fehlt leider zeigt einen hübschen pfad in einem rasen. abgesehen davon, dass ich es nett finde, dass das unendlich-zeichen gebildet wurde, finde ich auch spannend, wie dieser pfad tatsächlich durch laufen erstellt wurde. es findet sich dazu ein flash-video auf der angegebenen webseite, das ich leider irgendwie nicht einbinden kann hier im blog, sorry.

Quelle: www.yamashita-kobayashi.com/infinity.html

ich find es - glaube ich - so toll, weil ich gerade doch häufiger darüber nachdenke, wie viel zeit schon vergangen ist. ich bin jetzt 37 jahre alt. dieses studium ist ein vergrößerungsglas auf den ablauf meiner eigenen lebenszeit - ein belächelnswertes vergrößerungsglas. man kann den unterschieden zwischen der studienzeit damals vor 15 jahren und jetzt ja mit kritik und humor begegnen (wie schon getan, liebe @isabel, *hihi*).

es gibt aber noch mehr, bei dem mir in letzter zeit auffällt, dass die zeit rennt.

abgesehen von diesem sinnieren über die zeit passt noch gut zu dem bild mit dem pfad, dass wir gestern bei monsieur's eltern kurz angesprochen hatten, dass man mit dem auto auch gern mal - vielleicht aus alter gewohnheit - ein ziel ansteuert, was man nicht gewollt hatte. doch das falsche ziel hat man eventuell sogar mit logischen überlegungen (wie z.b.: "ist es jetzt über A schneller oder fahre ich lieber über B...?") angesteuert, nur um dann bei der ankunft erstaunt zu sein, was man da eigentlich gemacht hat.

wir haben nicht nur im rasen diese pfade, sondern auch in unserem denken. vielleicht auch in unseren wünschen...

*grübel*

so viel von mir bei der allmorgendlichen tasse tee...

ich wünsche einen schönen sonntag!

gruß

sine

13 Juli 2007

afterwork und work

...so, nun ein paar gedanken von mir...!

isabel: ja, ich sehe, für dich ist die uni auch mit ecken und kanten ausgestattet. hey, gestern hab ich mich per e-mail mal bei einem meiner profs ausgekotzt über die verhältnisse! hm, das war echt erleichternd für mich, dass ich dem eine e-mail geschrieben habe, denn in der vorlesung am tag zuvor war er ziemlich rigoros mit einer berechtigten frage zum benotungssystem umgegangen.

ich mag es ja nun GAR NICHT, wenn man einer frau damit kommt, sie würde ihr anliegen "zu aufgeregt" vorgetragen haben! das sind doch ganz unfaire unterstellungen, die letzten endes nur an wirklich frauenfeindliche klischees anknüpfen, wenn man behauptet, der diskussionsbeitrag einer frau sei "zu aufgeregt" gewesen oder vielleicht "zu emotional" und schlimmstenfalls "hysterisch".

als ich junganwältin war, ist mir früher voll die spucke weggeblieben, wenn mich jemand so bloßzustellen versucht hat. ich hab dann gehört, dass der prof diese tour bei der kommilitonin gebracht hat, und tja, ich dachte mir: "die arme, sie ist doch noch so jung und hat alles richtig vorgetragen trotz der großen gruppe, vor der sie gesprochen hat - und dann würgt der typ ihr eine rein". und ich dachte mir, dass ich sie unterstützen sollte, weil ich ja nunmal das reden in solchen streitdiskus kenne und wohl auch ganz gut beherrsche. und weil ich das, was die frau gesagt hat, sehr richtig fand (es ging darum, dass sie kritik an dem benotungssystem geäußert hat, wonach wir in kontingenten benotet werden - 10% bekommen ne "1", 20% vielleicht ne "2"... und wonach also jemand, der eigentlich die antwort entsprechend der vorgegebenen korrekturlösung richtig angegeben hat, ggf. irgendwie noch runtergeprüft wird, weil sonst vielleicht zu viele einne bestimmte note erreichen würden).

aber ich habe mich nicht gemeldet. ich hab mich aufgeregt innerlich! und dann hat der prof noch zwei dinge falsch dargestellt, die mit jura zu tun haben, also hab ich ihm eine sehr lange e-mail geschrieben gestern.

ich mache so etwas sonst nie. im gegenteil habe ich gerade in diesem semester beschlossen, meine menschenfreundlichkeit zeitlich mal etwas zurückzustellen und z.b. die klausuren, die jetzt anstehen, nicht auf meiner webseite öffentlich zu besprechen anhand der schwer erhältlichen alten klausuren. das will ich erst tun, wenn mein eigener klausurtermin verstrichen ist.

grund ist eben das notenkontingent - wenn ich jetzt schön die antworten vorkaue, dann ziehen sich das meine kommilitonen schön rein und schreiben es wort für wort auswendiggelernt in die klausur, bekommen volle punktzahl, und klein-sine mit ihrem "ich-will-alles-verstanden-haben-gehirn" brütet eine neue formulierung aus und kann sich den eigenen text, den ich mir ja in ruhe überlegt hatte, nicht merken... und bekommt nur ne schlechte "2" oder so!

aber nun... hab ich doch mal stellung bezogen. ich denke ja, dass das heikel ist - mein name steht auf der e-mail etc. aber ich denke auch, gerade weil mein namen draufsteht, findet dann (ggf.) ein kommunikativer austausch auf dem ernstgemeinten level statt, auf dem ich mir das ganze auch wünsche.

so

ich habe gestern mit meiner besten freundin hier aus berlin tatsächlich ein bewerbungsfoto zustandegebracht. es ist ja eine ziemlich zähe angelegenheit, aus meiner freundin einen funken leben herauszuholen. das gilt ganz besonders für ihr anliegen, sich auf neue jobs zu bewerben.

hatte ich nicht schon mal erwähnt, dass ich glaube, dass sie suizidär sein könnte? auf jeden fall ist sie oft traurig und antriebslos. der hauptgrund ist ihr aktueller job, in dem sie nun schon seit ähm 10 jahren oder länger von ihrer kollegin gemobbt wird.

meine freundin hat schon x-mal einen anderen job ergreifen wollen, weil sie auch sonst die schnauze voll hatte von der tätigkeit einer (ungelernten) rechtsanwaltsgehilfin. sie wollte bereits masseuse werden und reiseleiterin. aber es hat nie für irgendeine bewerbung ausgereicht bei ihr. ich weiß selbst, dass das auch anstrengend ist! wenn man keinen schritt auf ein ziel zu macht, dann kommt man am ende fast schon zu dem schluss, dass es besser gewesen wäre, sich erst gar keine eigenen ziele zu setzen, denn dann leidet man auch nicht darunter, dieses ziel nicht zu erreichen.

so denkt wohl meine freundin auch tatsächlich. kennt ihr das, dass das äußern eigener vorstellungen und wünsche fast schon schmerzen auslöst, weil man einfach solche angst davor hat?

angst sowohl vor dem oben beschriebenen unglücklichen prinzip, dass ein traum eben auch verwirklicht werden will und sich bei nicht-verwirklichung wie ein vergrößerungsglas auf die probleme legt, die man nunmal hat, wenn man sich nicht aufraffen kann zu irgendwas.

angst aber natürlich auch vor der herausforderung, sich in unbekanntes gebiet (also: in das "neue") hineinzubegeben. meine freundin war schon immer sehr (!) vorsichtig mit neuen sachen. das ist ein muster, das sie fast nicht durchbrechen kann.

aber: wie gesagt, aber (!) gestern waren wir (endlich) beim fotografen. es war genau derselbe laden, wo monsieur und icke unsere biometriefähigen ausweisbilder hatten machen lassen. ich fand den laden preiswert (sehr sogar) und dennoch voll super. bei meiner freundin hat der typ noch viel mehr geleistet als für unsere verschissenen biometrie-fotos, und jetzt sieht meine freundin absolut top aus. für so ein foto (also sogar mit retusche und aus einer auswahl von insgesamt 10 verschiedenen shots incl. einer option zu noch mehr shots bei nicht-gefallen) hätte ich an ihrer stelle auch mehr bezahlt als 15 €, um nicht zu sagen: das ist genial geworden!

vielleicht geht ja jetzt was bei meiner freundin. ich selbst muss mich allerdings ebenfalls zu neuen bewerbungen aufraffen... *seufz*

so

nun bin ich endlich ein wenig aufgewacht - ich brauche morgens echt immer ein weilchen zum wachwerden!

gestern waren meine freundin und icke auch noch billard-spielen. mein chef hatte eingeladen, und es war ganz lustig (was mich positiv überrascht hat - ich hasse afterwork-treffen eigentlich total). ich hab 2 bier und ein radler getrunken und dachte, dass ich heute morgen ziemlich tot sein würde - aber: es geht!

na denn

ich hab 5 tage am stück kein mathe gelernt. ich hab mich nur für kostenrechnung vorbereitet, denn das ziel ist, diese woche kostenrechnung fertig gelernt zu haben!

hm

also mach ich weiter kostenrechnung. gottseidank lichtet sich das dunkel in meinem kopf doch etwas bei kostenrechnung. unsere superschlechte dozentin und unser auch nicht gerade sinnstiftender tutor sowie die reichlich umständliche pflichtlektüre können nicht vermeiden, dass ich hie und da einen "roten faden" entdeckt habe. ich werd mal weiter schauen, ob ich noch mehr "rote fäden" finden kann, denke ich. mathe dann erst ab montag nä. woche wieder!

ich grüße euch und wünsche euch einen schönen freitag.

gruß

sine

bilderbücher

hallo guten morgen!

also in sachen bilderbücher weiß ich nur, dass man ruhig nach seinem eigenen geschmack gehen darf... das sagt zumindest meine beste freundin in augsburg, die ich übrigens bald besuchen gehe (nach den klausuren, jippieh!). scheinbar muss man halt ein bissi gucken, ob man nicht die ganz ätzenden jesus-bücherchen erwischt, denn zumindest bei uns in süddeutschland ist der markt für christliche kleinkindliteratur bestimmt genau so groß wie der für weltliche bilderbücher.

:-/

nicht, dass ich was gegen jesus-geschichtchen hätte. ich muss aber sagen, jesus in jedes noch so triviale bildergeschichtchen zu pressen, ist mir irgendwie nicht so nahe. jesus gehört in eine kinderbibel, find ich, und später kann das liebe kleine auch mal zum kindergottesdienst geführt werden, o.k.

vielleicht bin ich schon etwas altbacken mit meinen vorstellungen - doch es widerstrebt mir, den nachwuchs mit jesus zuzukleistern schon von der ersten wachen minute an (oder so). für mich ist glaube etwas, was man lebt. das ist das prinzip, und nicht gehirnwäsche. oder?

äh ja

*geht_erstmal_leckeren_pflaume-ginseng-tee_holen*

bis gleich...

s.

12 Juli 2007

von Matilda am 12.7.: (baby)geheul

guten tag an einem herrlichen sommertag...

der draussen ohne mich statt findet, während ich in diesem dämlichen büro sitze und rein gar nix zu tun habe - und das ist dann wohl mein einstieg in den heulchor.

;-)

ich beneide euch nicht um's studieren, ich habe nie gerne über den büchern gesessen und prüfungen mochte ich schon gar nicht. deshalb fühle ich mich immer ein bissi wie ein aussenseiter, wenn ihr euer studiengeheul anstimmt.

wieder ;-)

sind die kleinen denn noch sehr klein, @isabel? von bilderbüchern habe ich nicht viel ahnung, aber ich kann mich an unzählige kinderbücher erinnern, die ich selbst gelesen habe, und die ich heute noch klasse finde. meine nichte ist ja noch zu klein (obwohl ihr vater behauptet, er brächte ihr gerade bei, auf bäume zu klettern...), aber ich kann es schon jetzt kaum erwarten, ihr die ganze bibliothek vorzulesen, die bei meinen eltern auf dem speicher verstaubt.

ups. muss loss

:-)

matilda


11 Juli 2007

von Isabel am 11.7.: noch ein bisschen vom Heulen ...

Es ist sehr deprimierend, wenn es in deiner Altersklasse keine Kollegen gibt: das ist wohl überall so und beim Studieren ist das ganz speziell.

Es gibt neben mir schon auch noch andere - sehr wenige - "Seniorstudenten“ und sie haben natürlich alle das gleiche Schicksal, aber so etwas verbindet auch, wenn auch wenig.

Schließlich ist jeder ein Einzelkämpfer, wenn’s drauf ankommt. Spaß bleibt oft auf der Strecke, das ist schade und ich hoffe noch immer, dass es im dritten Abschnitt besser wird.

Sicher könnte man darüber diskutieren, dass für Diskurs keine Zeit mehr bleibt und dass angesichts steigender Hörerzahlen und verpflichtender Ressourceneinschränkung nur noch Massenprogramm, das leicht prüfbar ist, angesagt ist.

Also nicht dass die Prüfungen leichter werden, sondern die Korrekturen werden vereinfacht - es lebe das MC-Programm - um Zeit zu sparen.
Alles auf Kosten der Qualität. Bevor ich mich zu politischen Diskussionen hinreißen lasse

;-)

die vermutlich sinn- und ergebnislos wären, reden wir doch noch ein bisschen von den Babies.

Nächste Woche besuche ich eine Freundin mit ihren beiden Kleinen und als Gastgeschenk standen Bilderbücher auf der Liste.

Jemand muss ja mit der intellektuellen Erziehung anfangen *gg*

Jetzt kenne ich die Geschichte vom Apfelbaum, vom Städtchen Drumherum und auch die vom sehr unfreundlichen Krokodil

;-)

das ist ja so süß, ich hab mich schon lange nicht mehr so amüsiert in einem Buchladen.

Schade eigentlich.

Dass mich Lehrbücher nicht amüsieren.

Lieben Gruß von Isabel!

08 Juli 2007

studiengeheule

hi ho

@isabel:

du hast zu der frage, wie du die prüfungen geschafft hast, geschrieben:

ich lerne nicht, zumindest nicht so, wie es dem System entsprechen würde - auswendig Text repetieren, Definitionen pauken, usw.


oh, das kommt mir bekannt vor. ich saß im ersten semester STAUNEND da und habe festgestellt, dass die kidz einen anderen lernstil haben als icke. sie pauken. sie gehen wie opferlämmer in die prüfungen (manche früher, manche später... also vielleicht nicht GANZ wie opferlämmer, sondern teilweise mit einem gewissen widerwillen) und fragen nicht, ob sie die prüfungen schaffen. sie machen einnfach, was vorgeschrieben ist - auch, wenn uns eigentlich niemand mehr irgendwas vorzuschreiben hätte (man "bietet" und nur noch etwas an, ähäm *hüstel* aber es ist ja das EINZIGE, was angeboten wird... also doch eine vorschrift, nichts weiter). sie halten sich GEFRUSTET an irgendwelche studienpläne. sie besuchen kurse, deren benotung sie frustriert.

mein fazit: ich leiste mir meine art zu lernen. ob das sinnvoll ist, ist natürlich sehr relativ - ich lerne ja leider in beziehung auf punkte und bestehen der prüfung nicht wirklich sinnvoll.

ich lerne mit assoziationen.

mein gedächtnis ist nicht phänomenal. um meine psyche ins lot zu bringen (und dort auch zu halten) habe ich die einstellung, dass mein gedächtnis kein computer mit einer festplatte sein soll, sondern ein lebendiges und mit gefühlen durchdrungenes instrument, auf dem ich jeden tag "spielen" möchte und das mir (gefälligst *g*) wohlbefinden bescheren soll, nicht diese stupide gehorsamkeit und unterwürfigkeit, die mir meine eigenen empfindungen zukleistert.

dieses "ich-bin-aber-wer" ist in der uni nicht so sinnstiftend, wie ich gedacht hatte.

ich hatte gedacht, mein herz und mein wille würden mir die guten noten bescheren und der aufwand, den ich hinzuzufügen hätte, wäre fleiß. nun, vielleicht stimmt das, aber ich vermute JETZT, dass "fleiß" eben auch zum großteil aus gehorsam und aus dem ignorieren eigener gedanken zu bestehen hat bei den anforderungen.

ich muss zugeben, es ist mir SCHWERgefallen, mich von der juristin, die in prozessen mal eben von jetzt auf gestern mit sachverständigen irgendwie kommunizieren musste und ihnen auch in fachfremden gebieten paroli (!) zu bieten hatte, also mich von dieser juristin abzuschwingen zu einem schaf in einer herde.

sorry for that!

das mag vielleicht auch eine art von eitelkeit gewesen sein damals, aber ich glaube nicht, dass ich eitel war. im gegenteil: ich habe gelernt, dass ich mir vertrauen durfte. ich durfte mir glauben, dass ich es (irgendwie) schon schaffen würde, in kürzester zeit eine materie irgendwie spruchreif auf den kasten zu bringen und teilaspekte durchzudiskutieren.

das genügt in meinem studium NICHT.

es ist einerseits GENAU gleich wie in meinem ersten studium: es genügt nicht, dass klar ist, was ich gemeint habe - ich muss schon den antworttext, den mein korrektor dann vorliegen hat, mehr oder minder zufällig genau gleich wiedergeben. alles andere würde ja bedeuten, dass mein korrektor sein gehirn anstellen muss! und wie wir alle wissen, führt der weg nach oben durch den schmalen tunnel der konformität. er wird also nicht bei jedem pup den dozenten fragen, ob madame sine es SO auch hätte schreiben dürfen, und er wird auch sicher nicht auf die idee kommen, dass ich eventuell manchmal ganz gut wissen sollte, wovon ich schreibe.

es genügt andererseits aber auch nicht, weil eben die definitionen so wichtig sind. wir werden alle geformt, sozialisiert, und ein studium drückt unserem leben einen wortschatzmäßigen stempel auf, mit dem wir später im theater des lebens die rolle unseres jeweiligen berufes möglichst überzeugend darbieten können. ich muss halt wissen, dass mit "beschäftigung" bei einem bwler nicht die frage der berufstätigen im vergleich zu den arbeitslosen gemeint ist (sondern die auslastung der kapazitäten eines unternehmens). ich muss auch wissen, wo ich später einem buchhalter gönnerisch sagen kann, dass seine kleinkrämerischen berechnungen mir als controller (mit meinem kalkulatorischen ansatz) doch irgendwie schnuppe sind; oder umgekehrt muss ich als buchhalter (falls ich eben kein controller werde) sagen können, dass ich wenigstens keine wischiwaschi-berechnungen durchführe, sondern reale und nachprüfbare werte produziere.

bla

ach isabel, ich hab ziemlich großen leidensdruck an der uni. dieses süßen twens ziehen an mir vorüber, sie sind leere hüllen und jedes studienjahr macht sie noch leerer - und sie sollen auch hüllen (also gefäße) sein! anders kann der studienstoff nicht bewältigt werden (fürchte ich), als dass die studenten sich kritiklos den scheiss einfiltern lasssen und dann "randvoll" mit buzzwords in den job entlassen wwerden.

ich glaube, die uni hat "recht". also ich glaube, die uni hat nunmal diesen job.

wir haben jedes jahr einen gewissen wissenszuwachs in der gesellschaft. es fällt schwer, das wesentliche vom unwesentlichen zu trennen, und ganz besonders schwer fällt es, errungenschaften, die man in der eigenen entwicklung gemacht hat, relativ zu verstehen. so trichtern sie uns immer mehr und immer unüberschaubarere informationen ein an der uni - die bücher werden dicker, die profs spezieller. oder (noch schlimmer): die profs werden so oberflächlich, dass sie keine eigene meinung mehr haben, sondern verlangen, dass man ein buch auswendig kann und in der klausur reproduziert!

ich weine den diskussionen hinterher, die an meiner uni noch mit viel mühe (weil wir kleinen fische im großen strom nicht diskutieren wollten, sondern nur punkten punkten punkten wollten) versucht wurden. ich weine diesen diskus hinterher, in der tatsächlich immer ein streber die bgh-rechtsprechung ausgebracht hat und sich dabei schier vor glück eingepinkelt hat - denn jetzt könnte ich sagen, wie ich das finde und auch argumentativ in einigen fällen meinen gedanken gewicht verleihen.

das kann ich nicht mehr, mein dozent hat mich gehasst in der bgb-vorlesung. und in den anderen vorlesungen sitze ich da und spüre nur, dass ich durch den ganzen stress geschleift werde, dass auch meine kraft begrenzt ist und ich nur hoffe, dass ich den weg finde, wo ich am wenigsten reibungsverluste habe und vielleicht dann am ehesten zu einer bestandenen prüfung gelange.

ich glaube, am ähnlichsten ähneln die kidz mir in der tatsache, dass jeder von uns sich arrangieren muss mit dem gedanken, nicht immer die höchstmögliche punktzahl zu erreichen.

tja, sorry, ich heul hier ganz schön rum.



isabel schrieb:
Die Noten sind nicht gut und die Professoren haben keine große Freude mit mir.


same here...

Die Kollegen sind distanziert, weil ich mir für soziale Unternehmungen des Studentenlebens keine Zeit nehme und daher nie ein besseres Kennen lernen stattfinden kann.


hm... also ich habe mich dieses semester ja TOTAL rausgenommen aus dem studi-alltag. ich hatte einfach KEINE LUST MEHR auf diese jugendliche langeweile, die mir meine kommiliton(inn)en auszustrahlen schienen. ich war im ersten und zweiten semester ja wenigstens ein, zweimal mit meiner liebsten kommilitonin auf der piste und nach der bgb-klausur hab ich mir sogar das event angetan, dass wir uns abends mal in einer kneipe zu einer größeren gruppe treffen.

ja, ich hab aktiv bei den kennenlern-aktionen mitgemacht, die vom studien-dingsbums für erstsemester angeboten wurden. weißt du, isabel, ich habe dagesessen, und es kamen so themen auf wie: "was, du rauchst nicht? hast du mal geraucht?" oder "ach, du trinkst nicht gern kölsch? hast es aber gern getrunken?"

das sind fragen, hinter denen dieses totale unverständnis steht. es fehlt einfach - die lebenserfahrung!

mit einer 30-jährigen (oder älteren) person würde das thema durch sein. aha, nichtraucher. aha, weizentrinkerin.

am schlimmsten fand ich komischerweise, als ich mit meiner allerliebsten studienkollegin in der disco war. es hat ihr SO GUT GEFALLEN! und ich hab mich gelangweilt bis zum getno. hosenscheisser an der theke. tolpatschige anbaggereien an der damentoilette und in ecken - also so wie zu fetenzeiten früher. kein einziger langhaariger, kein einziger interessanter mann, allenfalls die jungen frauen was zum angucken, aber ich hab kein interesse an schminkideen und frisurentrends. wenn ich getanzt habe, haben diese pupsjungen leute blöd geguckt, weil da jemand GETANZT hat und nicht nur mit eingezogenem bauch den seitwärtsschritt nach rechts und anschließend den seitwärtsschritt nach links getan hat.

oh ich war einsam!

und zu aller krönung hat meine liebste studienfreundin eine "1" in bgb geschrieben, überhaupt alle, die meine studi-webseite gelesen haben, haben sehr gut geschrieben. und ich hatte eine "2,3".

es ist noch schlimmer: hinsichtlich des zensurenkontingents ist mir nun klar geworden, dass die zensuren nach dem verfahren verteilt werden (1) leistung und (2) verteilung der zensuren in der gruppe. d.h. selbst wenn ich gut schreibe, dann bekomme ich noch lange kein "gut" (oder eine "2"), sondern ich werde noch runtergeprüft (oder vielleicht auch hochgeprüft), damit die statistik ausgeglichen ist. das ist wahr! es müssen 30 prozent durchfallen, und jetzt, wo wir auf den master schielen, wird zudem auch nur eine feste prozentzahl an studenten produziert, die später für den master dann überhaupt zulassungsfähig sind.

diese erkenntnis hat mir tatsächlich den elan geraubt, meine studi-webseite so weiterzubetreiben, wie ich es mir vorgestellt hatte - denn ich hatte ernsthaft letztens einen klausurtext in wirtschaftsgeschichte in den händen, habe diesen aber noch nicht veröffentlicht und werde ihn auch nicht vor meinem eigenen klausurtermin veröffentlichen! grund: ich habe einen fan-club. diese leute ziehen also von meiner webseite infos, und was ich dort mit grips und mit dem herzen zusammengetragen habe (und damit mein zeitpensum vollständig gefüllt habe), wird von diesen kleinen gehirn-robotern (also von meinen kommilitonen) gespeichert, auswendiggelernt und zu einer brillianten zensur weiterverarbeitet.

und klein-sine kriegt dann wieder ne miese note.

also letzteres ist sicher übertrieben (hoffe ich), und es wird ja möglich sein, dass ich meinen eigenen scheiss auch besser lerne. aber... naja!

wie gesagt: es ist, als würde man dauernd geschleift. dieses studium erscheint mir so, also würde ich in einer tunnelrutsche auf meinen bachelor zusausen, nur ist in dieser tunnelrutsche alles voller felskanten und unebenheiten und man sieht das ende nicht. man weiß nur, andere kommen da auch durch, und, wie der wirtschaftswissenschaftler so schön formuliert, und man "optimiert" sein verhalten.

oh je oh je

also werd ich mal lernen, leutz

das gejammere muss jetzt mal erleichternd gewesen sein (obwohl jammern sicher mehr spaß macht als lernen *g*) und der kopf soll jetzt mal frei sein, jungfräulich geradezu. dann passt bestimmt logarithmieren rein und auch noch integrieren.



gruß

sine

07 Juli 2007

von Matilda am 7.7.: wunder gescheh'n

wunder gescheh'n,
ich hab's geseh'n
es gibt so vieles
was wir nicht versteh'n
wunder gescheh'n
ich war dabei
wir duerfen nicht nur
an das glauben was wir seh'n
was auch geschieht
ich bleibe hier
ich geh den ganzen langen weg mit dir
was auch geschieht
wunder gescheh'n
wunder gescheh'n

hallo ihr lieben,
nun ist es schon unertraeglich lange zweieinhalb stunden her, dass mir dieses kleine grosse wunder wieder aus den armen genommen wurde, und ich bin immer noch wie betrunken von diesem anblick: unsere kleine prinzessin hat uns alle in sekundenschnelle um ihre winzigen finger gewickelt. dieses atmende, selig im schlaf laechelnde buendel in den armen meines vaters - ein unvergesslicher anblick, ein moment, in dem die welt den atem angehalten hat.

matilda

p.s. foto folgt

06 Juli 2007

von Isabel am 6.7.: Falsche Vorbilder

Liebe @matilda, gratuliere auch zum Baby!

Wie das klingt … *gg*

Es ist schön, wenn in der schweren Zeit etwas und jemand trösten kann, und so ein Baby, das ist schon ein Wunder.

Von den Prüfungen darf ich erzählen und von Selbsteinschätzungen und auch von Vorbildern, und frage mich, ob sie falsch sein können oder richtig oder ob es das überhaupt gibt - falsche oder richtige Vorbilder.

Also zuerst: ob alle Prüfungen positiv sind, weiß ich noch nicht, die Korrekturen dauern einige Zeit. Es waren offene Fragen, die handgeschrieben beantwortet wurden …

Diese Prüfungen sind geschafft im Sinne von getan und vorbei - falls ich durchgefallen wäre, hätte ich noch eine Chance, im Herbst zu einem Nachtermin anzutreten, um den Schein noch zu retten.

Liebe @sine, ich weiß, du meinst es gut mit mir und in deiner Vorstellung scheine ich ein viel zu selbstkritischer und vll auch zu bescheidener Mensch zu sein (?). Es liegt wohl an meiner Selbstdarstellung, dass ich dieses Bild liefere, aber es stimmt so gar nicht.

Du fragst mich, wie ich lerne und du schreibst:

denn in diesem fall hab ich ehrlich gesagt ja nicht geglaubt, dass du das hinbekommst und eher auf den großen katzenjammer gewartet!

Es stimmt schon, wenn man erzählt, dass man ein Vollzeitstudium neben einem Vollzeitjob versucht, es den Eindruck erwecken muss, dass sich das nicht ausgehen kann mit der vollen Zeit, die zur Verfügung steht.

Um es aufzuklären: ich lerne nicht, zumindest nicht so, wie es dem System entsprechen würde - auswendig Text repetieren, Definitionen pauken, usw.

Das soll ja nicht heißen, dass das Studium so einfach wäre oder ich so genial: das heißt einfach nur, dass ich latent lerne: also die Dinge lese, versuche zu verstehen, darüber nachdenke und vieles aufgrund eines gut funktionierenden Gedächtnisses behalte. Einfach so.

Es reicht aus, um durchs Studium zu kommen. Die Noten sind nicht gut und die Professoren haben keine große Freude mit mir. Die Kollegen sind distanziert, weil ich mir für soziale Unternehmungen des Studentenlebens keine Zeit nehme und daher nie ein besseres Kennen lernen stattfinden kann.

Das alles nehme ich hin und es stört mich nicht wirklich. Das wusste ich von Anfang an und ich habe diese Studienpläne mit so viel Widerstand durchgesetzt - von einem verständnislosen Ehemann über so genannte Freunde bis hin zu entsetzten Verwandten - dass mich Kollegen, die "not amused“ sind, wenig rühren.

Was mich stört ist, dass ich zum Einen mehr tun hätte können, ich habe meine Zeit nicht gut genutzt und gern die Wochenenden verbummelt und zum Anderen, dass ich unterschätzt habe, wie sehr es mich anstrengt.

Ja, ich bin erschöpft, aber bei diesem minimalsten Aufwand, den ich liefere, steht diese Erschöpfung in keiner Relation. Das stört mich.

Vll habe ich auch nur die falschen Vorbilder.

Ich arbeite mit Wissenschaftler, @fee. Also, ich bin keiner, ich mach die Administration für Projekte. Den Bürokram eben ;-)
Sie zu kennen und mit ihnen zu arbeiten hat den großen Vorteil, dass man sich relativ einfach mit Genies anfreunden kann, was im normalen Leben nicht funktioniert.
Es hat aber den großen Nachteil, dass man damit leben muss, nie ein Teil ihres Lebens sein zu können. Ob mich das stört? Naja, eigentlich nicht, nicht mehr, ich habe mich schon daran gewöhnt.

Es ist eher so, dass ich sie beobachte und daraus lerne.
Sie sind meine Beobachtungsobjekte *gg*.
Ganz so, als würde ich vor einem Terrarium sitzen und mit dem Finger gegen die Scheibe trommeln - nur dass ich außen bin und sie gefangen sind in ihrer Welt.

Oft überlege ich, ob ich sie beneiden soll. Oder bedauern? Ein neutrales Verhalten dazwischen ist nicht möglich. Sie leben in dieser Welt und sie sind darin versunken.
Sie lösen die großen Probleme der Welt!? oder zumindest kennen sie sie. Es sind übrigens Mediziner.

Jedes alltägliche Problem ist damit so weit weg und wie alles, was weit genug weg ist, kann es auch weniger ausmachen oder sich als Problem manifestieren, alles was global und mit Abstand betrachtet werden kann, ist halb so wild bis gänzlich unwichtig.

Das ist beneidenswert. Ist es das?

Ob sie Einbußen haben und oftmals vieles nicht mitbekommen, was so passiert in der richtigen Welt? Das dachte ich auch oft. Wenn ich dann die Probe aufs Exempel mache und sie teste

;-)

dann wissen sie mehr über tägliche Banalitäten, als ich gedacht hätte.
äh, ja, also, diese Theorie geht auch nicht auf.

Also doch Neid?
Oder lieber Bescheidenheit, dass man auch diese Welt sehen durfte?
Oder doch Wunder?

Ist es ein bisschen so, als wenn Babylachen Traurigkeit vertreiben kann?
Ein Foto wäre nett …

Liebe Grüße von Isabel!

05 Juli 2007

ostsee



na?! so übel sieht die ostsee doch eigentlich gar nicht mal aus, oder?

ach war das DOCH schön dort...!

gruß

sine

von Matilda am 5.7.: das leben ist ein kreislauf

liebe sine,

danke für deine worte, die (wieder einmal) meine gefühle ausdrücken, da, wo mir die worte fehlten... du hast nämlich recht, die geburt dieses kleinen menschleins hat mir, hat uns allen, schmerzhaft und tröstlich zugleich, vor augen geführt: das leben ist ein kreislauf, wir kommen, und wir gehen, und für beides bestimmen wir den zeitpunkt nicht selbst.

nun ist lilli da und die freude ist gross, weil sie uns vorlebt, wie es eben immer irgendwie weiter gehen muss, auch wenn gerade schlimme dinge passieren, die tiefe wunden schlagen. jeden tag geben sich unter unserem dach das leben und der tod die hand. das ist erschreckend und faszinierend zugleich.

lilli ist wie superkleber. sie hält uns zusammen, gerade als alles in stücke fällt.

matilda

wunder

hi ho...

sorry für die vielen fehler in meinem "licht"-posting (mit der überschrift "erfrischt" vom 1.7.07).

ich hatte die kleinen verdreher und fehler schon bemerkt beim zweiten durchlesen, war dann aber zu müde gewesen und dachte, dass gerade dieses posting auch möglichst ehrlich sein soll und auch kritikfähig.

ich komme mir mit meinem "licht"-erlebnis nämlich ein klein wenig so vor wie deine freundin, @matilda, die dem guru anheimgefallen ist! ;-)

hm aber anscheinend isses doch nicht so fürchterlich esoterisch von mir, wenn du, @fee, jedenfalls ein wenig was davon anfangen kannst:

fee hat geschrieben:
[...] dass man sich vorstellen sollte, dass man mit einem mini-uboot durch den körper reißt [...]


auch nicht schlecht! und verrückt, dass du dir auch ein wenig helfen konntest, fee, mit dieser u-boot-sache...!

@isabel.....glückwunsch, dass du alle prüfungen geschafft hast......sei nicht so kritisch mit dir selbst.....geschafft ist geschafft, auch wenns vielleicht nicht so berauschend ist, wie du das gerne hättest.... :-)


da schließe ich mich dir vollkommen an, fee. @isabel: ich finde auch, dass du sehr selbstkritisch bist. denk an die worte unseres einzigen männlichen bloggers hier...: keine negativpropaganda, meine damen!

:-)

niemand schafft etwas ohne zweifel und ohne die eine oder andere enttäuschung darüber, dass das ergebnis vielleicht von dem abweicht, was man sich vorgestellt bzw. gewünscht hatte. ich denke manchmal, dass es doch den spruch gibt, dass ein künstler mit seinem werk auch nie zufrieden ist und natürlich ist ein werk auch eigentlich nie fertig für ihn. jedes kunstwerk ist eigentlich auch ein scheitern, und dennoch gelangt der künstler nur dadurch, dass er dieses nicht-perfekte kunstwerk erstellt, voran auf seinem weg.

wie gesagt, ich hab ja schon auch für uns nicht-künstler den eindruck, dass kreativität ein wichtiges lebenselixier ist. also denke ich, dass wir auch die beruflichen herausforderungen und auch die schwierigen situationen im studium unter dem blickwinkel des kreativen (künstlers) betrachten dürfen. und dementsprechend isses irgendwie normal, dass man abstriche macht. darüber reden muss man eigentlich nicht, isabel... oder doch?

also ich meine: es ist nicht ok, dass du immer deine leistung beschränkt darstellst und relativierst. es ist nunmal deine leistung, und ich finde sie ganz toll, denn in diesem fall hab ich ehrlich gesagt ja nicht geglaubt, dass du das hinbekommst und eher auf den großen katzenjammer gewartet! ich freue mich ja sehr für dich, und ich könnte mir auch denken, dass du einfach erschöpft bist und vielleicht die unzufriedenheit über das ergebnis bald von allein verschwindet.

also halte die unzufriedenheit nicht künstlich fest, sondern ignoriere sie doch ein gutes stück weit. oder denkst du darüber anders als ich?

oh

wenn wir schon beim thema sind *g*:

isabel hatte geschrieben:
Ich war auch ein seltsames Kind.


hier wieder ein spruch meines psychodocs, der mir sehr einleuchtend erscheint: kinder sind nicht seltsam. sie sind echt, sie sind halt auch nie falsch (sondern eher gut). deine art, die sachen im krankenhaus damals zu handhaben, war ein originärer lösungsansatz, sonst nichts, und wenn du etwas mehr wie matilda wärst (was du ja nicht sein musst, das ist nur ein vergleich jetzt mal so), dann würdest du darüber mehr lachen und es mit absicht als bizarr darstellen oder als niedlich.

du würdest also akzeptieren, dass du eigen warst, und das wäre etwas schönes und nicht so rechtfertigend.

hm

leutz, ich muss mal heiern.

ich danke für eure interessanten gedanken, insbesondere auch freue ich mich natürlich für dich, matilda.

ähm noch kurz zu dem kleinen mädchen: ich bin ja unbeleckt in sachen kidz. aber so mal geraten, würde ich vermuten, dass dieses kleine mädchen dir unglaublich helfen kann, mit der geschichte mit deinem daddy zurechtzukommen. damit meine ich jetzt wirklich nicht, dass du dieses würmchen verwöhnen oder überhaupt sehen musst, sondern damit meine ich, dass dir der gedanke, dass da ein neuer mensch ist, der zu deinem leben gehört, ganz stark mut gibt und auch einfach freude macht. freude, die sich halt im leid und in der sorge spiegelt, die du sonst hast. so wie sonne nach einem regen besonders gleißend scheint.

ich freue mich sehr, dass du glücklich bist über den kleinen nachwuchs. es ist doch erstaunlich, wie einfach die dinge sind, die uns dann plötzlich helfen (können). ich finde es immer schade, wieviel zeit ich selbst manchmal brauche, um mich neuen dingen zu öffnen. aber WENN man mal den blick durch die schmalen schlitze des visiers riskiert, glitzert ein kleines wunder manchmal schon die ganze zeit vor sich hin oder geschieht plötzlich neu.

wunder gibt es immer wieder, lalala *sing*

gute nacht!

gruß

sine

04 Juli 2007

von Matilda am 4.7.: frauenpower!

stimmt, @fee,

in meiner begeisterung habe ich glatt vergessen zu erwähnen, ob junge oder mädchen *ups*

es ist ein mädchen, das lilli marie heisst und das ich von vorne bis hinten und von oben bis unten und überhaupt nach strich und faden verwöhnen werde!

zwar hat die mama mir strikt verboten, jedes mal mit einer wagenladung geschenke aufzutauchen, dafür hat sie mir aber die erlaubnis gegeben, der kleinen so viel zeit zu widmen, wie ich will. also werde ich lilli zu ausflügen abholen und der truck mit den geschenken ist halt dann um's eck geparkt ;-)

ich freu mich so!

ausserdem.

bei uns hier in der stadt ist heute eine menge los, der neue FIAT500 wird heute offiziell vorgestellt (genau 50 jahre nach der erstausgabe) und die ganze stadt darf mitfeiern: das zentrum ist seit heute mittag für den verkehr gesperrt, überall gibt es stände mit leckerbissen und bühnen für bands, tanzensembles usw, und am abend gibt es ein riesenfeuerwerk und unterhaltung (einschliesslich offener geschäfte, museen und bars) bis 2. Wollt ihr reingucken? auf der offiziellen homepage gibt es ein livestreaming: www.fiat500.com

mein boss nervt schon wieder, ich muss los -

drück euch doll

matilda

03 Juli 2007

von fee am 3.7.: ich mal wieder :-)


...@matilda........herzlichen glückwunsch zum neffen oder nichte? aber egal......hauptsache das kleine ist wohlauf.....

ich liebe kinder über alles...besonders wenn sie noch so winzig sind......die sind soooooo süß, ich hätte am liebsten 15 kinder haben wollen, wenn man sich das heute noch leisten könnte ;-)

irgendwie wird man demütig, wenn man so ein kleines würmchen im arm hat......ob nun eigene oder fremde......irgendwie sind sie alle ein wunder........ach ich könnt schon wieder einen roman schreiben.......aber das lass ich heute mal lieber ;-)

@sine.....ich wünsche dir gute besserung und hoffe du wirst nicht allzulange von der erkältung geplagt......

diese sache mit der energie finde ich höchst interessant.....ich hatte mal so was ähnliches gemacht.....derjenige der das autogene training gelehrt hat, hat dann noch 2 kurse angeschlossen auch mit meditationen, bildern usw. ich fand das unheimlich spannend damals und konnte für mich auch vieles mitnehmen......aber ich muß zugeben, dass ich diese ganzen dinge in letzter zeit sehr vernachlässigt habe......aber ich bin dabei, einiges wieder auszugraben, weil ich finde, dass das ne gute sache ist......

das war damals so, dass man sich vorstellen sollte, dass man mit einem mini-uboot durch den körper reißt und sich dabei alles genau ansieht......schmerzende stellen (damals wars halsweh) sollte man mit einer gedachten bürse reinigen....hey und du wirst es nicht glauben, ich hab in gedanken geschrubbt wie verrückt und meine halsschmerzen waren tatsächlich weg......

mir gings am we auch ziemlich mies......diesmal hatte ich nen ziemlich heftigen schmerzschub und konnte das kaum mit tabletten in den griff bekommen.....automatisch hab ich das dann ähnlich gemacht wie du und es wurde ein bisschen besser, so dass ich mich sogar in der lage sah ins elsass zum angeln zu fahren........also mein freund hat geangelt und ich hab mit meiner freundin gequatscht die überraschend mitgefahren ist...... irgendwie ist es am see ein ganz klein wenig wie am meer......grad da wo wir hingehen, da ist ne verbindung zum rhein und ein kieswerk......da fahren also ab und zu mal größere schiffe durch und dann gibts richtige wellen......jedenfalls kann ich da super relaxen und komme seither noch viel mehr zum lesen, als ich mir sowieso schon zeit dafür nehme.....

jedenfalls gehts mir jetzt wieder relativ gut............freu........ich bin nämlich kein bissl tapfer und wenn ich schmerzen habe, dann will ich gefälligst bedauert werden und auch jammern wenns mir danach ist...... :-)

@isabel.....glückwunsch, dass du alle prüfungen geschafft hast......sei nicht so kritisch mit dir selbst.....geschafft ist geschafft, auch wenns vielleicht nicht so berauschend ist, wie du das gerne hättest.... :-)

du hast geschrieben:

Was kränkt, macht krank, daran ändert selbst die beste Absicht nichts. Jede Kränkung lässt sich nur durch vielfältigen Glückfall kompensieren und irgendwann - nach langen Jahren der Kränkung - stimmt das Verhältnis nicht mehr und man resigniert.

da kann ich dir nur zustimmen, aber irgendwann kann man auch aus der resignation aufwachen und sein leben ändern. ich für mich hatte für vieles meinen exmann verantwortlich gemacht, aber ich habe auch gelernt, dass ich irgendwie auch einen teil schuld habe.......es gibt immer den der kränkt und denjenigen der sich kränken lässt.......

allerdings hat man eben das auch in der kindheit gelernt......ich zumindest.....da hatte man zu parrieren, keine widerworte zu geben usw. und das verinnerlicht man so total......da bedarf es ganz viel, damit man überhaupt mal soweit ist, das zu bemerken und dann dagegen anzugehen und ich bin immer noch dabei zu lernen und an mir zu arbeiten......es gibt viele rückschritte, wie ich ja schon geschrieben habe.........aber ich arbeite weiter an mir....mal mehr und mal weniger.....

Alles eine Frage der Definition: was ist Glück eigentlich? Wie sehr hängt es mit Liebe zusammen und wie sehr mit Macht? Und: Wie viele Kränkungen lässt man zu, um vermeintlich geliebt zu werden? Und was muss alles passieren, bevor man erkennt?

auch hier erkenne ich mich irgendwie selbst......ich war immer auf der suche nach liebe und anerkennung......wer will nicht geliebt werden?......und wenn man in punkto liebe ein großes defizit hat, dann ist man ganz sicher noch viel mehr bereit kränkungen zuzulassen, sich bis zu einem gewissen grad zu verbiegen oder sich verbiegen zu lassen......ja und irgendwann kommt halt für jeden der punkt, an dem man erkennt.........

dass eben derjenige, der kränkt ganz schön viel macht über einen hat......im grunde aber doch ein armes würstchen ist, das andere klein machen muß, um sich selbst groß zu fühlen! ja und dann ist es mit der macht ganz schnell vorbei......

ich kann das leider nicht ganz so gut beschreiben wie ihr das könnt, aber ich glaube ihr versteht was ich meine???? soviel zur macht.....

was ist glück? sicher hat es auch mit liebe zu tun......aber nicht nur.....glück ist für mich auch

  • gesunde kinder zu haben
  • nicht hungern zu müssen
  • nicht frieren zu müssen
  • ein dach überm kopf haben
  • in einer zeit zu leben, in der das volk und insbesondere frauen auch was gelten
  • frei zu sein und reisen wohin man will, natürlich das nötige kleingeld vorausgesetzt
  • wenn mein kater kommt und mit mir schmust
  • zeit zu haben ein buch zu lesen, einen waldspaziergang zu machen oder was einem grad so spaß macht
  • nicht in einen krieg verwickelt zu sein
  • arbeit zu haben und damit sein auskommen
und noch so vieles mehr, was mir jetzt auf die schnelle nicht einfällt.........

ja und wenn ich mir so die liste betrachte hab ich eigentlich ganz schön viele gründe um glücklich zu sein :-)

in diesem sinne wünsche ich euch alles liebe und einen schönen restabend

fee



von Matilda am 3.7.: tante matilda

hey ihr lieben,

ich platze mal wieder wie ein wirbelwind in eure ernsten gespräche mit einer wundervollen nachricht, nämlich: ich bin seit fast 24 stunden tante!!!

ist das nicht märchenhaft schön? dieses pünktchen mensch macht uns allen bewusst, dass unsere reise auf erden ohne unser zutun beginnt - und endet.

ich bin so ungeheuer stolz und glücklich und froh und traurig und überhaupt!

matilda

wie das mit prüfungen ist

halli hallo

ich bin noch immer nicht fieberfrei, aber neue licht-spielchen habe ich nicht betrieben. dennoch hat es mir ungeheuer wohl getan, IRGENDWIE den stress abschütteln zu können.

ich muss vielleicht mal genauer erzählen, dass ich mittlerweile irgendwie den eindruck gewonnen hatte, dass mich alle missverstehen in meinen lieben jobs. irgendwie hat die absage von ei also doch meinem ego einen knacks versetzt, vermute ich. und daraus folgte dann die übliche verallgemeinerung durch mich...: werde ich denn überall (!) bla blupp hast du nicht gesehen.

ich habe mir also auch die hölle heiß gemacht in bezug auf meinen aktuellen job. und ich habe mir meine nun anstehenden bewerbungen so unerfreulich wie möglich vorgestellt, denn es ist ja unerfreulich, sich "bloß" auf neue missverständnisgeneigte jobs zu bewerben, nicht wahr?

ich wusste, ich war in einem gewissen zirkelschluss unterwegs gedanklich. ich wusste auch, dass ich mich in die üblichen frauen-fragen geflüchtet hatte, die da lauten: was denken die anderen von mir? und: wieso versteht mich keiner?

das klingt so blöde, so unausgereift, aber nun war es nunmal aktuell und den armen monsieur hab ich damit schon zwei tage lang zugesülzt im real life.

:-p

ja

gestern hab ich mir dann endlich auch mal wieder was gutes tun können, das da lautet: ich habe einen termin abgesagt. ha!

so taste ich mich voran, und so bis auf weiteres glaube ich, die zuversicht vom wochenende hält noch eine weile an (vielleicht auch für immer).

*g*

hey, isabel! oh wie toll, du hast ALLE prüfungen geschafft!!! erzähl mir deinen trick! wie hast du es geschafft?

hast du schon immer einiges gelesen oder genügt dir der besuch von vorlesungen? hattest du eine art zeitplan, den du abzuarbeiten versuchtest, oder wie?

oder war es angst, die dann das kurzzeitgedächtnis noch zu höchstleistungen angetrieben hat, und hast du etwa die letzten tage (und vielleicht nächte) wie wild noch gelernt, während vorher das ganze eher schleppend verlaufen ist?

:-)

ich hab schon vor 2 wochen erzählt, dass meine prüfungen in 4 wochen seien, aber jetzt ist es auch wirklich so: in 4 wochen ist mathe. noch genau 2 wochen darf ich mir überlegen, ob ich zurücktrete vom termin. hm.

gruß

sine

02 Juli 2007

von Isabel am 2.7.: von Angst und Macht

Ein liebes und ein herzliches Hallo euch allen, die Prüfungswoche ist vorbei und ich könnte endlich aufatmen, wenn ich es könnte.
Ja, erfolgreiches autogenes Training hat viel für sich. Es scheint, als ob man Macht hätte über alle Dinge, über Krankheiten, über unangenehme Gedanken und auch über die Wellen, die oft über den Kopf zu schwappen drohen.

Zurzeit bin ich noch sehr flau, die letzte Woche war anstrengend – zu anstrengend. Ich hab es gewaltig unterschätzt, was ich mir da aufbürde oder habe mich zu schlecht oder zu spät vorbereitet oder was weiß ich.

Jedenfalls ist es soweit gut gegangen, ich hab noch mal die Kurve gekriegt. Berauschend sind die Ergebnisse nicht, aber die acht Scheine sind gemacht. jetzt würde ich mich gern entspannen, sollte mal nachlesen, wie das eigentlich geht.

Selbstverständlich hab ich alle eure Postings gelesen und kann nur sagen, wie Leid es mir tut und wie ich mich aber auch für euch freue - es tut mir Leid, wenn ihr leidet, an Problemen, die andere verursachen, die andere erst entstehen lassen und die ihr euch umhängt und damit lebt.
Und ich freue mich, wenn ihr in der Not jemanden an eurer Seite habt, auf den ihr euch verlassen könnt.

Krankheit ist ein Thema und es ist eines, vor dem ich mich am meisten fürchte.
Ich bin mit Krankheiten groß geworden, hab ich es je erzählt?

Also, nicht ich war jemals krank, zum Glück nicht, aber ich habe Krankheiten beobachtet. Wenn ich nicht solche Scheu davor hätte, wäre ich wohl Arzt geworden. ;-)
Na, es reicht ja, wenn ich mit Medizinern arbeite.

Ich bin im Krankenhaus groß geworden, weil meine Mama Krankenschwester war. Nach der Schule ging ich oft hin, es gab gratis Mittagessen, wenn ein Patient entlassen wurde oder gestorben war und ein Menü übrig blieb. Dann schrieb ich meine Hausaufgaben im Schwesternzimmer und wartete dann auf Mama, dass sie Dienstschluss hatte, um mit ihr gemeinsam nach Haus zu gehen.

In dieser Zeit beobachtete ich oft die Patienten und die Ärzte in ihrem alltäglichen Umfeld. Schon damals studierte ich wohl gesellschaftsdynamische Prozesse, nur dass man das mit sieben Jahren nicht in Worte fassen konnte. ;-)
Ich kaufte für die Krebspatienten Zigaretten, weil sie es selbst nicht durften, auch Zeitschriften und schließlich unterhielt mich oft mit ihnen.

Ein seltsamer Umgang für ein kleines Kind? Ich war auch ein seltsames Kind.
Die Ärzte hatte ich immer nonverbal in Erinnerung, sie lächelten freundlich aber sprachen wenig bis kaum. Meine Mutter hatte immer großen Respekt vor ihnen - zumindest vor Ort.

Aus dieser Zeit weiß ich: das Schlimmste was es gibt ist, krank zu sein.
Alles lässt sich lösen und alles wird gut, solange du dich auf deine innere Kraft stützen kannst. Interessanterweise war ich nie so krank, um wirklich darunter zu leiden.

Aus diesen jahrelangen Beobachtungen ziehe ich die (kindliche) Conclusio:

Was kränkt, macht krank, daran ändert selbst die beste Absicht nichts. Jede Kränkung lässt sich nur durch vielfältigen Glückfall kompensieren und irgendwann - nach langen Jahren der Kränkung - stimmt das Verhältnis nicht mehr und man resigniert.

Alles eine Frage der Definition: was ist Glück eigentlich? Wie sehr hängt es mit Liebe zusammen und wie sehr mit Macht? Und: Wie viele Kränkungen lässt man zu, um vermeintlich geliebt zu werden?
Und was muss alles passieren, bevor man erkennt?

Erkenntnis - was der Grund ist für diesen Studienaufwand, der kaum zu bewältigen ist. Ich bin auf der Suche nach Antworten, um Ängste, die sich nicht in Worte fassen lassen, zu verstehen.

Denn erst, wenn man versteht, löst sich alles und im Guten: alle Sorgen und alle Ängste - sie sind mit einem Mal nicht mehr so wichtig, wie sie schienen.

Euch alles Beste und eine gute Nacht!

01 Juli 2007

erfrischt

hallo,

es war sehr schön an der ostsee. es war übrigens ein urlaub ohne probleme - ich war dennoch teilweise körperlich am ende, wenn es zu situationen kam, in denen sich in meinen vorangegangenen reisen nicht enden wollenden probleme normalerweise angeschlossen hatten (ich glaubte also, situationen wiederzuerkennen).

es regnete und es schien auch die sonne - herrliche KLARE luft also, wenn es gerade nicht regnete. ich liebe das!

ich war dann heute morgen erkältet (und bin es wohl noch) und habe schwierigkeiten körperlicher art auch heute gehabt - obwohl der stress der unterkunft-suche etc. ja nicht mehr aufgetaucht ist.

zum ende des heutigen tages am meer hatte ich bauchweh und musste auf's klo, ein urlaubstypisches problem, und monsieur war sehr besorgt.

als wir wieder im zug saßen und somit also glücklich die rückfahrt angetreten hatten, fragte ich mich erst, wie ich die fahrt bloß überstehen sollte, da mein husten SO schmerzhaft war und mich das geschüttle im zug nervte. anschließend fiel mir ein, wie ich FRÜHER immer nach meinen schönen wochenenden das gefühl gehabt hatte, in eine folterkammer zurückzukehren (und wieder anwältin sein zu müssen) und fragte mich, ob ich jetzt eigentlich ein ähnliches gefühl hatte?

dann verdrängte ich diese frage.

und dann... habe ich mir etwas zum spaß eingebildet, weil ich dachte, wenn ich schon nicht schlafen kann (wegen des geruckels und weil ich mir im geiste ja dauernd die hölle heiß machte), dann kann ich mir wenigstens ein spiel erlauben.

ich stellte mir ein bild vor, was ich bei "wünsch dir was" von shakti gawain habe. das ist doch das tolle buch über die kunst, eigene wünsche zuzulassen. das buch enthält auch meditationsübungen, die mir natürlich reichlich esoterisch erscheinen und deren anwendung mir nicht geheuer erschienen ist bisher.

eine der meditationsübungen hatte ich aber DOCH schon mal ausprobiert - damals waren monsieur und ich erst kurz zusammen gewesen. ich stand schon damals immer vor ihm auf. damals vergnügte ich mich dann auf dem wohnzimmerteppich mit ein paar übungen autogenes training, und da diese eine übung aus gawain's buch so ähnlich wie eine übung im autogenen training ist, habe ich diese sache damals auch ein- zweimal ausprobiert.

ich habe mir vorgestellt, mein körper hätte eine art "energiezentrum". ich habe mir vorgestellt, dass die energie sich endlos aktivieren lässt. ich habe mir dann vorgestellt, dass sie irgendwie - vielleicht so ähnlich wie mikrowellenstrahlen - durch meinen körper hindurch an die oberfläche bringen lässt durch meinen puren willen. dann kam das bild von gawain: ich habe mir vorgestellt, die energie umfließt meinen körper und leuchtet hell wie licht. wie beim autogenen training merkte ich, dass ich den eindruck hatte, dass mein körper sich an der oberfläche erwärmte (beim autogenen training denkt man an körperteile und erfährt - meistens -, dass dort der blutfluss stärker wird).

dieses bild funktionierte, und ich fragte mich jetzt, ob ich mich allein mit dieser "glühlampen-vision" vielleicht gesund(er) machen könnte? da fiel mir ein, dass gawain geraten hatte, dass man die handflächen nach oben öffnen soll und sich einbilden soll, dass dieses lichthelle energie fließen würde wie wechselstrom in einer elektrischen leitung. da mir das bild etwas zu blöd erschien, das ich abgegeben hätte, wenn ich die handflächen aufgemacht hätte und links und rechts neben mich gehalten hätte, habe ich meine hände im schoß liegend (heimlich) nach oben gedreht und mir den energiestrom eingebildet. manchmal ging das nicht gut, aber meistens funktionierte es irgendwie.

ich glaubte, dass ich den strom nicht bloß in meinen kopf (zurück-)lenken könnte, sondern auch auf bestimmte körperteile (ähnlich wie beim autogenen training die gedanken die körperteile animieren). ich richtete die "energie" auf meine verstopfte nase. sie wurde ein wenig freier und mir fiel ein, dass ich ruhig und tief atmen könnte. dann richtete ich den "energiestrom" auf meinen hals. der hustenreiz legte sich, aber er verging leider nicht.

ich richtete jetzt die energie spielerisch auf alle körperstellen, die mir einfielen, und da meine schultern schon die ganze zeit irgendwie "wohlig" schmerzten, seit ich dieses energie-dingens begonnen hatte, dachte ich, dass sich die schultern anscheinend ja auch empfehlen würden. das war ein wunderbares gefühl! ich hatte das gefühl, als würde man mir einen magischen mantel über die schultern legen und als würde ich innerlich ganz frei und ruhig werden.

da die schmerzen in den schultern GANZ verschwanden, ließ ich die "energie" in meinem körper wandern, und schließlich richtete ich die "energie" auf meinen schmerzenden bauch. die schmerzen vergingen, wenn auch ein magendrücken verblieb. aber es kam mir so vor, als würde nach und nach eine quelle von schmerzen nach der anderen zu wort gerufen werden und dann (nach ausreichender gelegenheit, sich bemerkbar zu machen) zum ausklingen gebracht werden.

ich fand es überraschend, dass ich nach dem bauchschmerz noch weitere stellen "fand", wo es mir half, dieses lichtsache drauf zu richten. wie viele schmerzzentren hatte ich denn eigentlich aktuell!!!???

zuletzt merkte ich, dass ich mir sorgen machte, dass ich (als anfängerin in dieser art der meditation) vielleicht nochmal genau die "energie" dorthin richten sollte, wo ich sie am meisten bräuchte. war das meine schmerzende kehle? oder gar meine lunge?

ich richtete die "energie" auf keines meiner schmerzenden organe mehr, sondern bildete mir ein, die energie in mein gehirn fließen zu lassen. in meinen gedanken flammte (und "verbrannte") in großen lettern der (gedachte) schriftzug: "DU SOLLST KEINE NEGATIVEN GEDANKEN MEHR HABEN", dicht gefolgt von "DEINE SORGEN KANNST DU VERGESSEN". oder so ählich.

mir war dabei so, als würden die ganzen zermürbenden gedanken betreffend meines nicht erfolgreichen bewerbens bei ei und bezüglich meiner ganzen ja so fraglich anmutenden versuche im berufsleben wie ein wind aus meinem gehirn weichen.

das fand ich irre angenehm und ich war auch ganz schön überrascht, dass mir überhaupt bewusst geworden war, dass ich so viele negative (und nutzlose) gedanken hatte. ich verbrachte jetzt lange damit, die "energie" ausschließlich auf mein gehirn zu richten. ich hatte das gefühl, teilweise dem schlaf nahe zu sein und fühlte mich unglaublich behütet.

dann merkte ich, dass ich - trotz anfängertum - noch (lange) nicht am ende war und wieder hätte weitermachen können mit meinen schmerzenden körperteilen, die noch übrig waren - mit meiner kehle zum beispiel. aber ich hatte keine lust mehr!

ich schlug die augen auf und fühlte, dass ich irgendwie frisch und erholt war, so wie nach einer übung autogenes training (und so, wie schon lange nicht mehr). zwar verging das gefühl schnell, aber ein grundgefühl von erleichterung blieb. ich hatte jetzt den gedanken, dass mir nichts mehr passieren konnte!

ich hatte doch tatsächlich das gefühl, dass ich mir um meinen job keine sorgen zu machen brauchte und dass ich doch immer, wenn ich wollte, in meinem inneren ganz viel kraft finden und anwenden könnte.

ist das spacig???!?

naja

in diesem sinne lese ich das buch über einen selbstmörder trotz 1.000 schwer zu ertragender assoziationen an den selbstmörder von vor knapp 2 monaten und auch trotz unangenehmer parallelen zu meiner eigenen vergangenheit weiter. in diesem sinne fühle ich mich kein bißchen wie im gefängnis, weil ich morgen den ganzen tag jobs habe und termine noch und nöcher.

ich bin krank, ja, aber ich WEISS, ich werde meinen weg gehen. ob ich nun alle termine perfekt schaffe oder nicht, ist nicht die frage.

ach ist das angenehm.

SO eine erholung habe ich noch von keinem meeresurlaub mitgebracht!

:-)

gute nacht allen meeresliebhabern (und solchen, die es werden wollen *g*).

s.

29 Juni 2007

von fee am 29.6.: na wer sagts denn :-)


...manchmal meints der wettergott halt gut mit dir @sine.........

ich wünsche euch einfach nur ein supertolles wochenende!!!

lg fee

28 Juni 2007

ostsee gebongt

ja... dank der meeres-postings haben monsieur und icke nun den klaren entschluss gefasst, am wochenende an die ostsee zu reisen.

ich habe herausgefunden, dass das ticket gar nicht mal so unbezahlbar teuer ist - nur 39 € -, und gemeinsam haben wir auch die komplizierte schnitzeljagd bis zum ziel gespielt, die die deutsche bahn ag um dieses billig-angebot herum stattfinden lässt (also das ticket kann man online buchen, aber nur, wenn man cookies akzeptiert UND die werbebanner unausgeblendet lässt, aha.... und ähm am schalter kostet dieses ticket genau 72 € und nicht bloß 39 €, grund ist unbekannt... ähm und dann am automaten, wo es ja den 39-€-preis dann auch gibt, musste man den geheimcode kennen, dass man das ticket nur für eine person kauft, obwohl zwei drauf fahren... *gg*).

leider ist haarsträubendes wetter angesagt. da bin ich mal gespannt, wie wir zurechtkommen werden, aber so ganz in meinem inneren denke ich, dass ich mir schließlich und endlich einen sommer, der NICHT ZU HEISS wird, gewünscht hatte. voilá! da ist ein wochenende mit kaum über 20 grad, und dieses wochenende werden wir am meer verbringen.

:-D

wir haben sogar schon lektüre gekauft für die zugfahrt - ich habe einen LIEBESROMAN erworben! *lechz*

wie lange habe ich keinen liebesroman mehr gelesen? die beziehung zu einem MANN zeigt doch spuren *lach*, ich habe viele krimis gelesen, ich habe viele actionfilme und auch ein paar scifi-sachen gesehen / gelesen, aber liebesgeschichten? watndatn?!?!???

;-)

ich werde also kurzfristig wieder zu einer meiner weiblichen tugenden, die da in diesem falle "romantik" lautet, zurückkehren. leider leider ist die story anscheinend ohne happy end. mir hat es schon beim lesen des buch-covers fast die tränen in die augen gedrückt, oh je, aber nun, mir ist halt danach und dann ist es doch herrlich.

cu

s.

von Matilda am 28.6.: mehr meer

liebe sine,
ich finde, das ist grade das schöne am meer: dass es einem auch ein bissi angst macht. ich habe einen mords-respekt vor dem meer und nähere mich immer demütigen schrittes...

letzten sommer war ich mal nachts baden in einer wundervollen felsbucht, der zugang zum wasser war beleuchtet aber sobald man dann ein paar meter weiter hinaus und um einen felsen herum schwamm, war da nur noch nacht und schwarzes wasser und millionen von sternen.

das wasser war samtweich und warm und trotzdem irgendwie unheimlich, tief und dunkel, nicht glitzernd und azurblau wie bei gleissendem sonnenschein.

ich habe mich unendlich verbunden gefühlt mit dem leben!

*seufz*

matilda